Nicht nur der als US-Flugzeugbauer bekannte Hersteller Boeing, sondern auch sein Konkurrent Lockheed Martin haben kurz vor dem Jahreswechsel von der US-Regierung Großaufträge erhalten. Dies schürte unter Anlegern Euphorie und ließ die Boeing-Aktie im gestrigen Handel deutlich ansteigen. Viel entscheidender ist aber der Bereich, in dem der Kursanstieg der Aktie geschieht.
Die Aktie des Saatgutherstellers KWS Saat tritt seit mehr als zwei Jahren weitgehend auf der Stelle. Für Anleger bedeutet das: Geduld ist gefragt, denn eindeutige Kaufsignale haben bislang gefehlt. In den vergangenen Wochen hat sich das Bild jedoch etwas aufgehellt. Damit ein nachhaltiger Aufwärtstrend starten kann, fehlt allerdings noch ein entscheidender Schritt.
Der S&P 500 Index markierte bereits an Weihnachten ein neues, aber auch knappes Rekordhoch und versuchte sich in den darauf folgenden Stunden über das Vorgängerhoch aus Ende Oktober hinwegzusetzen. Diese relative Stärke könnte sich bei weiteren Kapitalzuflüssen zu Beginn des neuen Jahres in neuen Rekordständen und einem frischen Rallyeabschnitt manifestieren und bietet hervorragende Chancen auf der Käuferseite.
Unter den europäischen Indizes hat sich klangheimlich der spanische Leitindex IBEX 35 zu dem mit Abstand stärksten Outperformer des Jahres gemausert und markiert seit einigen Tagen wöchentlich neue Rekorde. Dabei hat das Barometer die vorherigen Verlaufshochs aus 2007 gerade erst hinter sich gelassen.
In der Aktie des US-Kosmetikkonzerns Ulta Beauty braut sich etwas zusammen, spannend für mittel- bis langfristig orientierte Anleger. Zuletzt pulverisierte das Unternehmen mit starken Quartalszahlen die Analystenschätzungen und rief abermals Käuferscharen auf den Plan. Dies erlaubte es dem Wertpapier auf neue Rekorde zuzulegen und die Vorgängerhochs aus Anfang 2024 klar hinter sich zu lassen. Ein klassischer Breakout-Kandidat mit hervorragenden Chancen auf der Käuferseite.
Wertpapiere des Industriemaschinenherstellers Dürr befinden sich seit Ende 2023 in einer volatilen Seitwärtsbewegung, die im laufenden Abwärtstrend als Bodenbildungsphase klassifiziert werden kann. Nun nimmt die Aktie einen untergeordneten Abwärtstrend ins Visier, der als Teilfraktal der Bodenbildung entscheidend ist und den Grundstein für eine ausgeprägte Erholung in 2026 legen dürfte. Ein äußerst spannender Wert im Vergleich zu den gehypten Technologieaktien.
Der Speicherspezialist und in Sachen KI unumgängliche Zulieferer bei Rechenzentren, Micron, hat am Donnerstag geradezu fantastische Quartalszahlen und ebenso einen Ausblick abgegeben und die zuletzt fragile Situation rund um die Künstliche Intelligenz ein Stück weit stabilisiert. Zwar machte die Aktie daraufhin einen satten Kurssprung, konnte aber die bisherigen Rekordstände nicht nachhaltig knacken. Technisch könnte dem Wertpapier nun eine ausgewachsene Zwangspause drohen.
Der US-amerikanische Halbleiterindex Philadelphia Semiconductor Index (SOX) hat zuletzt exakt in das projizierte Kursziel, bestehend aus dem 138,2 % Fibo zugelegt und an dieser Stelle im Anschluss ein Doppelhoch ausgebildet. Ein klares Anzeichen für ein Ende der seit nunmehr April dieses Jahres andauernden Kursrallye. Untermauert wird ein Turnaround an dieser Stelle zudem durch die charttechnischen Kursmuster, die lediglich eine dreiwellige Aufwärtsbewegung offenbaren und dadurch eine gesunde Abkühlung im Tech-Sektor ab 2026 bevorstehen könnte.