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Börse Daily News & Analysen - Insight
In unserem täglich erscheinenden Newsletter "Insight" erhalten Sie morgens einen DAX Ausblick. Zudem werden zwei weitere, spannende Basiswerte analysiert. Am Nachmittag, vor US Börseneröffnung, gibt es ein Update auf den DAX plus eine US-Indexanalyse.
Neue Hoffnungen auf eine Entspannung im Nahen Osten haben dem DAX am Donnerstag Rückenwind verliehen. Auslöser waren erneute Äußerungen von US-Präsident Donald Trump, wonach bereits an diesem Wochenende ein Rahmenabkommen mit dem Iran für Friedensverhandlungen geschlossen werden könnte. In der Folge stieg der deutsche Leitindex zeitweise bis an die Marke von 25.000 Punkten und konnte zugleich seinen seit Mitte März bestehenden Aufwärtstrend behaupten.
Zur Wochenmitte hat sich die Stimmung an den internationalen Aktienmärkten eingetrübt. Davon blieb auch der europäische Leitindex EuroStoxx 50 nicht verschont, der sich seit seinen Höchstständen Ende Mai spürbar zurückgezogen hat. Aus charttechnischer Sicht gibt es derzeit jedoch keine Anzeichen für eine nachhaltige Trendwende nach unten. Die bisherigen Kursbewegungen lassen sich vielmehr als normale Konsolidierung nach der vorangegangenen Aufwärtsbewegung einordnen.
Europäische Bankaktien gerieten zur Wochenmitte unter Druck. Besonders die Aktie der Deutschen Bank fiel auf und verlor im Tagesverlauf nahezu vier Prozent an Wert. Auch wenn ein einzelner schwacher Handelstag noch keine Trendwende bedeutet, lohnt sich ein genauerer Blick auf die Entwicklung der vergangenen Monate.
Die Sorgen um eine weitere Eskalation im Nahen Osten haben die Finanzmärkte zur Wochenmitte spürbar belastet. Steigende Ölpreise und Unsicherheit über den weiteren Kurs der Notenbanken sorgten zusätzlich für Zurückhaltung bei den Anlegern. Der DAX geriet daraufhin unter Druck und entfernte sich deutlich von der psychologisch wichtigen Marke von 25.000 Punkten.
Die Aktie des US-Industriekonzerns 3M bewegt sich seit dem Jahreshoch Anfang Februar überwiegend seitwärts. Nach den starken Kursgewinnen der vergangenen Monate scheint der Markt aktuell nach einer neuen Richtung zu suchen. Positiv ist jedoch, dass die Aktie bereits einen kurzfristigen Abwärtstrend auf Wochenbasis überwinden konnte und sich derzeit in einer Phase der Stabilisierung befindet.
Bei der DHL-Aktie hatte sich bereits Anfang Mai ein Ausbruch über das bisherige Hoch aus dem Februar angedeutet. Nach einer kurzen Phase mit schwankenden Kursen knapp unter dieser wichtigen Marke gelang Mitte Mai schließlich der entscheidende Sprung nach oben. Damit wurde ein mittelfristiges Kaufsignal bestätigt, das aktuell Schritt für Schritt umgesetzt wird. Trotz der bereits erzielten Kursgewinne könnte weiteres Aufwärtspotenzial bestehen.
Der neue Monat könnte an den Aktienmärkten für mehr Bewegung sorgen. Anleger richten ihren Blick vor allem auf die anstehenden Zinsentscheidungen der Notenbanken. Da die Inflation zuletzt wieder gestiegen ist, besteht die Möglichkeit, dass die Währungshüter die Zinsen anheben. Höhere Zinsen gelten in der Regel als Belastungsfaktor für Aktienmärkte und könnten die Kurse unter Druck setzen.
Gegen Ende Mai hatten sich die Hoffnungen auf eine Entspannung im Verhältnis zwischen den USA und dem Iran deutlich verstärkt. Zu Beginn der neuen Handelswoche wurden diese Erwartungen jedoch durch die jüngsten militärischen Auseinandersetzungen Israels im Libanon und die anschließende Aussetzung der Gespräche zwischen Washington und Teheran erheblich gedämpft. Die Folge waren spürbare Kursverluste an den Aktienmärkten. Für den MDax kommt diese Entwicklung zu einem ungünstigen Zeitpunkt, da der Index gerade dabei war, ein wichtiges charttechnisches Kaufsignal zu bestätigen.