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Börse Daily News & Analysen - Insight
In unserem täglich erscheinenden Newsletter "Insight" erhalten Sie morgens einen DAX Ausblick. Zudem werden zwei weitere, spannende Basiswerte analysiert. Am Nachmittag, vor US Börseneröffnung, gibt es ein Update auf den DAX plus eine US-Indexanalyse.
Auf dem Frankfurter Parkett herrschte am Dienstag noch Verunsicherung, durch die zuvor aufgehobenen und im Anschluss neu verhängten US-Zölle sowie die Auswirkungen von künstlicher Intelligenz auf Unternehmen aus der Technologiebranche. Nach einem schwachen Wochenstart rutschte der DAX wieder knapp unter das Niveau von 25.000 Punkten und kämpft um den Erhalt eines kurzzeitigen Aufwärtstrends. Leichtem Rückenwind gab es dagegen von besseren Wirtschaftsdaten aus Deutschland, die allerdings als Randnotiz auftraten.
An der Wall Street und an der Technologiebörse Nasdaq setzt sich die Schwäche bei Software- und Cybersicherheitsunternehmen fort. Als ein Auslöser gilt das KI-Unternehmen Anthropic, ein Wettbewerber von OpenAI. Anthropic hatte kurz vor dem Wochenende ein neues Sicherheitstool für sein KI-Modell Claude vorgestellt. Die Innovationskraft des Unternehmens schürt bei Investoren die Sorge, dass bestehende Geschäftsmodelle anderer Anbieter unter Druck geraten könnten.
Zum Wochenstart gerieten zahlreiche US-Softwareunternehmen deutlich unter Verkaufsdruck. Auch die Aktie von CrowdStrike musste kräftige Verluste hinnehmen und rutschte im Tagesverlauf zeitweise zweistellig ins Minus. Dennoch könnte sich in Kürze eine interessante Chance ergeben, da der Kurs auf eine wichtige Unterstützungszone zusteuert.
Die erneute Verschärfung der Zollpolitik durch US-Präsident Donald Trump hat zum Wochenstart deutliche Spuren an den Finanzmärkten hinterlassen. Nachdem zunächst Erleichterung über seine Niederlage vor dem Supreme Court aufgekommen war, kippte die Stimmung mit dem Handelsstart in den USA deutlich ins Negative. Auslöser waren neue, kurzfristig verhängte Zölle, die viele Marktteilnehmer als unberechenbar empfinden.
Die Aktie von Palantir Technologies hat in den vergangenen Wochen deutliche Verluste hinnehmen müssen. Inzwischen zeichnet sich jedoch eine Stabilisierung ab – und zwar im Bereich der Hochs aus Februar 2025. Das könnte den Grundstein für eine Erholung legen, vorausgesetzt, der gesamte Softwaresektor gerät nicht erneut stärker unter Druck.
Obwohl die jüngsten Arbeitsmarkt- und Konjunkturdaten aus den USA nicht bei allen Beobachtern für uneingeschränktes Vertrauen sorgen, zeigen sich die Aktienmärkte bemerkenswert robust. Besonders deutlich wird das am S&P 500. Der Index befindet sich zwar kurzfristig in einem leicht abwärtsgerichteten Trend, doch dieser fällt bislang moderat aus. Sollte sich die Lage nach oben auflösen, könnte daraus ein neues Kaufsignal entstehen – mit der Chance auf weitere Rekordstände.
Kurz vor dem Wochenende hat das Oberste Gericht der USA der bisherigen Zollpolitik von Donald Trump einen Dämpfer verpasst. Die Finanzmärkte reagierten zunächst erleichtert auf die Entscheidung. Gleichzeitig nahm jedoch die Unsicherheit wieder zu – erkennbar unter anderem an der stärkeren Nachfrage nach Edelmetallen, die oft als sicherer Hafen gelten. Hintergrund ist, dass Trump auf Basis eines älteren Handelsgesetzes umgehend neue Zölle angekündigt hat.
Die Aktie von Advanced Micro Devices (AMD) konnte zuletzt zwar von der anhaltenden Begeisterung für Chipwerte profitieren. Doch hinter der positiven Stimmung zeichnet sich ein technisches Warnsignal ab: In den vergangenen Wochen hat sich im Bereich der bisherigen Rekordstände möglicherweise ein sogenanntes Doppel-Top gebildet. Dieses Kursmuster gilt unter Börsianern als potenzielles Warnzeichen für fallende Kurse – vor allem dann, wenn es auf Wochenbasis bestätigt wird. Auch aus fundamentaler Sicht gibt es Argumente, die eine vorsichtigere Haltung rechtfertigen.