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Börse Daily News & Analysen - Insight
In unserem täglich erscheinenden Newsletter "Insight" erhalten Sie morgens einen DAX Ausblick. Zudem werden zwei weitere, spannende Basiswerte analysiert. Am Nachmittag, vor US Börseneröffnung, gibt es ein Update auf den DAX plus eine US-Indexanalyse.
Die Ölsorten Brent und WTI befinden sich seit Monaten unter Druck. Nun zeigt sich jedoch, nach dem erneuten Kursrutsch der Vortage, ein Funken Hoffnung. WTI kann sich an der Unterstützung um 67,30 US-Dollar fangen und damit ein höheres Verlaufstief ausbilden. Ein kleines bullisches Signal aus dem sich mehr entwickeln könnte.
Der DAX bewegte sich im Zeitraum vom 25. März bis zum 25. September in einer ausgedehnten Seitwärtsbewegung. Anfang August täuschte der DAX einen Fehlausbruch nach unten aus dieser Seitwärtsspanne vor, der aber direkt wieder hochgekauft wurde und zudem den Start der aktuellen Aufwärtsbewegung markierte. Es ist zunächst von weiter steigenden Kursen im DAX auszugehen.
Das es keine handfesten Anhaltspunkte für eine nachhaltige Erholungsbewegung bei Ölwerten gab, war bereits im Vorfeld klar. Seit zwei Tagen korrigieren die Ölmärkte wieder talwärts, WTI verlor allein am gestrigen Tag rund 3,5 Prozent an Wert, wodurch ein Großteil der jüngeren Erholungsbewegung wieder aufgezerrt wurde. Gelingt es im Bereich der Jahrestiefs für keine nachhaltige Stabilisierung zu sorgen, dürfte eine weitere Verkaufswelle drohen.
Deutsche Autobauer wurden in den letzten Monaten von Investoren gemieden, kaum eine Aktie aus diesem Sektor fand sich auf der Gewinnerliste wieder. Seit Anfang September hat sich das Chartbild beispielshalber bei BMW doch ein Stück weit verbessert, die Aktie konnte an ihren seit Anfang April bestehenden Abwärtstrend zulegen und hat diesen im gestrigen Handel einem ausgiebigen Test ausgesetzt. Ein Ausbruch darüber könnte die technische Gegenbewegung weiter ausbauen.
Mit ordentlich Rückenwind aus Asien konnte der DAX den schwachen US-Handel vom Vortag ausgleichen und stieg intraday auf ein frisches Rekordhoch bei 19.253 Punkten an. Dieser Schritt war außerordentlich wichtig, um die Schiebephase der letzten Tage zum einen zu beenden und zum anderen die seit nunmehr Anfang Mai im Aufbau befindliche inverse SKS-Formation zu aktivieren. Beides ist auf Tagesbasis gelungen, allerdings wurde zum Donnerstag eine nicht unerhebliche Kurslücke gerissen, die zeitnah geschlossen werden dürfte.
Nach Ausbruch der Cisco-Aktie über das runde Niveau von 50 USD und damit einem starken Widerstand aus Anfang dieses Jahres konnte das Wertpapier seine Rallye entsprechend fortsetzen und hat ein erstes Zwischenziel bestehend aus der Kursspitze aus Ende Januar erreicht. Jetzt wächst die akute Gefahr eines Pullbacks, welche allerdings auch sehr gut für einen erneuten Long-Einstieg genutzt werden könnte.
Einige Tage lang hat das Wertpapier des US-Chipherstellers NVIDIA mit einem Ausbruch aus einem kurzfristigen Abwärtstrend gehadert, konnte aber zu Wochenbeginn diesen Schritt endlich vollziehen und damit einen Impuls in Richtung eines Kaufsignals aussenden. Einige kleine Hürden bleiben aber zu einem vollwertigen Signal noch zu meistern.
Angesichts kurzzeitiger Trendwendemuster bei den US-Indizes könnte sich diese Entwicklung auch auf den DAX übertragen und das Barometer weiter von der für ein Folgekaufsignal notwendigen Triggermarke von 19.000 Punkten entfernen. Dadurch würde das heimische Leitbarometer jedoch Gefahr laufen, mehrere Tage zu korrigieren und sogar im Bereich seiner Rekordstände ein Doppelhoch auszubilden. Bis es aber so weit kommt, muss viel geschehen.