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Börse Daily News & Analysen - Insight
In unserem täglich erscheinenden Newsletter "Insight" erhalten Sie morgens einen DAX Ausblick. Zudem werden zwei weitere, spannende Basiswerte analysiert. Am Nachmittag, vor US Börseneröffnung, gibt es ein Update auf den DAX plus eine US-Indexanalyse.
Unter Investoren macht sich die Sorge um einen Handelskrieg mit ungewissen Folgen breit, die von den USA erhobenen Zölle könnten auch sie selbst negativ belasten. Dies hat zu Wochenbeginn einen Ausverkauf beim Rohöl der US-Sorte WTI ausgelöst, zeitgleich fiel der Energieträger in den wichtigen Unterstützungsbereich aus Herbst letzten Jahres und damit ganz in die Nähe des Jahrestiefs zurück. Ein Bruch dieses Supports dürfte die negativen Folgen für die Preisentwicklung noch verstärken.
Der US-Präsident Donald Trump hat die Hoffnungen auf einen Rückzug aus den geplanten Einfuhrzöllen vollkommen zerschlagen und sein Vorhaben am Dienstag umgesetzt. Das hat die Märkte nahezu schockiert, das heimische Leitbarometer ging mit einem Abschlag von 3,54 Prozent bzw. 820 Punkten aus dem regulären Xetra-Handel. Der Freudensprung vom Montag wurde dadurch einkassiert und lässt nur den Schluss eines krassen Fehlsignals zu.
Auch der US-Chiphersteller Broadcom mischt bei der technischen Realisierung der KI-Anwendungen kräftig mit und forciert unbestätigten Berichten zufolge eine Zusammenarbeit mit dem angeschlagenen Chipproduzenten Intel an. Die Aktie setzt unterdessen ihre seit Mitte Dezember bestehende Talfahrt gen Süden weiter fort, nährt zeitgleich aber einer sehr wichtigen Horizontalunterstützung aus der zweiten Jahreshälfte 2024 an.
Gut zwei Jahre lang hat das Wertpapier des US-Chipherstellers NVIDIA den 50-Wochen-Durchschnitt von oben her nicht touchiert, zuletzt Anfang Februar dieses Jahres. Der etwas maue Ausblick nach Vorstellung der Quartalszahlen sorgt nun für Gewinnmitnahmen in der Aktie, erneut steuert das Wertpapier auf diese entscheidende Unterstützung zu, die bei einem Bruch eine Stopp-Loss-Welle auslösen könnte.
Die am Wochenende aufgekommene Diskussion um eine rekordverdächtige Neuverschuldung des Bundes für Rüstungs- und Infrastrukturaufgaben hat den Aktienmärkten Auftrieb verliehen, allen voran explodierten Rüstungsaktien um bis zu 25 Prozent. Unterdessen schoss der Deutsche Aktienindex DAX auf ein frisches Rekordhoch, diesmal bei 23.312 Zählern, und hat die Barriere von 23.000 Punkten ohne mit der Wimper zu zucken übersprungen.
Ungewöhnlich schnell endete die jüngste Konsolidierung beim Papier des US-Zahlungsdienstleisters Visa, diese betrug lediglich vier Tage und brachte einen Abschlag von 3,1 Prozent hervor. In den letzten zwei Tagen schossen die Notierungen wieder hoch, sogar über das Vorgänger- und Rekordhoch, womit nun eine unmittelbare Rallyefortsetzung zu erwarten ist und entsprechende Handelssignale auf der Oberseite vorliegen.
Die Kurskapriolen aus den Jahren 2020 und 2021 haben in der DHL-Aktie im darauf folgenden Jahr ein Ende gefunden, dementsprechend ist das Wertpapier wieder in an seinen mehrjährigen Durchschnitt zurückgekehrt. Nachdem es gegen Ende Dezember in einem untergeordneten Abwärtstrend gelang, einen Boden zu finden, bewegen sich die Notierungen seit einigen Wochen wieder gen Norden und notieren derzeit an der aktuellen Trendbegrenzung.
Während die US-Indizes die letzten Wochen und Monate über praktisch auf der Stelle treten, schaffte es der DAX seit dem Jahreswechsel, um knapp 16 Prozent auf 22.935 Punkte zuzulegen und damit klare Outperformance gegenüber seinen US-Kollegen aufzubauen. Insbesondere die schwache zweite Februarhälfte könnte auch zu Beginn des neuen Monats andauern und den DAX kurzzeitig belasten. Hierfür würde beispielshalber die Evening-Star-Kerze aus der abgelaufenen Woche sprechen.