Put auf BASF: Abwärtssequenz intakt!

BASF SE: Der Konzern kann die hohen Energiepreise nur langsam abschütteln!


Der Konflikt im Nahen Osten eskaliert erneut, weshalb besonders energieintensive Geschäftsmodelle wie die Chemiebranche darunter leiden. Insgesamt befindet sich die BASF-Aktie in einer Seitwärtsbewegung, innerhalb derer sich derzeit eine Abwärtsbewegung entwickelt hat, die voraussichtlich noch längere Zeit andauern könnte.

Die Energiekrise in Europa trifft BASF besonders stark, weil die Chemieindustrie zu den energieintensivsten Branchen gehört. Erdgas ist für BASF nicht nur eine Energiequelle, sondern auch ein wichtiger Rohstoff für zahlreiche chemische Prozesse. Steigende Gas- und Strompreise haben die Herstellung vieler Chemikalien erheblich verteuert. BASF musste diese Mehrkosten teilweise an Kunden weitergeben, was jedoch wegen der schwachen Nachfrage nur begrenzt möglich war. BASF investiert verstärkt in Regionen mit niedrigeren Energiekosten, etwa in China und Nordamerika. Dadurch nimmt die Bedeutung Europas innerhalb des Konzerns langfristig ab. Gleichzeitig versucht das Unternehmen, seine Abhängigkeit von fossilen Energieträgern durch Effizienzmaßnahmen und erneuerbare Energien zu verringern.

Zum Chart

Die Aktie von BASF erreichte ihr Allzeithoch am 19. Januar 2018 bei 98,80 Euro und überschritt dabei ihren Zenit. Anschließend sank der Kurs allmählich ab, bis sich ab November 2022 eine Seitwärtsrange entwickelte. Die untere Begrenzung dieser Seitwärtsrange liegt bei 37,88 Euro, was dem Niveau während der Pandemie oder dem Stand Anfang 2010 entspricht. Die obere Begrenzung wird durch den Widerstand bei 55,06 Euro definiert. Innerhalb der Range reagiert der Kurs aktuell negativ auf die Kriegshandlungen im Mittleren Osten. So ist auf kürzere Frist betrachtet ein Abwärtstrend von Ende April 2026 zum Kurs von 55,06 Euro bis zum gestrigen Handelstag bei 47,440 Euro zu beobachten. Unter dem Strich ist diese Phase für rund 14 Prozent an Kursverlust verantwortlich. Dabei wurde auch die 200-Tage-Linie unterschritten, was statistisch auf eine Fortsetzung der Abwärtssequenz hindeutet. Ob das Mehrjahrestief von Anfang April 2025 bei 37,880 Euro angesteuert wird, erscheint aus heutiger Sicht jedoch unwahrscheinlich. Dafür müsste in weiterer Folge seitens der US-Administration wieder einiges an politischem Porzellan zerschlagen werden, wie zum sogenannten Liberation Day (bekanntlich hat der US-Präsident die Amerikaner von niedrigen Preisen befreit). Dennoch könnte die Abwärtssequenz endogen auf das Niveau bei 41,530 Euro fallen.

BASF SE (Tageschart in Euro)

Tendenz:

Wichtige Chartmarken

Widerstände: 49,625 // 55,060 Euro
Unterstützungen: 45,020 // 40,660 Euro

Fazit

Risikobereite Anleger, die von einer fallenden Aktie der BASF SE bis auf 43,02 Euro ausgehen, könnten durch einen Put-Optionsschein (WKN FE0LDP) überproportional mit einem Omega von -3,62 profitieren. Bei angenommener konstant hoher impliziter Volatilität von 16 % und dem Ziel bei 43,02 Euro (1,05 Euro beim Optionsschein) ist bis zum 10.08.2026 eine Rendite von rund 54 % zu erzielen. Steigt der Kurs des Underlyings in dieser Periode auf 49,99 Euro, resultiert daraus ein Verlust von rund 29 % beim Optionsschein. Das Chance-Risiko-Verhältnis beträgt somit 1,85 zu 1, wenn bei 4,99 Euro (0,48 Euro beim Schein) eine Stop-Loss-Order vorgesehen wird.

Strategie für fallende Kurse
WKN: FE0LDP Typ: Put-Optionsschein
akt. Kurs: 0,68 – 0,69 Euro Emittent: Société Générale
Basispreis: 50,00 Euro Basiswert: BASF SE
akt. Kurs Basiswert: 47,44 Euro
Laufzeit: 18.06.2027 Kursziel: 1,05 Euro
Omega: -3,62 Kurschance: + 54 Prozent
Risikohinweis:
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
Quelle: Société Générale



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