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Börse Daily News & Analysen - Rohstoffe/Devisen
In unserem täglich erscheinenden Newsletter "Rohstoffe & Devisen" wird jeden Tag ein interessanter Rohstoff oder ein attraktives Währungspaar für Sie charttechnisch betrachtet. Abgerundet wird die Tradingstrategie durch ein passendes Hebelzertifikat.
In dieser Woche geben eine Reihe von Zentralbanken Auskunft über ihre weitere Geldpolitik, angefangen bei der Fed über die EZB am Donnerstag und schließlich die BoJ am Freitag. Auf die Währung US-Dollar zum japanischen Yen (USD/JPY) dürfte dies einen sichtlichen Effekt haben, wobei vorerst keine Zinsveränderung erwartet wird, aber dennoch durch andere Maßnahmen der Yen abwerten könnte.
Angeblich sollen die Ölexporte aus dem Nahen Osten wieder das Niveau von vor dem Krieg erreicht haben. Reedereien nutzen alternative Routen, um Engstellen wie die Straße von Hormus zu umgehen, die im Konflikt ins Visier geraten ist. Die Öllieferungen durch die Straße von Hormus selbst liegen den Daten zufolge allerdings weiterhin mehr als ein Drittel unter dem Vorkriegsniveau. Trotzdem zeigen sich charttechnisch gewisse Anzeichen für einen weiteren Ölpreisanstieg.
Der Kampf um die Vormachtstellung des Dollars als weltweite Leitwährung ist mit der Intervention auf dem japanischen Währungssektor in eine neue Phase übergegangen. Die Furcht der Amerikaner vor dem Abstoßen größerer Tranchen von US-Staatsanleihen verleitete die USA zur Währungsintervention auf dem japanischen Markt, die allerdings wieder fast vollständig verpufft ist. Nun wertet der Dollar gegenüber dem Yen wieder ungebremst auf und bietet wieder neue Chancen.
Jahrelang galt die Marke von 1,12 Dollar beim Währungspaar Euro zum US-Dollar (EUR/USD) als massive Widerstandszone, an der sich der Wert bis April letzten Jahres die Zähne ausgebissen hatte. Nachdem ein Ausbruch gelungen war, setzte die Währung zuletzt erneut in diesen markanten Unterstützungsbereich zurück und bietet deswegen hervorragende Chancen, an einer technischen Gegenreaktion auf der Oberseite zu partizipieren. Auch die entsprechenden Oszillatoren und Indikatoren sprechen sehr stark für eine baldige Erholung.
Der Höhenflug des japanischen Yen gegenüber dem US-Dollar endete schlagartig Ende Juli, als sowohl Japan als auch die USA am Währungsmarkt interveniert hatten. Nach einer ersten Verkaufswelle bis Anfang August folgte eine zweite Korrekturwelle bis Anfang September, seither wertet der Greenback gegenüber dem Yen wieder deutlich auf und attackiert unmittelbar einen seit Ende Juli bestehenden Abwärtstrend. Der aufgestaute Druck der letzten Tage könnte sich sogar sehr dynamisch zur Oberseite entladen und neue Jahreshochs hervorbringen.
Seit der letzten Kursspitze aus dem Dezember 2025 tendiert das Währungspaar Euro zum Neuseeland-Dollar (EUR/NZD) talwärts. Doch wenn man das Chartbild sehr weit aufspannt und den Zeitraum seit 2015 betrachtet, ergibt sich ein vollkommen anderes, aber dennoch stimmiges Bild. Die aktuelle Konsolidierung könnte eine Konzentration der Kräfte zugunsten der europäischen Gemeinschaftswährung sein.
Während Europas Börsen mit Verlusten in den Mittwochshandel gestartet sind, machten die Rohölpreise auf den Weltmärkten durch deutliche Kursanstiege auf sich aufmerksam. Zuvor hatten die USA und der Iran ihre gegenseitigen Militärschläge fortgesetzt und damit eine neue Eskalation entfacht. Im Endeffekt legte der Rohölpreis für die Nordseesorte Brent Crude über 100 USD je Barrel zu und konnte sogar einen seit Anfang März bestehenden Abwärtstrend dezent überwinden.
Nach einem ersten heftigen Rücksetzer des US-Dollars im Vergleich zum Yen (USD/JPY) Ende Juli folgte daraufhin eine etwas zähe Erholungsphase. Doch am Mittwoch zog erneut ein heftiger Rücksetzer die Aufmerksamkeit auf sich, wodurch aus technischer Sicht nun klare Strukturen geschaffen worden sind, die auf eine weitere Aufwertung des Yen hinweisen. Für erhöhte Volatilität dürften zudem noch die anstehenden Zinsentscheide der Japaner und US-Amerikaner sorgen.