Täglich neue Aktientipps, Technische Analysen und Trading-Knowhow von Börsenexperten
Börse Daily News & Analysen - Insight
In unserem täglich erscheinenden Newsletter "Insight" erhalten Sie morgens einen DAX Ausblick. Zudem werden zwei weitere, spannende Basiswerte analysiert. Am Nachmittag, vor US Börseneröffnung, gibt es ein Update auf den DAX plus eine US-Indexanalyse.
Praktisch die gesamte letzte Woche über stand der deutsche Leitindex DAX unter Druck und verlor auf Wochensicht in der Spitze etwas mehr als vier Prozent an Wert und begab sich im Freitagshandel auf das runde Kursniveau von 23.000 Punkten. Erst in diesem Bereich sprangen die Notierungen wieder zur Oberseite signifikant an, konnten trotz positiver Signale von einigen US-Notenbankern aber nicht mehr den Sprung zurück über den 200-Tage-Durchschnitt schaffen. Aus technischer Sicht liegt der DAX jetzt aber auf einer Kreuzunterstützung auf, die zu Beginn dieser Woche durchaus als ausbaufähig zu bewerten ist.
Walmart, einer der größten Handelskonzerne weltweit, hat im letzten Quartal besser abgeschnitten als erwartet. Das sorgte am Donnerstag für einen deutlichen Kurssprung der Aktie. Gleichzeitig hat das Unternehmen seine Umsatz- und Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr angehoben – ein weiterer positiver Überraschungseffekt. Nach dem starken Handelstag am Donnerstag könnten in den nächsten Tagen sogar neue Rekordhöhen bei der Walmart-Aktie möglich sein.
Auch die bisher relativ starke Aktie des Triebwerksherstellers MTU Aero Engines gerät inzwischen unter Druck. Seit einigen Tagen kämpft sie damit, ihre seit Monaten bestehende Seitwärtszone zu halten und droht nun nach unten auszubrechen. Aktuell hält sie sich noch knapp über dem 200-Tage-Durchschnitt. Doch wenn die Finanzmärkte weiter schwächeln, könnte das die Aktie deutlich nach unten ziehen.
Nach den starken Kursverlusten zu Wochenbeginn hat sich der DAX am wichtigen 200-Tage-Durchschnitt sowie knapp oberhalb der unteren Begrenzung seines Abwärtstrendkanals stabilisiert. Am Donnerstag konnte er sogar leicht zulegen. Unterstützt wurden die Märkte weltweit dabei von den sehr guten Quartalszahlen des US-Chipkonzerns NVIDIA, der besonders im Bereich Künstliche Intelligenz stark wächst. Trotzdem ist das noch keine endgültige Entwarnung – und auch kein sicherer Start einer Jahresendrallye.
Am Markt zählt die Aktie des US-Softwarekonzerns Salesforce zu den klaren Underperformern und hat sich seit Beginn dieses Jahres nach einem Doppelhoch entsprechend negativ entwickelt. Aktuell läuft das Wertpapier sogar Gefahr, auf neuerliche Jahrestiefs abzustürzen, noch kann das Vorgängertief aus Anfang August aber Schlimmeres verhindern. Stellt sich nun die Frage, wie lange noch?
In der letzten Woche hatte eine stark abnehmende Liquidität auf dem US-Finanzmarkt für deutliche Umschichtungen unter Investoren gesorgt, sodass sogar eine Notfallsitzung der US-Notenbank Fed mit US-Banken einberufen werden musste. Doch dieses Phänomen lässt sich bereits seit Sommer dieses Jahres beobachten, obwohl die Märkte kürzlich noch frische Rekorde aufgestellt hatten. Dieses Spielchen dürfte jetzt aber ein Ende gefunden haben, wie zahlreiche Brüche von Trendverläufen in den wichtigsten US-Indizes belegen.
Zu Wochenbeginn präsentierte sich der DAX bereits sichtlich geschwächt und steuerte seine Vorwochentiefs und damit eine wichtige Unterstützung, bestehend seit Anfang September an. Die Hoffnung war an dieser Stelle noch groß, dass der Index diesen Bereich als Sprungbrett für einen neuerlichen Anlauf auf seine obere Abwärtstrendbegrenzung nutzt und den Bären ein Schnippchen schlägt. Dies hat allerdings leider nicht funktioniert und das Barometer noch tiefer eingegraben.
Nachdem noch vor wenigen Tagen frische Rekorde beim Dow Jones Index ausgebildet wurden, kam es nur wenig später vorrangig wegen Liquiditätsengpässen in den USA zu deutlichen Mittelabflüssen bei diesem und anderen wichtigen Indizes. Der Abverkauf dauert mittlerweile den vierten Tag an und brachte Verluste unter dem 50-Tage-Durchschnitt hervor. Das nährt nun die Spekulationen um einen Rücklauf auf die Vorgängerhochs aus 2024/2025, bislang aber in einer klassischen 123-Konsolidierung. Zeitnahe Long-Signale lassen sich durch diese Entwicklung derzeit nicht ableiten, vielmehr drängt sich aktuell ein Short-Engagement auf.