Wertpapiere des US-Ölkonzerns Chevron leiden unter den stetig fallenden Ölpreisen und verpassten erst kürzlich die Möglichkeit, aus einem mittelfristigen Abwärtstrend zur Oberseite auszubrechen. In der abgelaufenen Handelswoche markierte Chevron sogar den tiefsten Stand seit Juli 2022, ein weiterer Kursrutsch kann unter den gegebenen Umständen nicht ausgeschlossen werden.
Aktien des US-Technologiekonzerns IBM konnten just in dieser Woche an die Verlaufshochs aus 2013 anknüpfen und diese einem ersten Test unterziehen. An derart markanten Stellen kommen aber überdurchschnittlich häufig Gewinnmitnahmen vor, was auch hier der Fall sein könnte und dadurch Long-Positionen akut enger abgesichert werden sollten oder aber gleich alle Gewinne eingesammelt werden. Zweifelsfall dürfte es an dieser Stelle sehr viel volatiler zugehen als sonst.
Wertpapiere des seit 2015 arg gebeutelten Pharma- und Chemiekonzerns Bayer scheinen ihren Tiefpunkt in den letzten neun Jahren bei rund 25 EUR gefunden zu haben und stecken seither in einer Seitwärtsbewegung fest. Gelingt es den potenziellen Boden in den kommenden Wochen zu aktivieren, könnte sogar eine mehrmonatige Aufwärtsbewegung hieraus hervorgehen.
Anteilsscheine des chinesischen E-Commerce-Anbieters PDD Holdings (Temu) stehen seit zwei Wochen unter enormem Verkaufsdruck und haben sich in den Bereich eines seit Mitte März 2022 bestehenden Aufwärtstrends begeben. Sollte die Verkaufsbereitschaft der Anleger jedoch anhalten, würde sich der Chart weiter eintrüben und entsprechend mittelfristige Short-Chancen generieren.
Um den Volkswagen-Konzern und insbesondere die Kernmarke Volkswagen ist es gerade nicht gut bestellt, die Probleme sind jedoch hausgemacht und die deutschen Werke werden praktisch von ausländischen Einnahmen subventioniert. Vorstand und Aufsichtsrat dürften angesichts der prekären Lage um eine für beide Seiten gütliche Lösung kämpfen - es sind sogar Werksschließungen in Deutschland im Gespräch.
In der verkürzten Handelswoche in den USA deutet die vorbörsliche Indikation des Dow Jones Index auf Verluste hin, die sich bereits zum Teil in Asien und Europa manifestieren. Beim Dow Jones ist jedoch die Lage schwierig, da das Barometer an seiner oberen Aufwärtstrendkanalbegrenzung angelangt ist und droht in diesem Bereich ein Doppelhoch zu etablieren. Steuern nicht Bullen schleunigst dagegen, könnte der September trotz des Wahljahres eine Enttäuschung für Anleger werden.
Kurzfristig herrscht bei der Aktie des Mobilitätsdienstleisters Sixt ein Abwärtstrend und ließ dem Papier bislang kaum Anstiegschancen. Doch das mittelfristige Chartbild scheint sich mit den jüngsten Kursgewinnen und einer potenziellen Umkehrformation nun wieder zu verbessern, obwohl die Kursmuster nach heutigem Wissensstand noch nicht fertig sind.
Anteilsscheine des Techkonzerns Dell konnten im letzten Augenblick einen Aufwärtstrendbruch Anfang August verhindern und sich wieder in geordnete Bahnen einreihen. Dabei könnte die jüngste Aufwärtsbewegung einen Impuls ausgebildet haben, der noch weitaus höhere Notierungen zulässt, wie es aus der technischen Bewertung derzeit hervorgeht.