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Börse Daily News & Analysen - Insight
In unserem täglich erscheinenden Newsletter "Insight" erhalten Sie morgens einen DAX Ausblick. Zudem werden zwei weitere, spannende Basiswerte analysiert. Am Nachmittag, vor US Börseneröffnung, gibt es ein Update auf den DAX plus eine US-Indexanalyse.
Nach den starken Kursverlusten zu Wochenbeginn hat sich der DAX am wichtigen 200-Tage-Durchschnitt sowie knapp oberhalb der unteren Begrenzung seines Abwärtstrendkanals stabilisiert. Am Donnerstag konnte er sogar leicht zulegen. Unterstützt wurden die Märkte weltweit dabei von den sehr guten Quartalszahlen des US-Chipkonzerns NVIDIA, der besonders im Bereich Künstliche Intelligenz stark wächst. Trotzdem ist das noch keine endgültige Entwarnung – und auch kein sicherer Start einer Jahresendrallye.
Am Markt zählt die Aktie des US-Softwarekonzerns Salesforce zu den klaren Underperformern und hat sich seit Beginn dieses Jahres nach einem Doppelhoch entsprechend negativ entwickelt. Aktuell läuft das Wertpapier sogar Gefahr, auf neuerliche Jahrestiefs abzustürzen, noch kann das Vorgängertief aus Anfang August aber Schlimmeres verhindern. Stellt sich nun die Frage, wie lange noch?
In der letzten Woche hatte eine stark abnehmende Liquidität auf dem US-Finanzmarkt für deutliche Umschichtungen unter Investoren gesorgt, sodass sogar eine Notfallsitzung der US-Notenbank Fed mit US-Banken einberufen werden musste. Doch dieses Phänomen lässt sich bereits seit Sommer dieses Jahres beobachten, obwohl die Märkte kürzlich noch frische Rekorde aufgestellt hatten. Dieses Spielchen dürfte jetzt aber ein Ende gefunden haben, wie zahlreiche Brüche von Trendverläufen in den wichtigsten US-Indizes belegen.
Zu Wochenbeginn präsentierte sich der DAX bereits sichtlich geschwächt und steuerte seine Vorwochentiefs und damit eine wichtige Unterstützung, bestehend seit Anfang September an. Die Hoffnung war an dieser Stelle noch groß, dass der Index diesen Bereich als Sprungbrett für einen neuerlichen Anlauf auf seine obere Abwärtstrendbegrenzung nutzt und den Bären ein Schnippchen schlägt. Dies hat allerdings leider nicht funktioniert und das Barometer noch tiefer eingegraben.
Nachdem noch vor wenigen Tagen frische Rekorde beim Dow Jones Index ausgebildet wurden, kam es nur wenig später vorrangig wegen Liquiditätsengpässen in den USA zu deutlichen Mittelabflüssen bei diesem und anderen wichtigen Indizes. Der Abverkauf dauert mittlerweile den vierten Tag an und brachte Verluste unter dem 50-Tage-Durchschnitt hervor. Das nährt nun die Spekulationen um einen Rücklauf auf die Vorgängerhochs aus 2024/2025, bislang aber in einer klassischen 123-Konsolidierung. Zeitnahe Long-Signale lassen sich durch diese Entwicklung derzeit nicht ableiten, vielmehr drängt sich aktuell ein Short-Engagement auf.
Die finanziellen Ausfallraten bei Banken und Gläubigern in den USA nehmen stetig zu und schicken ihre Vorboten voraus. Aber auch hierzulande steigen die Insolvenzen stetig, was sich nun zunehmend an den Finanzmärkten niederschlägt. Beim deutschen Technologieindex TecDAX hat dies zu einem Bruch einer mehrjährigen Unterstützung vor wenigen Tagen geführt, sodass das Barometer nun auf seinen 200-Wochen-Durchschnitt zusteuert. Dort muss das Barometer jedoch nicht zwangsläufig Halt machen!
Der Risikoappetit der Anleger hat zuletzt deutlich gelitten und an den Börsen rund um den Erdball deutliche Verluste ausgelöst. Der Deutsche Aktienindex DAX fiel unter einen wichtigen Support der letzten Monate zurück und testete intraday ausgiebig den 200-Tage-Durchschnitt. Damit wurde ein erstes wichtiges Ziel abgearbeitet, weitere Abschläge sind aber nicht auszuschließen, wobei der Abverkauf nach technischer Lesart schon bald in eine Gegenbewegung übergehen dürfte.
Eine gestiegene Neigung der US-Verbraucher zum Sparen hat bei dem US-Zahlungsabwickler American Express zu empfindlichen Gewinnmitnahmen geführt, nachdem in der abgelaufenen Woche noch ein frisches Rekordhoch aufgestellt werden konnte. Zwar geht aus der Kursentwicklung der letzten Tage noch kein vollwertiges Umkehrsignal hervor, dennoch sollten sich Anleger auf eine kurze Zwischenpause in Form einer klassischen 123-Konsolidierung einstellen.