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Börse Daily News & Analysen - Insight
In unserem täglich erscheinenden Newsletter "Insight" erhalten Sie morgens einen DAX Ausblick. Zudem werden zwei weitere, spannende Basiswerte analysiert. Am Nachmittag, vor US Börseneröffnung, gibt es ein Update auf den DAX plus eine US-Indexanalyse.
Die Kurskapriolen aus den Jahren 2020 und 2021 haben in der DHL-Aktie im darauf folgenden Jahr ein Ende gefunden, dementsprechend ist das Wertpapier wieder in an seinen mehrjährigen Durchschnitt zurückgekehrt. Nachdem es gegen Ende Dezember in einem untergeordneten Abwärtstrend gelang, einen Boden zu finden, bewegen sich die Notierungen seit einigen Wochen wieder gen Norden und notieren derzeit an der aktuellen Trendbegrenzung.
Während die US-Indizes die letzten Wochen und Monate über praktisch auf der Stelle treten, schaffte es der DAX seit dem Jahreswechsel, um knapp 16 Prozent auf 22.935 Punkte zuzulegen und damit klare Outperformance gegenüber seinen US-Kollegen aufzubauen. Insbesondere die schwache zweite Februarhälfte könnte auch zu Beginn des neuen Monats andauern und den DAX kurzzeitig belasten. Hierfür würde beispielshalber die Evening-Star-Kerze aus der abgelaufenen Woche sprechen.
Die SAP-Aktie befindet sich seit etwa Mitte Februar in einem temporären Abwärtstrend und begab sich auf eine erste wichtige Unterstützung aus Ende Januar talwärts. Zunächst schien der Pullback an dieser Stelle abgeschlossen zu sein, allerdings verhagelte der schwache Handel am Donnerstag einen erneuten Aufschwung der Aktie, sodass immer noch um den Support aus Ende Januar gekämpft werden muss. Die dabei an den Tag gelegte Tageskerze zeugt nicht unbedingt von bullischem Druckaufbau.
US-Präsident Donald Trump rechnet nun auch mit Europa ab! Am Donnerstag hat er praktisch Zölle von 25 Prozent auf importierte Automobile verkündet, allerdings offengelassen, ab wann die Abgaben fällig werden. Nichtsdestotrotz hat dies den deutschen Automobilherstellern im Handelsverlauf sichtlich zugesetzt und könnte unter Umständen eine Verkaufslawine auslösen. Nach aber hält sich das Papier von BMW tapfer über dem 200-Tage-Durchschnitt und in einem seit Mitte November bestehenden Aufwärtstrend auf.
Die deutschen Aktienindizes haben sich am Donnerstag mehrheitlich in der Verlustzone bewegt, wobei das heimische Leitbarometer DAX am deutlichsten aus dem Dreiergespann an Wert verloren hatte. Seit Handelsbeginn belasteten die von US-Präsident Donald Trump bereits seit Langem angekündigten Zöllen auf Autos und Waren aus der EU in Höhe von 25 Prozent. Bislang ist aber nicht bekannt, wann sie genau und ob sie auch tatsächlich in besagter Höhe eingeführt werden. Trump selbst verwies auf den 2. April, Import-Zölle gegen Mexiko und Kanada sollen ab dem 4. März in Kraft treten.
Dem US-Solarproduzenten First Solar macht eine fundamental schwache Nachfragesituation und damit einhergehende Verunsicherung zu Beginn dieses Jahres klar zu schaffen, Lager-, Produktions- und Vertriebskosten sind zuletzt deutlich gestiegen. Auch neue IRA-Bestimmungen in den USA lassen auf sich warten und belasten das Wertpapier zusätzlich, welches seit Sommer letzten Jahres gut die Hälfte an Wert verloren hat.
Die Prognosen für 2025 und die Folgejahre wurden seitens des Energieversorgers E.ON am Mittwoch leicht nach oben angepasst, dies sorgt für Rückenwind bei dem E.ON-Papier. Technisch glänzt der Wert auf Wochenbasis durch eine nachhaltige Stabilisierung am EMA 200 und einer erfolgreichen Auflösung einer inversen SKS-Formation nach einem vorausgegangenen Aufwärtstrendbruch. Diese Gemengelage könnte sogar die Barriere der letzten Jahre seit 2012 erneut in den Fokus rücken.
Während hierzulande die Hoffnung auf der neuen Bundesregierung und einem damit einhergehenden Wirtschaftsaufschwung basiert, erleben Investoren in den USA aber lediglich eine technische Gegenreaktion auf die vorausgegangenen Verluste. Dennoch reichte dies zur Wochenmitte aus, um den DAX wieder in den Bereich seiner Rekordstände aus der abgelaufenen Woche zu rücken.