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Börse Daily News & Analysen - Insight
In unserem täglich erscheinenden Newsletter "Insight" erhalten Sie morgens einen DAX Ausblick. Zudem werden zwei weitere, spannende Basiswerte analysiert. Am Nachmittag, vor US Börseneröffnung, gibt es ein Update auf den DAX plus eine US-Indexanalyse.
Nach einem gescheiterten Ausbruch über das bisherige Rekordhoch aus X hat der deutsche Leitindex DAX die letzten zwei Tage über korrigiert und sich auf seine untere Aufwärtstrendkanalbegrenzung begeben. Setzte sich die Kursschwäche in den nächsten Tagen fort, könnten sogar ein Aufwärtstrendbruch und eine längere Konsolidierung drohen, nachdem im Bereich der Rekordstände ein Doppelhoch ausgebildet worden ist. Aktiviert wurde es bislang aber noch nicht!
EZB-Chefin Christine Lagarde und US-Präsident Donald Trump haben die Märkte zuletzt auf eine höhere Inflation durch die gegenseitigen Zölle eingeschworen, aber auch das neue Schuldenpaket der Bundesregierung trägt zum Schlamassel bei. Die Kreditaufnahme lässt nämlich derzeit die Renditen von Bundesanleihen hochschießen, an denen sich auch Hauskredite orientieren und dem Onlinebaukreditvermittler Hypoport schwierige Zeiten bereiten.
Energieträger und insbesondere Rohöl sind auf dem Weltmarkt so günstig zu haben wie schon lange nicht mehr. Gestützt werden die Ölpreise durch die erhöhte weltpolitische Unsicherheit. Mit einer erneuten Bodenoffensive im Gazastreifen erhöht Israel den Druck auf die islamistische Hamas. Gedämpft wird die Entwicklung dagegen durch die eingetrübten Wachstumsaussichten für die Weltwirtschaft.
Obwohl sich der Saisonverlauf der Aktienindizes im US-Präsidentschaftszyklus langsam dem Ende nährt und dadurch wieder Käufer die Oberhand zurückgewinnen sollten, lässt sich dies anhand der entsprechenden Indizes leider noch nicht erkennen. Der DAX fährt jedenfalls weiter Achterbahn und gab am Donnerstag unter das Niveau von rund 23.000 Punkte nach. Trotzdem ist der Mitte Januar etablierte und zum Teil sehr steile Aufwärtstrend weiterhin intakt.
Die letzten fünf Wochen konsolidiert der europäische Leitindex EuroStoxx 50 in einem zwischengeschalteten Abwärtstrend talwärts und verdaut den vorherigen Kursanstieg auf hohem Niveau. Zeitweise drohte die dadurch entstandene Flagge sogar auf der Unterseite aufgelöst zu werden, am EMA 50 konnte jedoch eine Stabilisierung und Rückkehr auf 5.500 Punkte gelingen.
Nach einem positiven Analystenkommentar zu dem Reiseveranstalter TUI durch die US-Großbank JP Morgan hat die Aktie einen entsprechenden Satz nach oben vollzogen und versucht den jüngst aufgebauten Boden aus Mitte Februar weiter zu festigen. Dennoch bewegt sich das Wertpapier derzeit noch in einem Minenfeld, solange ein Anfang Dezember etablierter, aber untergeordneter Aufwärtstrend nicht nachhaltig geknackt wird.
Wie erwartet hat die US-Notenbank Fed zur Wochenmitte die US-Zinssätze unangetastet in einer Handelsspanne zwischen 4,25 und 4,50 Prozent belassen. Der DAX reagierte im außerbörslichen Handel kaum auf dieses Ereignis und hat weiter mit seinen bisherigen Rekordständen um 23.475 Punkten zu kämpfen.
Die Kapitalflucht der Investoren aus US-amerikanischen Assets hat sich in den letzten Tagen und Wochen noch einmal verstärkt und die einstigen Börsenstars schwer belastet. Hierzu zählt auch das Wertpapier des Onlinehändlers Amazon, welches am Dienstag ein frisches Jahrestief markierte und damit den seit nunmehr Anfang Februar laufenden Abwärtstrend unvermindert fortsetzt. Aus technischer Sicht ergeben sich immer noch vielversprechende Short-Chancen bei diesem Titel.