Porsche AG Long: Abwärtstrend geht dem Ende entgegen!

Porsche AG: Der neue CEO sollte das Steuer herumreißen!


Der Aktienkurs der Porsche AG scheint einen Boden gefunden zu haben. Auch der langfristige Abwärtstrend könnte in den kommenden Handelstagen durchbrochen werden, wenn die 200-Tage-Linie nachhaltig überwunden wird. Der Arbeitsantritt des neuen CEOs Michael Leiters wurde bereits mit einem Kursplus von vier Prozent begleitet.

Zum 1. Januar übernahm der promovierte Ingenieur Michael Leiters den Vorstandsvorsitz des kriselnden Sportwagenherstellers Porsche. Der Umbau hin zur Elektromobilität verläuft holprig und China ist den Schwaben als wichtiger Markt weggebrochen. Zudem leidet Porsches bedeutendes US-Geschäft unter der Zollpolitik von Präsident Donald Trump. Die Luxusmarke, die einst zweistellige Renditen erzielte, ist innerhalb kurzer Zeit zum Sanierungsfall geworden. In den ersten neun Monaten des Jahres 2025 lag die operative Marge bei mageren 0,2 Prozent – ein Wert, der vor wenigen Monaten noch als kaum vorstellbar galt. Laut Bernstein-Autoanalyst Stephen Reitman ist Porsche inzwischen weit entfernt von der verlässlichen Ertragsmaschine früherer Jahre.

Zum Chart

Seit dem Allzeithoch vom 29. Mai 2023 hat der Aktienkurs der Porsche AG in drei Phasen deutlich nachgegeben. Vom Höchststand bei 120,80 Euro fiel der Kurs bisher um rund 61 Prozent auf 47,49 Euro. Am 26. Juni 2025 erreichte die Aktie mit 39,58 Euro ein neues Allzeittief. Trotz dieser Verluste liegt das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) für 2025 aktuell bei 104,95. Dies erscheint für einen Autokonzern, der sein Margenziel deutlich verfehlen wird, sehr hoch angesetzt. Die Konsensschätzungen bis 2028 prognostizieren zwar wieder steigende Gewinne. So erwarten Analysten, dass der Bilanzgewinn im Zeitraum von 2025 bis 2028 um 670 Prozent zunehmen wird. Angesichts der aktuellen Verwerfungen im globalen Handel könnte diese Prognose jedoch zu optimistisch sein, da die Veränderungen in China und den USA struktureller Natur sind. Unter diesen Rahmenbedingungen ist ein erneuter Test des Allzeittiefs bei 39,58 Euro nicht ausgeschlossen. Aktuell hat sich jedoch ein Boden gebildet. Die Marktteilnehmer zeigen sich optimistisch gegenüber dem neuen CEO, was sich am vergangenen Freitag in einem Kursanstieg von über 4 Prozent widerspiegelte. Auch langfristig betrachtet ist die Abwärtsbewegung mit dem Test der 200-Tage-Linie vor dem Ende. Als Folge einer nachhaltigen Überwindung dieses Durchschnitts könnte der Kurs auf 55 Euro steigen.

Porsche AG Vz. (Tageschart in Euro)

Tendenz:

Wichtige Chartmarken

Widerstände: 55,58 // 62,46 Euro
Unterstützungen: 46,64 // 39,58 Euro

Fazit

Der Arbeitsantritt des neuen CEOs Michael Leiters am 1. Januar wurde bereits mit einem Kursplus von vier Prozent begleitet.

Mit einem Open End Turbo Long (WKN MJ5G43) könnten risikobereite Anleger, die einen steigenden Kurs der Porsche AG in den nächsten Wochen erwarten, überproportional von einem Hebel in Höhe von 4,00 profitieren. Das Ziel sei bei 55,58 Euro angenommen (1,97 Euro beim Derivat). Der Abstand zur Knock-Out-Barriere beträgt 25 Prozent. Der Einstieg in diese spekulative Position bietet sich dabei stets unter der Beachtung eines risikobegrenzenden Stoppkurses an.

Dieser könnte beim Basiswert bei 41,71 Euro platziert werden. Im Open End Turbo Long ergibt sich daraus ein Stoppkurs von 0,58 Euro. Für diese spekulative Idee beträgt das Chance-Risiko-Verhältnis dann 1,2 zu 1.

Strategie für steigende Kurse
WKN: MJ5G43 Typ: Open End Turbo Long
akt. Kurs: 1,15 – 1,18 Euro Emittent: Morgan Stanley
Basispreis: 35,77 Euro Basiswert: Porsche AG Vz.
KO-Schwelle: 35,77 Euro akt. Kurs Basiswert: 47,49 Euro
Laufzeit: Open End Kursziel: 1,97 Euro
Hebel: 4,00 Kurschance: + 64 Prozent
Quelle: Morgan Stanley



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