Täglich neue Aktientipps, Technische Analysen und Trading-Knowhow von Börsenexperten
Börse Daily News & Analysen - Insight
In unserem täglich erscheinenden Newsletter "Insight" erhalten Sie morgens einen DAX Ausblick. Zudem werden zwei weitere, spannende Basiswerte analysiert. Am Nachmittag, vor US Börseneröffnung, gibt es ein Update auf den DAX plus eine US-Indexanalyse.
Die Diskussion über eine strengere Regulierung von Künstlicher Intelligenz hat zu Wochenbeginn für Unruhe an den Börsen gesorgt. Vor allem Aktien aus dem Chipsektor gerieten unter Druck, nachdem es zuletzt einige unerwartete Entwicklungen rund um KI gegeben hatte. Klassische Softwareunternehmen konnten dagegen überdurchschnittlich stark vom Interesse der Anleger profitieren.
Bei der Allianz-Aktie zeigten sich bereits gegen Ende August erste Warnsignale. Sowohl der MACD als auch der RSI bildeten sogenannte bärische Divergenzen aus. Das bedeutet vereinfacht gesagt: Während der Aktienkurs weiter stieg, ließ die Dynamik hinter dem Anstieg bereits nach. Trotzdem setzte die Aktie ihren Aufwärtstrend zunächst fort. Inzwischen hat sich das Bild verändert. In den vergangenen Tagen kam es zu einer ersten Verkaufswelle, die den Kurs bis in den Bereich des 50-Tage-Durchschnitts geführt hat. Dieser konnte zunächst für etwas Stabilität sorgen. Aus charttechnischer Sicht könnte allerdings noch eine zweite Korrekturwelle folgen, die zu einem weiteren deutlichen Kursrückgang führen könnte.
Die Aktie von DHL befindet sich weiterhin in einer Korrektur und bewegt sich dabei innerhalb eines nach unten gerichteten Keils. Größere Kursbewegungen lassen bislang auf sich warten. Anfang dieses Monats konnte die Aktie allerdings einen vielversprechenden Doppelboden ausbilden. Dieses charttechnische Signal könnte sich als Sprungbrett erweisen und der Aktie dabei helfen, den aktuellen Abwärtstrend nach oben zu verlassen. Gelingt das, könnte daraus ein neues Kaufsignal entstehen.
Der deutsche Leitindex DAX hat die vergangene Woche mit einem Minus von 1,83 Prozent beendet. Dabei fiel der Index deutlich bis in den Bereich seiner Frühjahrshochs zurück. Am letzten Handelstag gelang jedoch eine Erholung: Der DAX bildete eine positive Tageskerze und konnte den wichtigen Bereich auf Wochenbasis verteidigen. Trotzdem bleibt die Unsicherheit unter den Anlegern deutlich spürbar. Aus charttechnischer Sicht scheint das kurzfristige Korrekturpotenzial auf Tagesbasis zunächst weitgehend ausgeschöpft zu sein. Gleichzeitig bleibt die Frage nach einer sicheren Ölversorgung das zentrale Thema an den Märkten.
Seit dem markanten Doppelhoch aus August dieses Jahres hat die BlackRock-Aktie rund zehn Prozent an Wert verloren. Dabei ist das Papier erneut in die Nähe seines 200-Tage-Durchschnitts gerutscht. Diese Entwicklung war nach dem erfolgreichen Ausbruch aus einem längeren Abwärtstrend durchaus zu erwarten. Nun könnte sich die Aktie wieder für Anleger interessant machen, die auf weiter steigende Kurse setzen.
Während die Schwankungen an den Finanzmärkten zuletzt deutlich zugenommen haben und viele Anleger ihre Positionen neu ausrichten, gibt es auch Aktien, die sich diesem negativen Trend widersetzen. Dazu gehört derzeit die Aktie der Deutschen Börse. Sie versucht weiterhin, die Maihochs nachhaltig zu überwinden. Am Donnerstag zeigte das Papier dabei besondere Stärke und entwickelte sich gegen den allgemeinen Markttrend.
Nach dem bereits schwachen Start in die Woche hat der DAX am Donnerstag seine Talfahrt fortgesetzt. Auslöser waren unter anderem die US-Erzeugerpreise. Der deutsche Leitindex bewegte sich weiter in Richtung der Frühjahrshochs und unterschritt diese sogar leicht. Jetzt kommt es darauf an, ob sich der DAX schnell stabilisieren kann. Gelingt das nicht, könnte sich der jüngste Anstieg auf neue Rekordstände im Nachhinein als Fehlsignal erweisen. In diesem Fall wäre auch eine länger andauernde Korrektur möglich. Für neue Impulse sorgen heute erneut die USA – diesmal stehen die Verbraucherpreise im Mittelpunkt.
Der deutschen Automobilbranche geht es zweifellos nicht gut. Sinkende Absatz- und Umsatzzahlen sowie nur geringe Gewinne belasten die Aktien der großen Hersteller. Auch die BMW-Aktie bekam diese Entwicklung deutlich zu spüren und fiel in den Sommermonaten auf den tiefsten Stand seit Oktober 2022. In diesem Bereich konnte sich der Kurs jedoch sichtbar stabilisieren. Sollte es BMW gelingen, die jüngste Erholung fortzusetzen und damit den im Sommer entstandenen Boden weiter auszubauen, könnte sich daraus eine interessante Chance für Anleger ergeben.