Deutsche Bank: Kurs beruhigt sich!

Deutsche Bank: Krieg im Mittleren Osten schürt Unsicherheit!


Der Aktienkurs der Deutschen Bank wurde vom Krieg im Iran tangiert, nachdem die Blockade der Straße von Hormus ausgerufen wurde. Mittelfristig könnte der steigende Ölpreis zu höheren Leitzinsen führen, was für Banken mehr Vorteil als Nachteil in sich birgt. Ein Nachteil für die Bank wäre eine durch hohe Zinsen und hohe Preise von Öl und Gas stagnierende Wirtschaft.

Die Europäische Zentralbank (EZB) kann den Druck auf ihre Zinsentscheidung durch den hohen Ölpreis nicht leugnen. Die Sitzung am morgigen Donnerstag wird daher voraussichtlich zu einem rhetorischen Drahtseilakt. Analysten gehen jedoch davon aus, dass es für eine Zinserhöhung noch zu früh ist. Grundsätzlich profitieren Banken wie die Deutsche Bank von einem höheren Zinsniveau. Zudem erwartet der CEO der Deutschen Bank, Christian Sewing, dass sein Institut vom Übernahmekampf zwischen der italienischen Großbank Unicredit und der Commerzbank profitieren wird. Die Deutsche Bank steht bereit, neue Kunden zu gewinnen und ist für weiteres Wachstum aufgestellt. Bereits heute nimmt das Institut in vielen Marktsegmenten eine führende Position ein.

Zum Chart

Der Aktienkurs der Deutschen Bank hat sich nach dem Abverkauf auf das partielle Tief bei 16,582 Euro Anfang April 2025 wieder erholt. Das Tief am 7. April 2025 lag unter der 200-Tage-Linie, wobei die Aktie am selben Tag mit 18,072 Euro wieder über dieser Linie schloss. Mit diesem Ereignis waren seit Ende Oktober 2023 nur zwei Fehlausbrüche nach unten zu registrieren. Die Aufwärtssequenz fand jedoch Anfang März 2026 ein Ende, nachdem der Krieg im Iran losgetreten wurde und der Kurs den 200-Tage-Durchschnitt durchbrochen hat. Schon ab Mitte August 2025 waren eine Abschwächung der Kursdynamik und gleichzeitig die Bildung eines 10-Jahres-Hochs am 6. Januar 2026 am Level von 34,260 Euro zu beobachten. Der Ausbruch über den Widerstand bei 32,210 Euro war nicht nachhaltig und der Aktienkurs kehrte danach wieder unter die Marke bei 32,210 Euro zurück. Kurzfristig betrachtet kann sich der Kurs aktuell wieder auf dem Niveau von 25,865 Euro stabilisieren und den am 12. März entstandenen Kurseinbruch teilweise kompensieren. Fällt das Papier jedoch noch weiter, könnte am Niveau von 23,410 Euro stärkere Nachfrage den Kursverfall bremsen. Fundamental betrachtet sind in den Jahren bis 2028 steigende Gewinne eingeplant, wodurch das erwartete KGV 2028 aktuell bei 5,60 liegt. Aus diesem Betrachtungswinkel erscheint die Aktie als moderat bewertet.

Deutsche Bank AG (Tageschart in Euro)

Tendenz:

Wichtige Chartmarken

Widerstände: 28,725 // 32,210 Euro
Unterstützungen: 25,505 // 23,410 Euro

Fazit

Mittelfristig könnte der steigende Ölpreis zu höheren Leitzinsen führen, was für Banken mehr Vorteil als Nachteil in sich birgt.

Mit einem Open End Turbo Long (WKN JH0BPM) könnten risikofreudige Anleger, die einen steigenden Kurs der Deutsche Bank AG in den nächsten Tagen erwarten, überproportional von einem Hebel in Höhe von 3,83 profitieren. Das Ziel sei bei 28,74 Euro angenommen (9,50 Euro beim Derivat). Der Abstand zur Knock-Out-Barriere beträgt 25 Prozent. Der Einstieg in diese spekulative Position bietet sich dabei stets unter der Beachtung eines risikobegrenzenden Stoppkurses an.

Dieser könnte beim Basiswert bei 23,41 Euro platziert werden. Im Open End Turbo Long ergibt sich daraus ein Stoppkurs von 4,17 Euro. Für diese spekulative Idee beträgt das Chance-Risiko-Verhältnis dann 1,2 zu 1.

Strategie für steigende Kurse
WKN: JH0BPM Typ: Open End Turbo Long
akt. Kurs: 6,55 – 6,56 Euro Emittent: JP Morgan
Basispreis: 19,25 Euro Basiswert: Deutsche Bank AG
KO-Schwelle: 19,25 Euro akt. Kurs Basiswert: 25,785 Euro
Laufzeit: Open End Kursziel: 9,50 Euro
Hebel: 3,83 Kurschance: + 45 Prozent
Quelle J.P. Morgan



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