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Börse Daily News & Analysen - Insight
In unserem täglich erscheinenden Newsletter "Insight" erhalten Sie morgens einen DAX Ausblick. Zudem werden zwei weitere, spannende Basiswerte analysiert. Am Nachmittag, vor US Börseneröffnung, gibt es ein Update auf den DAX plus eine US-Indexanalyse.
Die US-Aktienmärkte, insbesondere der Nasdaq und der S&P 500, fielen am Freitag spürbar, weil wichtige Technologie- und KI-Werte stark unter Druck gerieten. Besonders Broadcom drückte sichtlich auf die Stimmung, da Anleger Schwächen bei Margen und Profitabilität im KI-Geschäft fürchteten. Das löste Gewinnmitnahmen und Skepsis über die Bewertung von Tech-Aktien aus. Oracle verstärkte noch die negative Stimmung.
In der hochdynamischen Kursentwicklung der Vorwoche kam es am Freitag zu einem unerwartet heftigen Turnaround, nachdem der deutsche Leitindex DAX sein nächsthöheres Kursziel bei 24.500 Punkten intraday erreicht hatte. Die anschließenden Verluste drückten das Barometer in den Bereich des zuvor überwundenen Abwärtstrends, was sofortige Zweifel einer Jahresendrallye weckte. Ein vergleichbares Bild hat sich auch bei den wichtigsten und größten US-Indizes gezeigt.
Die McDonald’s-Aktie versucht seit Tagen, ein wichtiges Kaufsignal auszulösen – bisher jedoch ohne endgültigen Durchbruch. Zwar gelang ihr ein kurzfristiger Anstieg aus einer symmetrischen Dreieck, doch ein nachhaltiger Aufwärtsimpuls blieb aus. Trotzdem zeigen sich die Käufer entschlossen: Rücksetzer werden schnell aufgefangen, auch wenn die technische Lage weiterhin festgefahren wirkt.
Die jüngsten Quartalszahlen von Oracle lagen zwar insgesamt im Rahmen der Erwartungen, doch die Anleger reagierten trotzdem enttäuscht. Vor allem die hohen Investitionen des Unternehmens in den Ausbau seiner Cloud- und Rechenzentrumsinfrastruktur kamen an der Börse nicht gut an. Die Folge: Die Aktie verlor am Donnerstag – unmittelbar nach den Zahlen vom Vorabend – zweistellig an Wert.
Die erwartete, wenn auch nicht völlig unumstrittene Zinssenkung der US-Notenbank Federal Reserve hat an den Aktienmärkten für spürbaren Auftrieb gesorgt. Besonders der DAX reagierte positiv: Er konnte einen seit den Rekordständen bestehenden Abwärtstrend überwinden und richtet den Blick nun wieder auf höhere Kursregionen – bis hin zum Rekordhoch vom Oktober.
Ende Oktober wurde darauf hingewiesen, dass sich nach dem Rekordhoch vom September ein kleiner, enger Abwärtstrend – also eine bullische Flagge – gebildet hatte. Diese hat die Aktie von Goldman Sachs tatsächlich wie erwartet nach oben aufgelöst. Seitdem markiert das Papier nahezu täglich neue Höchststände und nähert sich damit dem ursprünglich genannten Kursziel.
Obwohl in dem Wertpapier des Ölmultis Chevron eine im Herbst aufgebaute inverse SKS-Formation kläglich gescheitert ist, tut sich seit etwa zwei Wochen nun die Möglichkeit eines Doppelbodens im Bereich des EMA 200 auf. Zwar muss dieser noch bestätigt werden, unterstreicht aber die fortlaufende Bereitschaft zu einem Trendwechsel und die Möglichkeit eines anschließenden Sprungs über einen seit 2022 andauernden Abwärtstrend.
Viele Anleger hatten diesem Mittwoch lange entgegengefiebert: Die US-Notenbank Fed hat den Leitzins – wie im Vorfeld erwartet – um weitere 25 Basispunkte gesenkt. Das sorgte nachbörslich für Rückenwind beim DAX, der nun auf eine wichtige Widerstandszone zusteuert. Ein Ausbruch darüber könnte ein Kaufsignal in Richtung der bisherigen Rekordstände liefern.