Put auf Aixtron: Kurs fragil!
Aixtron SE: Der globale Abverkauf von Chipwerten könnte sich fortsetzen!
Aixtron ist Marktführer im Bereich der MOCVD-Anlagen (Metallorganische Chemische Gasphasenabscheidung) und hält einen Marktanteil von 77 Prozent. Darüber hinaus ist das Unternehmen im Bereich SiC-CVD (Siliciumcarbid-Chemische Gasphasenabscheidung) mit einem Marktanteil von 27 Prozent vertreten, was einen Einstieg in ein Wachstumspotenzial darstellt. SiC-CVD ist ein vergleichsweise neues Wachstumsfeld, in dem etablierte Halbleiterausrüster wie ASM International und Tokyo Electron deutlich stärker vertreten sind. Deshalb fällt der Marktanteil von Aixtron in diesem Segment geringer aus. Die Aktie hat zuletzt deutlich gezeigt, wie empfindlich sie auf Veränderungen der Gewinnerwartungen reagiert. Viele Investoren erwarten noch eine nachhaltige Verbesserung der Margen. Generell bleiben Halbleiterausrüster anfällig gegenüber Schwankungen bei den Investitionsbudgets großer Kunden.
Zum Chart
Der Aktienkurs von Aixtron konnte sich in den letzten Wochen nicht vom Kursverlust der Chipaktien abkoppeln. Vom Mehrjahreshoch am 18. Juni 2023 bei 62,66 Euro korrigierte das Papier in der Spitze bis auf 31,42 Euro. Dies entspricht einem Kursverlust von knapp der Hälfte. Die Unterstützung bei 31,42 Euro hielt stand und so konnte das Papier wieder auf rund 39,13 Euro ansteigen. Nicht wenige Analysten kritisieren die Finanzierung der KI-Spezialisten durch deren Chiplieferanten. Nvidia und Co finanzieren so ihre eigene Produktion. Davon abgeleitet kann der Boom unter fragwürdigen Vorzeichen fortgesetzt werden. Den Engpass stellt dadurch aktuell die Energieversorgung der Rechenzentren dar. Auch das erwartete KGV 2026 bei Aixtron liegt mit 52,21 weit über den Ausprägungen der vergangenen 10 Jahre. Trotz der jüngsten Kurskorrektur um 50 Prozent erscheint der Wert sehr hoch bewertet. Bekommt der KI-Boom Risse, besteht auch bei Aixtron noch beträchtliches Abwärtspotenzial. Wie weit es im Extremfall nach unten gehen kann, zeigt der Einbruch ab Mitte Februar 2024 bis Anfang April 2025 (Stichwort Liberation Day). In diesem Fall korrigierte Aixtron von 36,18 Euro auf 8,45 Euro, was einem 77-prozentigen Kurseinbruch entspricht.
Aixtron SE (Tageschart in Euro) |
Tendenz: |
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Wichtige Chartmarken |
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| Widerstände: | 42,01 // 51,06 Euro |
| Unterstützungen: | 35,22 // 31,42 Euro |
Fazit
Risikofreudige Anleger, die von einer fallenden Aktie der Aixtron SE bis auf 27,36 Euro ausgehen, könnten durch einen Put-Optionsschein (WKN FE5BHW) überproportional mit einem Omega von -1,25 profitieren. Bei angenommener konstant hoher impliziter Volatilität von 82 % und dem Ziel bei 27,36 Euro (1,29 Euro beim Optionsschein) ist bis zum 07.09.2026 eine Rendite von rund 42 % zu erzielen. Steigt der Kurs des Underlyings in dieser Periode auf 46,68 Euro, resultiert daraus ein Verlust von rund 30 % beim Optionsschein. Das Chance-Risiko-Verhältnis beträgt somit 1,41 zu 1, wenn bei 46,68 Euro (0,64 Euro beim Schein) eine Stop-Loss-Order vorgesehen wird.
| Strategie für fallende Kurse | |
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| WKN: | FE5BHW | Typ: | Put-Optionsschein | |
| akt. Kurs: | 0,90 – 0,91 Euro | Emittent: | Société Générale | |
| Basispreis: | 35,00 Euro | Basiswert: | Aixtron SE | |
| akt. Kurs Basiswert: | 39,13 Euro | |||
| Laufzeit: | 18.06.2027 | Kursziel: | 1,29 Euro | |
| Omega: | -1,25 | Kurschance: | + 42 Prozent | |
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Risikohinweis: Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet. |
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| Quelle: Société Générale | ||||
Interessenkonflikt
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