Täglich neue Aktientipps, Technische Analysen und Trading-Knowhow von Börsenexperten
Börse Daily News & Analysen - Insight
In unserem täglich erscheinenden Newsletter "Insight" erhalten Sie morgens einen DAX Ausblick. Zudem werden zwei weitere, spannende Basiswerte analysiert. Am Nachmittag, vor US Börseneröffnung, gibt es ein Update auf den DAX plus eine US-Indexanalyse.
Die anhaltenden verbalen Einmischungen von US-Präsident Donald Trump im Zusammenhang mit dem Krieg im Iran sorgen derzeit für große Unsicherheit an den Aktienmärkten. Diese Nervosität macht sich auch beim deutschen Leitindex DAX bemerkbar. Marktteilnehmer wissen aktuell nicht, wie sich der Konflikt weiterentwickeln wird, ob er bald endet und wann die wichtige Straße von Hormus wieder vollständig befahrbar sein könnte. Solange die Meerenge teilweise blockiert bleibt, wirkt sich die daraus entstandene Ölkrise belastend auf die Weltwirtschaft aus. Jeder weitere Tag der Unsicherheit erhöht den wirtschaftlichen Druck.
Die Aktie von McDonald’s zeigte in den vergangenen Monaten starke Kursschwankungen. Nachdem sich das Papier Ende Januar aus einem sogenannten symmetrischen Keil nach oben gelöst hatte, entstand ein klares Kaufsignal. In der vergangenen Woche konnte der Kurs daraufhin sogar ein neues Rekordhoch erreichen. Inzwischen mehren sich jedoch erste Anzeichen, dass die Dynamik nachlassen könnte. Dadurch rückt eine mögliche Trendwende in den Fokus der Anleger.
Die zuletzt zeitweise stark gestiegenen Ölpreise haben großen Ölkonzernen deutlichen Rückenwind gegeben – auch der Aktie von Chevron. Der Kurs konnte bis in die Nähe seiner Höchststände aus dem Jahr 2022 steigen und bewegt sich seitdem auf hohem Niveau überwiegend seitwärts. Diese Phase muss jedoch nicht das Ende der Aufwärtsbewegung bedeuten. Vielmehr könnte sie eine Pause sein, bevor der Kurs erneut anzieht und eine neue, stärkere Aufwärtsbewegung beginnt.
Widersprüchliche Aussagen aus der Trump-Administration zum Verlauf des Krieges mit dem Iran sorgen derzeit für große Unsicherheit an den Finanzmärkten. Anleger wissen kaum, wie sie die Lage einschätzen sollen. Zwar konnte sich der deutsche Leitindex zu Beginn dieser Woche um rund tausend Punkte erholen, doch eine klare Richtung ist weiterhin nicht erkennbar. Viele Marktteilnehmer zögern, sich stark zu positionieren, solange politische Signale so uneinheitlich bleiben.
Die Aktie des deutschen Chip-Herstellers Infineon sorgte Anfang Februar für neue Aufmerksamkeit an den Börsen: Der Kurs erreichte neue Rekordstände und löste damit ein Kaufsignal aus. Kurz darauf gerieten die internationalen Aktienmärkte jedoch unter Druck. Auslöser war die Eskalation des Konflikts zwischen den USA, Israel und dem Iran. In der Folge gab auch die Infineon-Aktie nach, sodass der jüngste Ausbruch nach oben zunächst wie ein Fehlsignal wirkt. Einige Marktbeobachter sehen darin allerdings eher eine kurzfristige Korrektur als eine grundlegende Trendwende.
Nach dem Corona-Schock im Jahr 2020 hat sich die Aktie der deutschen Fluggesellschaft Lufthansa nur langsam erholt. Inzwischen scheint sich jedoch auf niedrigem Kursniveau ein stabiler Boden gebildet zu haben. Der jüngste Nahostkonflikt belastet die Branche allerdings erneut. Für Fluggesellschaften spielen die Versorgung mit Treibstoff und dessen Kosten eine entscheidende Rolle – entsprechend geriet auch die Lufthansa-Aktie zuletzt unter Druck. Dennoch bleiben die kurz- bis mittelfristigen Aufwärtstrends bislang intakt, was den aktuellen Kurs für einige Anleger als möglichen günstigen Einstiegszeitpunkt erscheinen lässt.
Die faktische Schließung der Straße von Hormus verschafft dem Iran derzeit ein starkes Druckmittel im Konflikt mit den USA und Israel. Allein eine verbale Intervention des US-Präsidenten am Dienstag reichte zunächst aus, um die angespannten Rohstoff- und Finanzmärkte etwas zu beruhigen. In der Folge konnte der DAX rund tausend Punkte zulegen und stieg wieder auf etwa 24.000 Zähler.
Die Sorge vor möglichen Umbrüchen im Software- und Technologiesektor hat zuletzt auch die Aktie des US-Netzwerkausrüsters Cisco Systems belastet. Der Kurs hat sich dadurch ein gutes Stück von seinem Rekordniveau entfernt. Aus technischer Sicht könnte sich nun sogar ein möglicher Trendwechsel abzeichnen, auf den Anleger achten sollten.