Interventionen verpuffen

USD/JPY: USA krachend gescheitert


Der Höhenflug des japanischen Yen gegenüber dem US-Dollar endete schlagartig Ende Juli, als sowohl Japan als auch die USA am Währungsmarkt interveniert hatten. Nach einer ersten Verkaufswelle bis Anfang August folgte eine zweite Korrekturwelle bis Anfang September, seither wertet der Greenback gegenüber dem Yen wieder deutlich auf und attackiert unmittelbar einen seit Ende Juli bestehenden Abwärtstrend. Der aufgestaute Druck der letzten Tage könnte sich sogar sehr dynamisch zur Oberseite entladen und neue Jahreshochs hervorbringen.

Nachdem der US-Dollar gegenüber dem Yen (USD/JPY) nach einer kurzen Intervention der Japaner gegen Ende Juni das Vorgängerhoch aus Juli 2024 bei 161,9510 JPY erfolgreich überwunden hatte, zogen Japan sowie die USA zusammen die Notbremse und schickten das Paar bis Anfang September temporär auf 152,8870 JPY in drei geordneten Wellen (Konsolidierung) abwärts. Die Währungsmanipulation hielt aber nicht lange an, bereits Mitte dieser Woche stieg der Dollar an die obere Abwärtstrendkanalbegrenzung an und dürfte schon bald einen Ausbruchsversuch auf der Oberseite erproben; dies bietet hervorragende Chancen durch ein Ende der Konsolidierung.

De-Dollarisierung schreitet voran

 

Die größte Angst der US-Amerikaner ist, dass die Japaner anfangen, ihre US-Staatsanleihen zu verkaufen und damit ihre heimische Währung stützen. Doch die Intervention der USA hielt nicht lange an, ein erfolgreicher Kurssprung über 158,7560 JPY könnte dem Greenback wieder deutlichen Auftrieb verleihen, zunächst auf 160,2030 JPY, darüber an die Hochs aus 2024 bei 161,9510 und schließlich an das aktuelle Jahreshoch bei 163,9870 JPY. Eine vollständige Umsetzung der technischen Formation würde sogar Kurspotenzial bis auf 172,7980 JPY freisetzen, falls die großen Notenbanken nicht wieder dazwischenfunken. Auf der Unterseite würde ein Bruch der 2021er-Hochs bei 151,9440 JPY Korrekturpotenzial zurück auf den 200-Wochen-Durchschnitt (rote Linie) und damit auf die Hochs aus 1998 um 147,6700 JPY entfalten und sich tendenziell für den Aufbau von Verkaufsorders anbieten.

USD/JPY (Tageschart in JPY)

Tendenz:

Wichtige Chartmarken

Widerstände: 158,3410 // 160,3920 // 161,9510 // 162,8370 JPY
Unterstützungen: 156,9730 // 155,9760 // 155,2260 // 153,3700 JPY

Fazit

 

Kurse oberhalb von 158,7560 JPY dürften dem Dollar gegenüber dem Yen wieder deutliche Vorteile verschaffen und einen Anstieg zumindest an die Jahreshochs bei 163,9870 JPY ermöglichen. Durch den Einsatz des Open End Turbo Long Zertifikates WKN DY3K6W ließe sich vom gegenwärtigen Niveau aus eine attraktive Renditechance von 40 Prozent erzielen; das Ziel des Scheins wurde rechnerisch mit einem Wert von 10,78 Euro ermittelt. Eine Verlustbegrenzung sollte aber noch deutlich unter dem Vorwochenschlusskurs angesetzt werden. Als Anlagehorizont werden nur wenige Wochen angesetzt, bis das Paar USD/JPY in sein favorisiertes Kursziel einläuft. Wegen möglicher Interventionen durch die beiden Notenbanken sollte mit vergleichsweise engen Stopps gearbeitet werden.

Strategie für steigende Kurse
WKN: DY3K6W Typ: Open End Turbo Long
akt. Kurs: 7,64 – 7,65 Euro Emittent: DZ Bank
Basispreis: 144,6915 JPY Basiswert: USD/JPY
KO-Schwelle: 144,6915 JPY akt. Kurs Basiswert: 158,3230 JPY
Laufzeit: Open End Kursziel: 10,78 Euro
Hebel: 11,49 Kurschance: + 40 Prozent
Risikohinweis:
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
Quelle: DZ Bank


Bei Mini Future und Open End Turbo findet aufgrund der unbegrenzten Laufzeit eine ständige Anpassung von Basispreis und Barriere statt. Ebenso können sich Basispreis und Barriere beim Wechsel auf den nächstfälligen Future ändern. Weitere Informationen finden sich auf der Produktseite des Emittenten.


Interessenkonflikt

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