Trump fährt ganz große Geschütz auf

WTI: Spielball der Geopolitik


In dem Konflikt zwischen den USA und dem Iran liegt ein zentraler Streitpunkt darin, dass der Iran auf die Urananreicherung verzichtet. Zwar zeigt sich das Land im Nahen Osten verhandlungsbereit, zeitgleich aber haben die USA einen zweiten Flugzeugträger in die Region verlegt. Besonders Rohöl reagiert sehr sensibel auf das Säbelrasseln und konnte zu Wochenmitte sichtlich an Wert zugewinnen. Beobachter gehen unterdessen von sehr hohem Konfliktpotenzial aus, was den Schmierstoff der Weltwirtschaft in den nächsten Tagen weiter befeuern könnte.

Obwohl Washington und Teheran jüngst in Genf ihre Atomgespräche fortgesetzt haben, erhöht US-Präsident Trump durch die Verlegung eines zweiten Flugzeugträgers in den neuen Osten den Druck auf Teheran weiter. Nach einer kurzen Militärübung durch den Iran in der Straße von Hormus hat der Aufwärtsdruck auf den Schmierstoff der Weltwirtschaft in den letzten Tagen wieder sichtlich zugenommen und lässt hierdurch eine Zuspitzung des Konflikts erahnen. US-Vertreter hatten zudem gesagt, das Militär bereite sich auf eine mögliche längere Militäraktion vor, sollten die Gespräche scheitern. Zudem wollen die USA auch über das iranische Raketenprogramm verhandeln, was Teheran strikt ablehnt. Eine sehr explosive Mischung im Ölsektor, was einen weiteren Preisaufschwung auslösen könnte und auch aus technischer Seite, Unterstützung bekommt.

In Bull-Flag unterwegs

 

Aktuell befindet sich Rohöl der US-Sorte WTI in einem Widerstandsbereich zwischen 64,15 und 65,65 US-Dollar und läuft seit einigen Tagen grob seitwärts mit einer leichten Abwärtstendenz. Solche charttechnischen Formationen werden häufig als bullische Flagge interpretiert und könnte auch hier bei einem erfolgreichen Ausbruch auf der Oberseite ein weiteres Kaufsignal bis an einen übergeordneten Abwärtstrend im Bereich von 68,40 US-Dollar generieren und würde sich folglich für ein Engagement auf der Long-Seite anbieten. Dazu muss aber nachhaltig der Bereich um 65,85 US-Dollar überwunden werden. Gerät der Rohstoff dagegen stärker unter Druck und rutscht auf Tagesbasis unter 61,65 US-Dollar ab, müssten empfindliche Abschläge in den etwas stärkeren Unterstützungsbereich um 58,86 US-Dollar zwingend eingeplant werden. Welchen Weg der Rohstoff letztlich einschlägt, hängt stark vom Ergebnis der Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran ab.

WTI-Öl-Future (Tageschart in US-Dollar)

Tendenz:

Wichtige Chartmarken

Widerstände: 65,65 // 66,48 // 67,33 // 68,40 US-Dollar
Unterstützungen: 61,87 // 61,01 // 59,83 // 58,86 US-Dollar

Fazit

 

Aus technischer Sicht bahnt sich derzeit ein weiteres Kaufsignal bei WTI an, oberhalb von 65,85 US-Dollar könnte ein weiterer Aufschwung bis auf 68,40 US-Dollar erfolgen und würde sich für ein Engagement auf der Käuferseite anbieten. Hierzu könnte dann beispielsweise das mit einem Hebel von 14 ausgestattete Open End Turbo Long Zertifikat WKN DU7RM4 zum Einsatz kommen und würde am Ende eine Renditechance von 65 Prozent bieten. Ziel des Scheins wurde bei 6,52 Euro errechnet. Eine Verlustbegrenzung sollte vorläufig aber den Bereich von 64,10 US-Dollar gemessen am Basiswert nicht überschreiten, im Schein würde sich hieraus ein entsprechender Stopp-Kurs von 2,88 Euro ergeben. Als Anlagehorizont dürften hierbei nur wenige Tage ausreichend sein, sodass eine engmaschige Beobachtung des Basiswertes zwingend erforderlich sein wird.

Strategie für steigende Kurse
WKN: DU7RM4 Typ: Open End Turbo Long
akt. Kurs: 3,88 - 3,89 Euro Emittent: DZ Bank
Basispreis: 60,47 US-Dollar Basiswert: WTI-Öl-Future
KO-Schwelle: 60,47 US-Dollar akt. Kurs Basiswert: 65,28 US-Dollar
Laufzeit: Open End Kursziel: 6,52 Euro
Hebel: 13,99 Kurschance: + 65 Prozent
Quelle: DZ Bank


Bei Mini Future und Open End Turbo findet aufgrund der unbegrenzten Laufzeit eine ständige Anpassung von Basispreis und Barriere statt. Ebenso können sich Basispreis und Barriere beim Wechsel auf den nächstfälligen Future ändern. Weitere Informationen finden sich auf der Produktseite des Emittenten.


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