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Börse Daily News & Analysen - Insight
In unserem täglich erscheinenden Newsletter "Insight" erhalten Sie morgens einen DAX Ausblick. Zudem werden zwei weitere, spannende Basiswerte analysiert. Am Nachmittag, vor US Börseneröffnung, gibt es ein Update auf den DAX plus eine US-Indexanalyse.
Der Windanlagenbauer Nordex hat das abgelaufene Jahr im Rahmen der Erwartungen abgeschlossen, wobei sich die Profitabilität besonders erfreulich entwickelt hat. Das in den letzten Jahren aufgebaute Servicegeschäft hat sich insbesondere dynamisch entwickelt und verhalf dem Unternehmen zu einem soliden Zahlenwerk, was auch einen positiven Ausblick nach sich zog. Unterdessen versucht die Aktie eine seit 2022 bestehende Barriere zu knacken.
Am Donnerstag war EZB-Zinsentscheid, die europäische Notenbank beschloss die Zinsen weiter zu senken und setzte den neuen Schlüsselsatz bei 2,5 Prozent fest. Bis dahin hat der Deutsche Aktienindex DAX zwar ein frisches Rekordhoch markieren können, allerdings intraday unter hoher Volatilität und einer Richtungssuche gelitten. Erst nach Start der US-Märkte gelang es eine Richtung zu finden und noch am selben Tag ein zweites Rekordhoch am späten Nachmittag auszubilden.
US-Präsident Donald Trump hat seine unlängst angekündigten Zölle wahr gemacht und forciert damit mögliche Handelskonflikte, insbesondere mit der Wirtschaftsmacht China. Diese hat entsprechende Gegenmaßnahmen angekündigt, und das mitten in einer Wirtschaftskrise. Sollten die US-Amerikaner es schaffen, die chinesische Wirtschaft abzuwürgen, würde sich dies entsprechend negativ auf den Rohölpreis auswirken, wie zur Wochenmitte gesehen.
Ins Fadenkreuz der Investoren sind zur Wochenmitte Aktien von Bauunternehmen geraten, darunter auch die im MDAX beheimatete Bilfinger SE. Allein am Mittwoch machte das Papier einen Satz von annähernd 20 Prozent und über die Kursmarke von 71 EUR. Historisch gesehen stand der Wert aber schon einmal höher, weshalb sich vergleichsweise gute Prognosen auf die Aktie erstellen lassen.
Die Dringlichkeit in Sachen eigener Verteidigung und Infrastruktur ist seit Anfang dieser Woche außerordentlich stark zu spüren, der Deutsche Aktienindex DAX konnte zur Wochenmitte im regulären Xetra-Handel um 3,38 Prozent auf erneut über 23.000 Punkte zulegen. Besonders Bau- und Rüstungsaktien waren stark nachgefragt und hievten das deutsche Leitbarometer sowie seine Subindizes deutlich in die Gewinnzone. In den USA war der Kaufdruck dagegen nicht so stark ausgeprägt, dort zeigt sich derzeit ein komplett gegensätzliches Bild.
Einer der wichtigsten Absatzmärkte für den US-Elektroautobauer, Tesla, verliert angesichts der erdrückenden Konkurrenz an Bedeutung. Chinesische Fahrzeughersteller verkauften in den letzten zwei Monaten zunehmend mehr Fahrzeuge, währenddessen Tesla einen spürbaren Absatzrückgang verkraften musste.
Unter Investoren macht sich die Sorge um einen Handelskrieg mit ungewissen Folgen breit, die von den USA erhobenen Zölle könnten auch sie selbst negativ belasten. Dies hat zu Wochenbeginn einen Ausverkauf beim Rohöl der US-Sorte WTI ausgelöst, zeitgleich fiel der Energieträger in den wichtigen Unterstützungsbereich aus Herbst letzten Jahres und damit ganz in die Nähe des Jahrestiefs zurück. Ein Bruch dieses Supports dürfte die negativen Folgen für die Preisentwicklung noch verstärken.
Der US-Präsident Donald Trump hat die Hoffnungen auf einen Rückzug aus den geplanten Einfuhrzöllen vollkommen zerschlagen und sein Vorhaben am Dienstag umgesetzt. Das hat die Märkte nahezu schockiert, das heimische Leitbarometer ging mit einem Abschlag von 3,54 Prozent bzw. 820 Punkten aus dem regulären Xetra-Handel. Der Freudensprung vom Montag wurde dadurch einkassiert und lässt nur den Schluss eines krassen Fehlsignals zu.