Deutsche Telekom Long: Gegenbewegung fällig!
Deutsche Telekom: Konsolidierung führt zu fundamentaler Unterbewertung!
Knapp zwei Drittel des Gesamtumsatzes der Deutschen Telekom im Jahr 2024 entfallen auf T-Mobile US. Der Konzern erzielte einen Gesamtumsatz von 115,80 Milliarden Euro, wovon 75,00 Milliarden Euro auf die US-Tochter entfallen. Auch das geplante Umsatzwachstum in den USA für die Jahre 2026 und 2027 von jeweils fünf Prozent pro Jahr ist bemerkenswert. Das EBITDA steigt in diesem Zeitraum um sieben Prozent pro Jahr. Dieses Wachstum wird durch Effizienzsteigerungen und operative Skaleneffekte erreicht. Durch vertragliche Vereinbarungen, beispielsweise Proxy-Vereinbarungen mit Softbank, kann die Deutsche Telekom etwa 58 Prozent der Stimmrechte kontrollieren. Nach weiteren Aktienrückkäufen und Offenlegungen aus SEC-Meldungen lag die wirtschaftlich kontrollierte Beteiligung Mitte 2025 bei rund 55 bis 57 Prozent.
Zum Chart
Für die Jahre 2026 und 2027 ergibt eine fundamentale Abschätzung mit der Kennzahl PEGY (KGV geteilt durch Gewinnwachstum plus Dividendenrendite) Werte unter 1. Unter diesem Gesichtspunkt deutet der Wert von 0,96 für 2026 auf eine faire Bewertung hin. Für 2027 liegt der Wert sogar bei 0,64. Wenn diese Konsensschätzungen zutreffen, ist die Aktie der Deutschen Telekom unterbewertet. Auch aus charttechnischer Sicht hat der Aktienkurs seit dem 24-Jahres-Hoch am 3. März 2025 bei 35,91 Euro eine Konsolidierung durchlaufen. Aktuell notiert die Aktie bei 26,74 Euro, was 25,8 Prozent unter dem Hoch vom März liegt. Bislang ist der Kurs nicht nachhaltig unter den Support bei 26,53 Euro gefallen. Kurzfristig betrachtet scheint sich ein Doppelboden zu bilden, von dem aus die Aktie wieder steigen könnte. Langfristig betrachtet befindet sich die Aktie jedoch in einem Abwärtstrend, der seit Anfang September intakt ist. Sollte die Aktie den Support bei 26,53 Euro durchbrechen, gibt es eine weitere Nachfragezone rund um 24,34 Euro. Innerhalb der nächsten Wochen wird diese Zone voraussichtlich nicht erreicht. Ein mittelfristiges ökonomisches Risiko könnte der Markteintritt von Elon Musks Starlink in die Telekommunikationsmärkte Europas und der USA darstellen, was den Kurs weiter belasten könnte. Kurzfristig könnten die Aktionäre jedoch auf freundlichere Kurse hoffen, da ein Ende des Wachstums der amerikanischen Tochtergesellschaft T-Mobile US vorerst nicht absehbar ist.
Fazit
Der Aktienkurs der Deutschen Telekom testet aktuell zum zweiten Mal die Unterstützung bei 26,53 Euro. Die vorherige Konsolidierung führt fundamental betrachtet zu einer Unterbewertung.
Mit einem Open End Turbo Long (WKN JQ9SCF) könnten risikofreudige Anleger, die einen steigenden Kurs der Aktie der Deutsche Telekom AG in den nächsten Wochen erwarten, überproportional von einem Hebel in Höhe von 3,71 profitieren. Das Ziel sei bei 30,36 Euro angenommen (10,84 Euro beim Derivat). Der Abstand zur Knock-Out-Barriere beträgt 27 Prozent. Der Einstieg in diese spekulative Position bietet sich dabei stets unter der Beachtung eines risikobegrenzenden Stoppkurses an.
Dieser könnte beim Basiswert bei 24,34 Euro platziert werden. Im Open End Turbo Long ergibt sich daraus ein Stoppkurs von 4,82 Euro. Für diese spekulative Idee beträgt das Chance-Risiko-Verhältnis dann 1,5 zu 1.
| Strategie für steigende Kurse | |
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|---|---|---|---|---|
| WKN: | JQ9SCF | Typ: | Open End Turbo Long | |
| akt. Kurs: | 7,21 – 7,25 Euro | Emittent: | JP Morgan | |
| Basispreis: | 19,55 Euro | Basiswert: | Deutsche Telekom AG | |
| KO-Schwelle: | 19,55 Euro | akt. Kurs Basiswert: | 26,74 Euro | |
| Laufzeit: | Open End | Kursziel: | 10,84 Euro | |
| Hebel: | 3,71 | Kurschance: | + 50 Prozent | |
| Quelle J.P. Morgan | ||||
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