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Börse Daily News & Analysen - Insight
In unserem täglich erscheinenden Newsletter "Insight" erhalten Sie morgens einen DAX Ausblick. Zudem werden zwei weitere, spannende Basiswerte analysiert. Am Nachmittag, vor US Börseneröffnung, gibt es ein Update auf den DAX plus eine US-Indexanalyse.
Viele große US-Bigtechs haben von dem überbordenden Hype um die Künstliche Intelligenz (KI) profitiert und sind in ungeahnte Höhen geschnellt. Doch die Handelspolitik der aktuellen US-Administration macht den Bullen nun einen dicken Strich durch die Rechnung und ließ bereits im Vorfeld Aktien von Chipherstellern sichtlich einbrechen. Microsoft gehört ebenfalls zu den Opfern und hat auf Wochenbasis ein klares Verkaufssignal aktiviert, welches die nächsten Wochen über nachwirken dürfte.
Am letzten Handelstag der abgelaufenen Woche haben die Ängste um eine Verschärfung des Handelskrieges der USA mit dem Rest der Welt sichtlich zugenommen und die Märkte entsprechend belastet. Der Deutsche Aktienindex DAX verlor im nachbörslichen Freitagshandel sichtlich an Wert und dürfte dementsprechend merklich tiefer in die neue Woche starten. Besonders groß sind die Verluste in den USA ausgefallen, in allen großen Indizes sind aktive Verkaufssignale zu verzeichnen.
Die zum Teil unüberlegten Importzölle unter der Federführung von US-Präsident Donald Trump treffen nicht nur ausländische Hersteller von Automobilen und Ersatzteilen, sondern ebenso die heimische Wirtschaft, bis inländischer Ersatz verfügbar sein wird. Am Donnerstag verloren durch die Bank weg alle Automobiltitel in Deutschland deutlich an Wert, aber auch in den USA griff die Furcht unter Investoren bei den bekanntesten Automobilmarken um sich.
Das DAX-Schwergewicht und Europas führender Softwarekonzern SAP, korrigiert seit seinem Rekordhoch aus Mitte Februar den steilen Anstieg der letzten Monate zur Unterseite aus, bislang hat das Wertpapier jedoch lediglich zwei Unterwellen ausgebildet. In der Regel setzt sich eine Kursbewegung immer aus drei Wellen zusammen, womit weitere Abwärtsrisiken in dem Papier liegen und entsprechend auch den DAX in den kommenden Tagen weiter belasten dürfte.
US-Präsident macht seine Drohung wahr und erhebt ab dem 2. April Zölle auf Automobile und Teile aus dem Ausland. Die EU hat entsprechende Vergeltungsmaßnahmen angekündigt, versucht die Importzölle aber durch Verhandlungen noch abzuschwächen oder aber gänzlich abzuwenden. Dem DAX hat dies im Donnerstagshandel einen kleineren Verlust eingebrockt, aber noch immer bewegt sich das Barometer in der Handelsspanne der letzten Wochen seitwärts und lässt mit weiteren Signalen auf sich warten.
Obwohl die Notierungen der großen US-Leitindizes zuletzt wieder deutlich gestiegen waren, kam es zur Wochenmitte auf breiter Front zu heftigen Verlusten, der Dow Jones Index prallte nämlich an seinem Ausbruchsniveau wie geplant zur Unterseite ab und könnte das im Vorfeld angedeutete Verkaufssignal nun wieder umsetzen. Schließlich fehlt bei dem Index seit den aktuellen Jahrestiefs ein tragfähiger Boden, der aber Voraussetzung für eine längere Erholungsbewegung ist.
Wertpapiere des US-Chipdesigners ARM Holdings erlebten zur Wochenmitte heftige Verluste, nachdem zuvor ein mittelfristiger Aufwärtstrend gebrochen wurde. Damit wirkt das vor einigen Wochen entstandene Verkaufssignal nach und dürfte die Aktie auf neuerliche Jahrestiefs talwärts drücken, wie sich das aktuelle Bild aus technischer Seite präsentiert.
Während des regulären Xetra-Handels hielt sich der deutsche Leitindex DAX noch im Bereich seiner Vortagesnotierungen auf und verfolgte zunächst eine lustlose Seitwärtsbewegung. Erst nach Handelsschluss gerieten die Börsen sichtlich unter Druck, sodass der DAX eine in den letzten Tagen ausgebildete Flagge zur Unterseite auflösen dürfte und damit kurzfristig weitere Rückfallrisiken bei dem Leitbarometer lauern.