In dem durch US-Präsident Donald Trump ausgelösten Zollchaos lauteten die größten Verlierer zuletzt noch Tesla und Apple sowie eine Reihe von Techkonzernen. Als der Staatschef gestern die kurzzeitig eingeführten Zölle um 90 Tage per Sofortdekret wieder ausgesetzt hatte, schossen die Verlierer regelrecht in den Himmel und holten einige Verluste der letzten Tage wieder auf. Auf China sind die Zölle jedoch bestehen geblieben, was sich immer noch negativ auf die Bilanz von Apple auswirken dürfte, wenn nicht noch eine Ausnahmeregelung gefunden wird.
Im Handelszoff zwischen China und den USA zeichnet sich aktuell eine Eskalation zwischen den wirtschaftlich stärksten Ländern dieser Erde ab. Bislang will keiner der beiden Seiten zurückweichen und überziehen sich mit weiteren Zöllen. Für China, das ein Wachstum von mindestens fünf Prozent jährlich benötigt, könnte dies schlimmer enden, worauf der festland-chinesische Aktienindex CSI 300 hinweist.
Seit den Rekordständen aus Anfang 2022 hat das Wertpapier des US-Discounters Dollar Tree rund 65 Prozent an Wert verloren und sich auf die Tiefstände aus dem Zeitraum zwischen 2015 und 2020 talwärts begeben. Schon seit Monaten läuft in diesem Bereich eine Stabilisierung, die mittelfristig in einen Boden münden könnte und dadurch hervorragende Long-Chancen auf Sicht der nächsten Monate bietet. Noch allerdings sollte erst ein nachhaltiges Kaufsignal durch die Auflösung der aktuellen Schiebephase abgewartet werden.
Auf einen schwarzen Donnerstag und Freitag in der vergangenen Woche folgte ein rabenschwarzer Montag mit einem temporären Abschlag von rund sieben Prozent beim EuroStoxx 50 Index. Einen kleinen Teil der Verluste konnte das Barometer bereits aufholen, das Zeichen für die nächsten Wochen wurde aber gesetzt und verheißt nichts Gutes für die Aktienmärkte.
Die US-Märkte befinden sich derzeit in einem krassen Ausverkauf, darunter finden sich als größte Verlierer Technologiewerte. Auch Dell blieb von dem Sell-Off nicht verschont und begab sich in den letzten Stunden in den Bereich des 200-Wochen-Durchschnitts talwärts. An solch markanten Schlüsselunterstützungen kommt es häufig zu einer technischen Gegenbewegung, die bei dieser Aktie zwingend eingeplant werden sollte. Übergeordnet aber ist der Weg für das Papier weiter gen Süden vorgezeichnet.
Sportartikelhersteller gehören am Donnerstag zu den größten Verlierern an den Aktienmärkten, darunter auch das Wertpapier von Adidas. Bis zur letzten Woche klammerte sich der Wert noch an seinem seit Ende 2022 bestehenden Aufwärtstrend, musste jedoch wegen den beschlossenen Einfuhrzöllen in die USA deutliche Verluste einstecken und hat dadurch einen Aufwärtstrendbruch vollzogen. Wenn die Adidas-Aktie jetzt das 38,2 % Fibo nicht rettet, dürften weitere schmerzhafte Abschläge zu verkraften sein.
Wertpapiere des chinesischen Onlinehändlers Alibaba haben sich zuletzt sehr stark entwickelt und den für ein Kaufsignal wichtigen Kauftrigger auf Wochen- und Monatsschlusskursbasis überwunden. Dadurch erhält der in gut drei Jahren aufgebaute Boden nun vollwertige Gültigkeit und eignet sich daher für ein längerfristiges Long-Engagement bei einer weiter anziehenden Wirtschaft in China.
Anteilsscheine des US-Konsumgüterkonzerns Johnson & Johnson zeigen zu Beginn dieser Woche klare Erholungstendenzen, wird am Dienstag vorbörslich jedoch etwas leichter taxiert. Die Barriere bestehend seit August letzten Jahres hat daher immer noch Bestand und muss für ein Folgekaufsignal nach einem Aufwärtstrendbruch unbedingt überwunden werden. Die Anzeichen hierfür verdichten sich zunehmend!