Put auf Microsoft: Aktie angeschlagen!

Microsoft: Softwarefirmen unter Druck!


Die Aktie der Microsoft Corporation ist seit ihrem Allzeithoch Ende Juli 2025 um rund 28 Prozent gefallen. Ursache hierfür ist die veränderte Einschätzung der Marktteilnehmer hinsichtlich der Investitionen in Rechenzentren. Zudem belastet die erwartete Wertminderung von Softwareprodukten durch effizienteres KI-gestütztes Softwareengineering den Aktienkurs.

Die Rotation an den Märkten setzt sich fort. Besonders bemerkenswert ist die zunehmende Angst vor Künstlicher Intelligenz (KI), die dazu führt, dass Anleger vermehrt aus Softwareaktien aussteigen. Aktuell gerät Microsoft aus zwei Gründen unter Druck: Zum einen verliert Software an Wert, da sie künftig durch KI deutlich kostengünstiger produziert werden kann. Zum anderen hat sich die Marktstimmung bei Investitionen in Rechenzentren deutlich eingetrübt. Die derzeitige Einschätzung der Marktteilnehmer deutet darauf hin, dass das in Rechenzentren investierte Kapital künftig nur begrenzt zurückfließen wird. Dennoch gilt bei den großen US-Technologiekonzernen weiterhin das Prinzip „The winner takes it all“, weshalb weiterhin erhebliche Mittel für den Ausbau von Rechenzentren bereitgestellt werden.

Zum Chart

Die Aktie der Microsoft Corporation zählt in den vergangenen zehn Jahren zu den Top-Performern. Zum gestrigen Kursniveau beträgt die Gesamtrendite knapp 700 Prozent. Seit Anfang 2022 wurde die zuvor nahezu kontinuierliche Kurssteigerung durchbrochen, wobei Zinserhöhungen erstmals seit längerer Zeit zu fallenden Kursen führten. Am 4. November 2022 wurde mit 213,43 US-Dollar ein Tief markiert. Anfang April 2025 verhinderte die US-Zollpolitik einen weiteren Kursanstieg. In diesem Zeitraum wurde zudem erstmals seit dem Tief im November 2022 die 200-Tage-Linie nach unten durchbrochen. Die anschließende Kurserholung verlief sehr steil, sodass bereits am 31. Juli mit 555,45 US-Dollar ein neues Allzeithoch erreicht wurde. Das Hoch am 28. Oktober bildete ein Doppeltop, woraufhin eine Rotation aus Technologiewerten zu einem deutlichen Kursverlust führte. Die oben im Text beschriebene Gemengelage lässt die Aktie derzeit angeschlagen erscheinen. Der Kurs könnte weiter in die Unterstützungszone zwischen 366,78 US-Dollar und 384,82 US-Dollar fallen. Ob in diesem Fall das Apriltief von 2025 bei 344,79 US-Dollar erneut getestet wird, bleibt offen. Dieses Tief resultierte aus einer Störung der Weltwirtschaft infolge der US-Zollpolitik. Ein ähnlicher Kursrückgang bei Microsoft ist möglich, falls die Weltmärkte erneut von größeren Problemen betroffen sein sollten.

Microsoft Corporation (Tageschart in US-Dollar)

Tendenz:

Wichtige Chartmarken

Widerstände: 433,60 // 468,35 US-Dollar
Unterstützungen: 384,82 // 366,78 US-Dollar

Fazit

Risikobereite Anleger, die von einer fallenden Aktie der Microsoft Corporation bis auf 355,01 US-Dollar ausgehen, könnten mit einem Put-Optionsschein (WKN JV0MKK) überproportional mit einem Omega von -3,19 profitieren. Bei angenommener konstant hoher impliziter Volatilität von 30 % und dem Ziel bei 355,01 US-Dollar (0,52 Euro beim Optionsschein) ist bis zum 12.03.2026 eine Rendite von rund 53 % zu erzielen. Steigt der Kurs des Underlyings in dieser Periode auf 433,60 US-Dollar, resultiert daraus ein Verlust von rund 35 % beim Optionsschein. Das Chance-Risiko-Verhältnis beträgt somit 1,5 zu 1, wenn bei 433,60 Euro (0,22 Euro beim Schein) eine Stop-Loss Order vorgesehen wird.

Strategie für fallende Kurse
WKN: JV0MKK Typ: Put-Optionsschein
akt. Kurs: 0,35 – 0,36 Euro Emittent: JP Morgan
Basispreis: 400,00 US-Dollar Basiswert: Microsoft Corporation
akt. Kurs Basiswert: 403,51 Euro
Laufzeit: 15.01.2027 Kursziel: 0,52 Euro
Omega: -3,19 Kurschance: + 53 Prozent
Quelle J.P. Morgan



Interessenkonflikt

Der Autor erklärt, dass er bzw. sein Arbeitgeber oder eine mit ihm oder seinem Arbeitgeber verbundene Person im Besitz von Finanzinstrumenten ist, auf die sich die Analyse bezieht, bzw. in den letzten 12 Monaten an der Emission des analysierten Finanzinstruments beteiligt war. Hierdurch besteht die Möglichkeit eines Interessenskonfliktes.

Der Autor versichert weiterhin, dass Analysen unter Beachtung journalistischer Sorgfaltspflichten, insbesondere der Pflicht zur wahrheitsgemäßen Berichterstattung sowie der erforderlichen Sachkenntnis, Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit abgefasst werden.

Haftungsausschluss

Der Herausgeber übernimmt keine Gewähr für die Aktualität, Korrektheit, Vollständigkeit oder Qualität der bereitgestellten Informationen. Haftungsansprüche gegen den Herausgeber, welche sich auf Schäden materieller oder ideeller Art beziehen, die durch die Nutzung oder Nichtnutzung der dargebotenen Informationen bzw. durch die Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Informationen verursacht wurden, sind grundsätzlich ausgeschlossen. Alle enthaltenen Meinungen und Informationen sollen nicht als Aufforderung verstanden werden, ein Geschäft oder eine Transaktion einzugehen. Auch stellen die vorgestellten Strategien keinesfalls einen Aufruf zur Nachbildung, auch nicht stillschweigend, dar. Vor jedem Geschäft bzw. vor jeder Transaktion sollte geprüft werden, ob sie im Hinblick auf die persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse geeignet ist. Wir weisen ausdrücklich noch einmal darauf hin, dass der Handel mit Optionsscheinen oder Zertifikaten mit grundsätzlichen Risiken verbunden ist und der Totalverlust des eingesetzten Kapitals nicht ausgeschlossen werden kann. Alle Angebote sind freibleibend und unverbindlich. Der Nachdruck, die Verwendung der Texte, die Veröffentlichung / Vervielfältigung ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung der FSG Financial Services Group GbR gestattet.

Zurück