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Börse Daily News & Analysen - Insight
In unserem täglich erscheinenden Newsletter "Insight" erhalten Sie morgens einen DAX Ausblick. Zudem werden zwei weitere, spannende Basiswerte analysiert. Am Nachmittag, vor US Börseneröffnung, gibt es ein Update auf den DAX plus eine US-Indexanalyse.
Zu Beginn dieser Woche waren Rüstungskonzerne einmal mehr gefragt, nachdem die Kriegsintensität in der Ukraine am Wochenende wieder merklich zugenommen hatte. Dies ließ Anleger wieder zu Rüstungswerten greifen und katapultierte Hensoldt zu Beginn dieser Woche auf ein frisches Rekordniveau, wodurch das Vorgängerhoch aus Anfang Juni einem ausgiebigen Test unterzogen wird. Im Vorfeld war es bereits gelungen, einen kurzzeitigen Konsolidierungstrend in klassischer 123-Form zu beenden.
An den Finanzplätzen rund um die Welt herrscht wegen eines drohenden Shutdowns der US-Regierung gewisse Nervosität, die wichtigsten Indizes treten seit Tagen auf der Stelle und lassen Anleger mit weiteren Signalen auf sich warten. Währenddessen geht die Rekordjagd bei Gold und Silber mit einer leichten Tendenz zur Rallyebeschleunigung ungebremst weiter.
Anteilsscheine des US-Zahlungsdienstleisters American Express konnten erfolgreich gegen Mitte September über die für ein Kaufsignal notwendige Nackenlinie einer großen inversen SKS-Formation zulegen und damit für eine Aktivierung eines Folgekaufsignals sorgen. Dieses wurde zudem auch noch in der abgelaufenen Woche durch einen erfolgreichen Wochenschlusskurs bestätigt, doch die letzte Kerze in Form eines möglichen Evening Stars lässt noch einige Zweifel an der Signallage aufkommen.
Seit Wochen kämpft das Wertpapier des US-Konsumgüterherstellers Procter & Gamble um den Erhalt des 200-Wochen-Durchschnitts, zunehmend macht sich die Sorge um einen nachhaltigen Bruch dieses Supports breit. Eine Abwicklung dieser Unterstützung würde folglich eine neuerliche Korrekturwelle heraufbeschwören und das bereits Ende Juni favorisierte Short-Szenario weiter fortsetzen.
Traditionell markiert der Oktober das Ende der schwächeren Sommerpause und den Beginn einer möglichen Jahresendrallye. Diesem Ereignis hat sich der DAX am Freitag sichtlich angenähert und in der Folge einen mehrwöchigen Abwärtstrend zum Teil beenden können. Fehlt nur noch der Sprung über einen ganz bestimmten Durchschnitt, damit für den DAX wieder einige sonnige Tage zustande kommen.
Bewertungstechnisch hatte die Aktie des Konsumgüter- und Healthcare-Konzerns Johnson & Johnson in 2024 einen erhöhten KGV, dieser ist jedoch in diesem Jahr auf ein attraktives Niveau zurückgefallen und brachte dem Wertpapier zuletzt wieder deutliche Kapitalzuflüsse. Aus technischer Sicht bereitet sich die Aktie derzeit in Form einer bullischen Flagge auf den letzten finalen Lauf zurück zum Allzeithoch aus 2022 vor und bietet daher ein äußerst interessantes Long-Setup.
Der deutsche Technologiesektor markierte zwar im Hochsommer nahezu neue Rekorde, schaffte den Sprung über die Vorgängerhochs aus Ende 2021 aber nicht und kann auch lange nicht mit der Performance des US-Techsektors mithalten. Eine vielversprechende inverse SKS-Formation seit Anfang dieses Jahres nahm durch den Kursrückfall der letzten Wochen etwas Schaden, dennoch konnte sich das Barometer an einer wichtigen Unterstützung aus Herbst 2021 stabilisieren.
Auch am Donnerstag setzte sich ein untergeordneter Abwärtstrend beim deutschen Leitindex DAX durch und zwang das Barometer zeitweise unter die Verkaufsmarke von 23.476 Punkten talwärts. Zwar konnte intraday diese Preismarke noch verteidigt werden, dennoch schwindet die Hoffnung auf weitere und vor allem schnelle Zinssenkungen in den USA durch ein überragend starkes zweites Quartal mit einem unerwartet hohen Wirtschaftszuwachs.