BASF: Kurs bricht ein!
BASF SE: Angriff auf den Iran belastet BASF im Besonderen!
Die Marktteilnehmer reagierten am gestrigen Dienstag verunsichert, vor allem wegen der weiter steigenden Öl- und Gaspreise. Ursache ist die ungesicherte Situation auf der für den Export von Öl und Flüssiggas bedeutenden Schifffahrtsstraße von Hormus. Dabei sind zwei Szenarien denkbar: Die US-Administration orientiert sich bei ihrem Vorgehen an der Strategie in Venezuela. Ein Argument hierfür ist die Aussage des Kriegsministers Pete Hegseth, keine Regimeänderung im Iran anzustreben und damit die Kampfhandlungen frühzeitig zu beenden. Demgegenüber spricht ein mögliches Ziel, das iranische Atomwaffenprogramm zu zerstören und die iranische Führung so weit zu schwächen, dass für den Nahen und Mittleren Osten keine Gefahr mehr besteht, gegen einen raschen Kriegsverlauf. Für BASF wäre das zweite Szenario besonders belastend, da günstige fossile Energieträger für die chemischen Prozesse des Unternehmens essenziell sind.
Zum Chart
Die Aktie von BASF erreichte ihr Allzeithoch am 19. Januar 2018 bei 98,80 Euro und überschritt dabei ihren Zenit. Anschließend sank der Kurs allmählich ab, bis sich ab November 2022 eine Seitwärtsbewegung entwickelte. Die untere Begrenzung dieser Seitwärtsrange liegt bei 37,88 Euro, was dem Niveau während der Pandemie beziehungsweise dem Stand Anfang 2010 entspricht. Die obere Begrenzung wird durch den Widerstand bei 53,92 Euro definiert. Die Seitwärtsrange bleibt bestehen, wobei der Kurs auf die Kriegshandlungen im Nahen Osten reagiert und in die untere Hälfte der Range fällt. Kürzlich wurde die untere Begrenzung nach der Unterbrechung am sogenannten Liberation Day getestet (Anfang April 2025). Im ungünstigsten Fall könnte der Kurs erneut auf das Niveau von 37,88 Euro absinken. Derzeit trifft der Kurs auf das Niveau der 200-Tage-Linie, wo eine stärkere Nachfrage erkennbar ist. Zudem wurde die Unterstützung bei 45,02 Euro im Tagesverlauf kurzzeitig unterschritten. Fundamental betrachtet liegen die erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnisse (KGV) für die Jahre 2026 bis 2028 über den historischen Werten, was auf eine leichte Überbewertung der Aktie hinweist. Auch aus dieser Perspektive besteht Potenzial für eine weitere Korrektur.
Fazit
Der Aktienkurs von BASF hat in den vergangenen zwei Tagen aufgrund der Kriegshandlungen im Nahen Osten deutliche Verluste verzeichnet.
Mit einem Open End Turbo Short (WKN JJ39QS) könnten risikofreudige Anleger, die einen fallenden Kurs der Aktie der BASF SE in den nächsten Tagen erwarten, überproportional von einem Hebel in Höhe von 3,50 profitieren. Das Ziel sei bei 41,25 Euro angenommen (1,67 Euro beim Derivat). Der Abstand zur Knock-Out-Barriere beträgt 27 Prozent. Der Einstieg in diese spekulative Position bietet sich dabei stets unter der Beachtung eines risikobegrenzenden Stoppkurses an.
Dieser könnte beim Basiswert bei 48,16 Euro platziert werden. Im Open End Turbo Short ergibt sich daraus ein Stoppkurs von 0,98 Euro. Für diese spekulative Idee beträgt das Chance-Risiko-Verhältnis dann 1,6 zu 1.
| Strategie für fallende Kurse | |
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|---|---|---|---|---|
| WKN: | JJ39QS | Typ: | Open End Turbo Short | |
| akt. Kurs: | 1,23 – 1,24 Euro | Emittent: | JP Morgan | |
| Basispreis: | 57,91 Euro | Basiswert: | BASF SE | |
| KO-Schwelle: | 57,91 Euro | akt. Kurs Basiswert: | 45,43 US-Dollar | |
| Laufzeit: | Open End | Kursziel: | 1,67 Euro | |
| Hebel: | 3,50 | Kurschance: | + 35 Prozent | |
| Quelle J.P. Morgan | ||||
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