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Börse Daily News & Analysen - Insight
In unserem täglich erscheinenden Newsletter "Insight" erhalten Sie morgens einen DAX Ausblick. Zudem werden zwei weitere, spannende Basiswerte analysiert. Am Nachmittag, vor US Börseneröffnung, gibt es ein Update auf den DAX plus eine US-Indexanalyse.
Zu Wochenbeginn präsentierte sich der DAX bereits sichtlich geschwächt und steuerte seine Vorwochentiefs und damit eine wichtige Unterstützung, bestehend seit Anfang September an. Die Hoffnung war an dieser Stelle noch groß, dass der Index diesen Bereich als Sprungbrett für einen neuerlichen Anlauf auf seine obere Abwärtstrendbegrenzung nutzt und den Bären ein Schnippchen schlägt. Dies hat allerdings leider nicht funktioniert und das Barometer noch tiefer eingegraben.
Nachdem noch vor wenigen Tagen frische Rekorde beim Dow Jones Index ausgebildet wurden, kam es nur wenig später vorrangig wegen Liquiditätsengpässen in den USA zu deutlichen Mittelabflüssen bei diesem und anderen wichtigen Indizes. Der Abverkauf dauert mittlerweile den vierten Tag an und brachte Verluste unter dem 50-Tage-Durchschnitt hervor. Das nährt nun die Spekulationen um einen Rücklauf auf die Vorgängerhochs aus 2024/2025, bislang aber in einer klassischen 123-Konsolidierung. Zeitnahe Long-Signale lassen sich durch diese Entwicklung derzeit nicht ableiten, vielmehr drängt sich aktuell ein Short-Engagement auf.
Die finanziellen Ausfallraten bei Banken und Gläubigern in den USA nehmen stetig zu und schicken ihre Vorboten voraus. Aber auch hierzulande steigen die Insolvenzen stetig, was sich nun zunehmend an den Finanzmärkten niederschlägt. Beim deutschen Technologieindex TecDAX hat dies zu einem Bruch einer mehrjährigen Unterstützung vor wenigen Tagen geführt, sodass das Barometer nun auf seinen 200-Wochen-Durchschnitt zusteuert. Dort muss das Barometer jedoch nicht zwangsläufig Halt machen!
Der Risikoappetit der Anleger hat zuletzt deutlich gelitten und an den Börsen rund um den Erdball deutliche Verluste ausgelöst. Der Deutsche Aktienindex DAX fiel unter einen wichtigen Support der letzten Monate zurück und testete intraday ausgiebig den 200-Tage-Durchschnitt. Damit wurde ein erstes wichtiges Ziel abgearbeitet, weitere Abschläge sind aber nicht auszuschließen, wobei der Abverkauf nach technischer Lesart schon bald in eine Gegenbewegung übergehen dürfte.
Eine gestiegene Neigung der US-Verbraucher zum Sparen hat bei dem US-Zahlungsabwickler American Express zu empfindlichen Gewinnmitnahmen geführt, nachdem in der abgelaufenen Woche noch ein frisches Rekordhoch aufgestellt werden konnte. Zwar geht aus der Kursentwicklung der letzten Tage noch kein vollwertiges Umkehrsignal hervor, dennoch sollten sich Anleger auf eine kurze Zwischenpause in Form einer klassischen 123-Konsolidierung einstellen.
Namhafte Adressen wie Softbank und der CEO selbst haben sich zuletzt komplett und in Teilen von ihren Aktienpaketen bei NVIDIA getrennt und folgen dem Trend zahlreicher anderer Großinvestoren. Die NVIDIA-Aktie hat seit ihren Rekordständen aus Ende Oktober knapp 15 Prozent an Wert verloren und droht sogar einen kurzfristigen Aufwärtstrend auf der Unterseite zu verlassen, wodurch eine größere Konsolidierung ausgelöst werden könnte. Zeitgleich sorgen sich institutionelle Anleger um ihr getätigtes Investment im KI-Sektor.
Am Freitag hat die US-Notenbank Fed eine Notfallsitzung abgehalten und recht risikoreiche Assets in die Verlustzone geschickt. Aber auch der Gesamtmarkt blieb von den Verlusten nicht verschont, der DAX markierte den tiefsten Stand seit Freitag vorletzter Woche und hat sich weiter von seiner Marke von rund 24.000 Punkten zur Unterseite entfernt. Die Notfallsitzung der Fed schürt Befürchtungen um einen Liquiditätsengpass im System, was auch zu Beginn dieser Woche wieder Thema ist und sichtlich auf die Stimmung der Anleger gedrückt hat.
Übergeordnet hält sich das Wertpapier des Ölmultis Chevron seit Ende 2022 noch in einem flacheren Aufwärtstrend auf, die Kursentwicklung seit Sommer dieses Jahres lässt aber Rückschlüsse auf einen bevorstehenden Ausbruch darüber zu. In den letzten Wochen hat sich zudem noch eine vielversprechende inverse SKS-Formation hinzugesellt, die schon bald bei weiteren Kapitalzuflüssen erfolgreich auf der Oberseite aufgelöst werden könnte und dadurch den Grundstein für einen Rallyeauftakt legen dürfte.