Call auf Adidas: Intraday Reversal?

Adidas AG: Bodenbildung im Gange!


Der Kursverlauf der Adidas-Aktie ist nach dem enttäuschenden Ausblick für das Geschäftsjahr 2026 stark gefallen. Am gestrigen Donnerstag sorgten Contrarians wie der CEO Björn Gulden erneut für einen deutlichen Kursanstieg. Der erwarteten Absatzsteigerung infolge der Fußball-Weltmeisterschaft in Nordamerika stehen Einfuhrzölle in die USA von 15 Prozent gegenüber.

Adidas veröffentlichte am Mittwoch, dem 4. März 2026, die Zahlen zum Jahresabschluss 2025. Die in diesem Zusammenhang bekanntgegebenen Prognosen für das Jahr 2026 ließen den Aktienkurs am selben Tag auf den tiefsten Stand seit drei Jahren fallen. Intraday ging der Kurs um mehr als acht Prozent auf knapp 134,85 Euro zurück. Seit Ende 2025 hat der Kurs damit rund 20 Prozent verloren. Durch die jüngsten Verluste hat sich der Börsenwert des DAX-Konzerns vom partiellen Höchststand am 13. Februar 2025 bei 263,80 Euro nahezu auf weniger als 25 Milliarden Euro halbiert. Diese Kapitulation der Marktteilnehmer am Mittwoch dieser Woche führte zu einem Aktienkauf durch CEO Björn Gulden im Wert von 500.711 Euro, dessen Vorbild wahrscheinlich zur Stabilisierung des Kurses beitrug.

Zum Chart

In diesem Zusammenhang besteht die Möglichkeit, dass die Absatzprognose für Produkte mit den drei Streifen im Fußball-WM-Jahr 2026 zu konservativ angesetzt wurde. Dies könnte ein weiterer Grund für CEO Björn Gulden gewesen sein, Adidas-Aktien zum Durchschnittspreis von 140,58 Euro zu erwerben. Zu diesem Kursniveau wurden die Aktien zuletzt Anfang 2023 gehandelt. Aktuell notieren die Aktien mit 145,10 Euro wieder höher. Gegenüber dem am 13. Februar 2025 erreichten Jahreshoch von 263,80 Euro ist der Börsenwert des Dax-Konzerns damit um rund 44 Prozent gesunken. Das Tief vom vergangenen Mittwoch bei 134,85 Euro lag deutlich unter der 200-Tage-Linie und deutet auf den Status überverkauft hin. Die anschließende Gegenbewegung nach oben kann als natürliche Reaktion betrachtet werden. Längerfristig spielt das US-Zollproblem eine Rolle. Es ist denkbar, dass auch der zweite Versuch der US-Administration, Einfuhrzölle zu verhängen, vom Supreme Court aufgehoben wird. In diesem Fall müssten die bereits gezahlten Zölle erstattet werden. Das durch die höheren Preise verursachte Absatzminus würde jedoch bestehen bleiben. Trotz dieser Unsicherheiten hat der Kurs des Sportartikelherstellers ein Niveau erreicht, bei dem langfristig orientierte Marktteilnehmer wieder zu Käufen greifen. Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) für 2026 liegt derzeit bei 13,86 und entspricht dem niedrigsten Wert der vergangenen zehn Jahre.

Adidas AG (Tageschart in Euro)

Tendenz:

Wichtige Chartmarken

Widerstände: 150,40 // 160,75 Euro
Unterstützungen: 142,55 // 134,85 Euro

Fazit

Risikofreudige Anleger, die von einer steigenden Aktie der Adidas AG bis auf 164,75 Euro ausgehen, könnten durch einen Call-Optionsschein (WKN FD3R9P) überproportional mit einem Omega von 3,82 profitieren. Bei angenommener konstant hoher impliziter Volatilität von 37 % und dem Ziel bei 164,75 Euro (3,30 Euro beim Optionsschein) ist bis zum 07.04.2026 eine Rendite von rund 50 % zu erzielen. Fällt der Kurs des Underlyings in dieser Periode auf 132,85 Euro, resultiert daraus ein Verlust von rund 32 % beim Optionsschein. Das Chance-Risiko-Verhältnis beträgt somit 1,55 zu 1, wenn bei 132,85 Euro (1,49 Euro beim Schein) eine Stop-Loss-Order vorgesehen wird.

Strategie für steigende Kurse
WKN: FD3R9P Typ: Call-Optionsschein
akt. Kurs: 2,10 – 2,12 Euro Emittent: Société Générale
Basispreis: 150,00 Euro Basiswert: Adidas AG
akt. Kurs Basiswert: 145,10 Euro
Laufzeit: 18.06.2027 Kursziel: 3,30 Euro
Omega: 3,82 Kurschance: + 50 Prozent
Quelle: Société Générale



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