Call auf TeamViewer: Doppelboden gebildet!
TeamViewer: Zukauf der Softwarefirma 1E könnte Wachstum anfachen!
Wenn es Probleme mit dem Computer bei der Arbeit gibt, kann die TeamViewer-Software den IT-Technikern helfen. Sie können dann aus der Ferne IT-Pannen beheben oder die Server kontrollieren. TeamViewer möchte weiter wachsen und hat deshalb die britische Softwarefirma 1E gekauft. Der Kauf hat 720 Millionen Dollar gekostet. Es ist die größte Übernahme in der Geschichte von TeamViewer. Die Produkte ergänzen sich, wodurch TeamViewer seinen Softwarekunden die Produkte von 1E anbieten kann und vice versa. Die Firma 1E hat ein Programm entwickelt, womit die Firmen alle ihre Computer und Systeme beobachten können. Dazu gehören PCs, Server und Sicherheitskameras. Die Software schaut sich im Hintergrund alle Abläufe an und findet Probleme und Fehler. Sie kümmert sich um Updates und Neustarts, was zur Senkung der Kosten beitragen soll.
Zum Chart
Die Investmentbank Barclays sieht in der Übernahme von 1E einen Wendepunkt für TeamViewer. Durch die Kombination der beiden Plattformen könne der Softwarehersteller ein hochdifferenziertes Angebot entwickeln und damit das Wachstum steigern. Laut Barclays rechtfertigt dies eine Neubewertung des Aktienkurses. Der Aktienkurs hat seit dem Allzeithoch bei 54,85 Euro vom 9. Juli 2020 stark an Terrain verloren. Aktuell notieren die Papiere mit 9,79 Euro nahe dem Allzeittief bei 7,76 Euro aus Ende September 2022. Seit dem Allzeittief hat sich der Kursverlauf leicht erholt und eine Seitwärtsrange ausgebildet, die wiederum in eine schwache Abwärtssequenz gemündet ist. Durch die fundamentale Brille betrachtet, ist die Aktie aktuell noch günstig bewertet. Mit einem erwarteten KGV 2025 bei 11,44 haben die Marktteilnehmer die Wachstumsstory durch die Übernahme von 1E noch nicht eingepreist. Im Gegenteil hat die Aktie kurzfristig aufgrund enttäuschender Quartalszahlen am 6. Mai wieder den Rückwärtsgang eingeschaltet und einen Doppelboden am Level von 8,925 Euro gebildet. Es ist möglich, dass die Bullen in der näheren Zukunft übernehmen. Sollte sich das Wagnis 1E auszahlen, sind positivere Nachrichten zu erwarten, die den Kurs zum Widerstand bei 11,13 Euro nach oben treiben könnten.
TeamViewer SE (Tageschart in Euro) |
Tendenz: |
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Wichtige Chartmarken |
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| Widerstände: | 10,23 // 11,13 Euro |
| Unterstützungen: | 8,925 // 7,991 Euro |
Fazit
Risikobereite Anleger, die von einer steigenden Aktie der TeamViewer SE bis auf 11,13 Euro ausgehen, könnten durch einen Call-Optionsschein (WKN MK9CSX) überproportional mit einem Omega von 2,96 profitieren. Bei angenommener konstant hoher impliziter Volatilität von 54 % und dem Ziel bei 11,13 Euro (2,03 Euro beim Optionsschein) ist bis zum 11.08.2025 eine Rendite von rund 47 % zu erzielen. Fällt der Kurs des Underlyings in dieser Periode auf 8,78 Euro, resultiert daraus ein Verlust von rund 36 % beim Optionsschein. Das Chance-Risiko-Verhältnis beträgt somit 1,3 zu 1, wenn bei 8,78 Euro (0,88 Euro beim Schein) eine Stop-Loss-Order vorgesehen wird.
| Strategie für steigende Kurse | |
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| WKN: | MK9CSX | Typ: | Call-Optionsschein | |
| akt. Kurs: | 1,38 – 1,42 Euro | Emittent: | Morgan Stanley | |
| Basispreis: | 11,50 Euro | Basiswert: | TeamViewer SE | |
| akt. Kurs Basiswert: | 9,74 Euro | |||
| Laufzeit: | 19.06.2026 | Kursziel: | 2,03 Euro | |
| Omega: | 2,96 | Kurschance: | + 47 Prozent | |
| Quelle: Morgan Stanley | ||||
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