Der zuletzt erfolgreiche Ausbruch des Dow Jones Index über sein Vorgängerhoch und zeitgleiche Aktivierung einer größeren Trendfortsetzungsformation wackelt derzeit, ohnehin werden solch neuralgische Bereiche von erhöhter Volatilität begleitet. Kurzfristig agierende Anleger sollten trotz eines drohenden Aufwärtstrendbruchs nicht in Panik geraten, vielmehr könnte eine temporäre Abkühlung höhere Chancen für einen günstigeren Einstieg bieten.
In den letzten Wochen waren Rüstungstitel nach einer steilen Rallye in eine gesunde Konsolidierung übergegangen, so auch die Aktie der Renk Group. Nach einem erfolgreichen Test gegen Ende August einer mittelfristig entscheidenden Unterstützung kehrten zuletzt wieder vermehrt Käufer zurück und verursachten bei Renk einen Ausbruch aus dem zurückliegenden Abwärtstrend. Damit liegt aus technischer Sicht nun ein kurzfristiges Kaufsignal vor.
Die letzte Woche vorgestellten Quartalszahlen von NVIDIA haben gewisses Enttäuschungspotenzial offenbart und die Aktie talwärts geschickt. Obwohl sich die Abschläge in Grenzen halten, mahnt das aktuelle Chartbild eine Korrektur an, die über entsprechende Short-Positionen abgedeckt werden kann. Sollte sich die Abgabebereitschaft bei US-Technologiefirmen auch in dieser Woche fortsetzen, wäre dies ein gefundenes Fressen für Bären.
Der US-Softwarespezialist Datadog hat Anfang August starke Quartalszahlen vorgelegt, trotz der Marktturbulenzen im Frühjahr mausert sich die Aktie wieder zu einem heißen Long-Kandidaten und könnte an die Rekordstände aus 2021 anknüpfen. Zuvor aber muss erst die laufende Konsolidierung endgültig beendet werden, die Chancen hierauf haben mit den Kursgewinnen aus dieser Woche nun merklich zugenommen.
Wertpapiere des US-Maschinenherstellers Caterpillar kämpfen seit Wochen um einen nachhaltigen Ausbruch über das Vorgängerhoch aus Ende 2024 und lassen mit verwertbaren Signalen weiter auf sich warten. Grundsätzlich aber lässt sich aus dem Kursgeplänkel der letzten Wochen kein Toppingmuster ableiten, vielmehr könnte dies ein Teil einer Trendfortsetzungsformation darstellen.
Wertpapiere des US-Kurort- und Casinobetreibers Wynn Resorts haben sich in den letzten Wochen äußerst dynamisch an die Vorgängerhochs aus 2023 herangearbeitet und versuchen augenscheinlich einen Ausbruch darüber zu vollziehen. Im Erfolgsfall könnte eine neuerliche Kaufwelle entspringen, sodass die Höchststände aus 2020 und 2021 in Angriff genommen werden können und hierdurch sehr attraktive Long-Chancen eröffnen würden.
Die zum Teil stark getriebene Commerzbank-Aktie durch Übernahmegelüste der UniCredit hat in den letzten Stunden einen deutlichen Dämpfer erlitten und konsolidiert den Blow-Off der letzten Wochen nun zur Unterseite aus. Insgesamt sind noch alle kurz- bis mittelfristigen Trendverläufe intakt, kurzfristig allerdings sollten sich Investoren auf eine gesunde Konsolidierung in dem Titel einstellen, können diesen aber an den wichtigsten Unterstützungen, mit der Aussicht auf weiter steigende Kurse, günstiger einfangen und sich dementsprechend strategisch positionieren.
Wertpapiere des bayerischen Fahrzeugherstellers BMW haben sich unter hoher Volatilität zuletzt erfolgreich über ein für ein mittelfristiges Kaufsignal notwendigen Buy-Trigger hinweggesetzt und setzt das Kaufsignal nun konsequent um. Viel mehr noch, aus dem Kursgeplänkel der letzten Jahre entspringt womöglich ein größerer Boden und bereitet den Grund für noch eine viel größere Rallye.