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Börse Daily News & Analysen - Rohstoffe/Devisen
In unserem täglich erscheinenden Newsletter "Rohstoffe & Devisen" wird jeden Tag ein interessanter Rohstoff oder ein attraktives Währungspaar für Sie charttechnisch betrachtet. Abgerundet wird die Tradingstrategie durch ein passendes Hebelzertifikat.
Nach der Korrektur der letzten Monate hat sich das Währungspaar Euro zum US-Dollar (EUR/USD) im Bereich der Vorgängertiefs aus August letzten Jahres erfolgreich stabilisieren können und eine Aufwärtsbewegung eingeleitet. Kurzfristig hängt das Paar jedoch am 200-Tage-Durchschnitt fest, aus technischer Sicht fehlt aber noch eine zweite Kaufwelle und eröffnet damit gute Chancen an einer weiteren Abwertung des US-Dollars zu partizipieren.
Erst vor wenigen Tagen ist der US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen (USD/JPY) über das Vorgängerhoch aus Juli 2024 gesprungen und hat damit ein neues Kapitel aufgeschlagen. Unterdessen laufen die Kurse weiter gen Norden, was eine massive Abwertung der japanischen Landeswährung widerspiegelt. Dabei dürfte der jüngste Ausbruch erst den Auftakt für eine größere Rallye gelegt haben; größere Interventionsmöglichkeiten besitzt die japanische Notenbank nämlich nicht mehr.
Nach wochenlangem Ringen im Bereich von 4.000 USD zeichnet sich beim Gold-Future im noch laufenden Abwärtstrend ein vielversprechender Boden ab, der den Grundstein für eine Trendwende legen könnte. Auffällig sind hierbei die letzten Handelstage, die sich trotz geopolitischer Risiken äußerst robust präsentiert haben und den Preis direkt an die obere Abwärtstrendkanalbegrenzung drücken konnten. Fehlt jetzt nur noch ein nachhaltiger Ausbruch, um ein frisches Kaufsignal zu generieren und damit eine neue Rallyephase zu zünden.
Anfang dieses Monats wurde bei dem Währungspaar Euro zum britischen Pfund (EUR/GBP) auf ein Verkaufssignal durch die erfolgreiche Auflösung einer Schulter-Kopf-Schulter-Formation hingewiesen. Am Mittwoch scheint sich nun der finale Ausverkauf abgespielt zu haben, das Währungspaar notiert an der unteren Begrenzung eines seit Dezember 2024 bestehenden Aufwärtstrends und könnte nun eine technische Gegenreaktion zur Oberseite vollziehen.
Nachdem in der Nacht zum Mittwoch eine Eskalation der beiden Konfliktparteien USA und Iran zu beobachten war, hat sich Rohöl wieder sichtlich verteuert. Exakt im Bereich der Preise vor Kriegsausbruch ist der Rohstoff zur Oberseite abgedreht und wird von den wachsenden Spannungen befeuert. Kurzfristig könnte hieraus ein spannendes, wenn auch nicht ganz risikoloses Investment hervorgehen.
Obwohl in Großbritannien durch den Rücktritt des Premierministers Keir Starmer wieder einmal politische Unsicherheit ausgebrochen ist, präsentiert sich das britische Pfund erstaunlich robust. Im Vergleich zum Euro ergibt sich aus aktuellem Anlass ein technisch sehr interessantes Konstrukt, das sich zum Nachteil der europäischen Gemeinschaftswährung entwickeln könnte.
Langfristig verzeichnet der japanische Yen gegenüber dem US-Dollar (USD/JPY) immense Verluste, was sich in einem jahrzehntelangen Aufwärtstrend manifestiert. Derzeit ist das Paar sogar auf dem Weg, jahrzehntealte Widerstände zu überspringen und damit noch weiter abzuwerten. Die letzten Interventionen der BoJ scheiterten zuletzt spektakulär und verpufften mittlerweile vollständig.
Obwohl sich das Edelmetall Gold noch in einem Abwärtstrend seit dem großen Abverkauf aus Ende Januar aufhält, zeigt der Chart sehr deutliche Stabilisierungstendenzen. Aktuell kämpft das Metall auf Tagesbasis um einen Durchbruch über den 200-Tage-Durchschnitt, um eine zweite Erholungswelle auszubauen. Zeitgleich gehen mit dem Vorgängertief von Ende März sogar ein potenzieller Doppelboden und damit eine Trendwende einher.