Put auf Rheinmetall: Hält das Supportlevel?
Rheinmetall: Zahlen enttäuschen!
Die Aktien von Rheinmetall verzeichneten am gestrigen Donnerstag nach einem Gespräch zwischen Konzernvertretern und Analysten einen deutlich stärkeren Kursrückgang als andere Werte aus der Rüstungsbranche. Die im Leitindex DAX gelisteten Aktien fielen um bis zu 9,5 Prozent auf 1.520,50 Euro und erreichten damit den niedrigsten Stand seit mehr als fünf Wochen. Dies bedeutete den größten Tagesverlust seit über zehn Monaten. In einem Marktkommentar wiesen die Experten der Berenberg Bank darauf hin, dass der Konzern im Gespräch mit den Analysten einen vorläufigen Umsatzausblick von 13,6 Milliarden Euro für das laufende Jahr vorgelegt habe. Dieser Wert lag unter den Erwartungen und wurde als enttäuschend bewertet.
Zum Chart
Der starke Kursanstieg in der ersten Jahreshälfte 2025 hat die Aktie von Rheinmetall deutlich verteuert. Seit Ende Mai 2025 bewegt sich die Aktie des Rüstungskonzerns in einer Seitwärtsbewegung, die durch die Unterstützung bei 1.408,50 Euro und den Widerstand bei 2.008,00 Euro begrenzt wird. Letzterer entspricht dem Allzeithoch vom 3. Oktober 2025. Nach Erreichen dieses Höchststands befindet sich die Aktie auf dem Rückzug. Die Unterstützungszone zwischen 1.408,50 Euro und 1.539,00 Euro hat den Verkaufsdruck Mitte November 2025 jedoch gebremst. In den jüngsten Kursbewegungen testete das Papier erneut das Allzeithoch, bevor es wieder nach unten abdriftete. Am gestrigen Donnerstag führten enttäuschende Geschäftszahlen zu einem deutlichen Kurseinbruch. Dadurch fiel der Kurs erneut in die Unterstützungszone zwischen 1.408,50 Euro und 1.539,00 Euro zurück. Sollte die Aktie diese Zone nach unten durchbrechen, wäre der Weg bis zum nächsten Support bei 1.263,50 Euro und darunter frei. Erholt sich der Kurs hingegen ähnlich wie Ende November 2025, könnte die Aktie wieder in die Seitwärtsbewegung zurückkehren. Ein neues Allzeithoch wäre vermutlich auf eine deutliche Eskalation im Ukrainekrieg zurückzuführen. Auch ein möglicher Krieg zwischen den USA und dem Iran oder eine Eskalation im Taiwan-Konflikt könnte zu einem starken Kursanstieg führen.
Rheinmetall AG (Tageschart in Euro) |
Tendenz: |
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Wichtige Chartmarken |
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| Widerstände: | 1539,00 // 2008,00 Euro |
| Unterstützungen: | 1408,50 // 1263,50 Euro |
Fazit
Risikobereite Anleger, die von einer fallenden Aktie der Rheinmetall AG bis auf 1.263,00 Euro ausgehen, könnten durch einen Put-Optionsschein (WKN FD1G0T) überproportional mit einem Omega von --2,291 profitieren. Bei angenommener konstant hoher impliziter Volatilität von 46 % und dem Ziel bei 1.263,00 Euro (3,75 Euro beim Optionsschein) ist bis zum 05.03.2026 eine Rendite von rund 54 % zu erzielen. Steigt der Kurs des Underlyings in dieser Periode auf 1.846,00 Euro, resultiert daraus ein Verlust von rund 36 % beim Optionsschein. Das Chance-Risiko-Verhältnis beträgt somit 1,48 zu 1, wenn bei 1.846,00 Euro (1,54 Euro beim Schein) eine Stop-Loss-Order vorgesehen wird.
| Strategie für fallende Kurse | |
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| WKN: | FD1G0T | Typ: | Put-Optionsschein | |
| akt. Kurs: | 2,40 – 2,42 Euro | Emittent: | Société Générale | |
| Basispreis: | 1.500,00 Euro | Basiswert: | Rheinmetall AG | |
| akt. Kurs Basiswert: | 1.571,00 Euro | |||
| Laufzeit: | 19.03.2027 | Kursziel: | 3,75 Euro | |
| Omega: | --2,291 | Kurschance: | + 54 Prozent | |
| Quelle: Société Générale | ||||
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