BMW Short: Barclays sieht das Kursziel 10 Prozent niedriger!
BMW: Längerfristig sollten sich die Absatzvolumina auf niedrigerem Niveau einpendeln.
Eine schnelle Wende zum Besseren lassen diese Zahlen nicht erwarten: BMW, Mercedes-Benz und der Volkswagen-Konzern erzielen derzeit so wenig Gewinn wie seit 16 Jahren nicht mehr. Besonders das Premiumsegment zeigt Schwächen, und bislang konnten die heimischen Hersteller trotz Milliardeninvestitionen mit ihren Elektroautos nicht überzeugen. Nach Einschätzung des Autoexperten Stefan Bratzel entscheiden die kommenden drei bis fünf Jahre darüber, ob die deutschen Autobauer als starke und unabhängige Unternehmen überleben können. Die britische Investmentbank Barclays hat die Einstufung von BMW von „Equal Weight“ auf „Underweight“ herabgesetzt, während das Kursziel bei 82,50 Euro bleibt. Zölle, Emissionsvorschriften, EU-Regulierungen und der chinesische Markt stehen auch 2026 im Mittelpunkt der Diskussion.
Zum Chart
Der Kursverlauf der BMW-Aktie erreichte am vergangenen Freitag mit einem Rückgang auf 92,02 Euro eine bedeutende Marke. Kurzfristig wurde damit die Unterstützung bei 91,72 Euro getestet. Bricht der Aktienkurs unter diese Marke, eröffnet sich der Weg zur nächsten Unterstützung bei 85,80 Euro und könnte weiterhin die von Barclays postulierte Marke von 82,50 Euro testen. Langfristig betrachtet hat der Kurs am 5. November 2025, dem Tag der Veröffentlichung der Quartalszahlen, die 200-Tage-Linie überschritten. Dies deutet auf die Bildung eines langfristigen Aufwärtstrends hin. Ohne die Berücksichtigung der ökonomischen Rahmenbedingungen ist die Aussage der 200-Tagelinie jedoch begrenzt. Die ökonomische Abwägung lässt eher den Schluss zu, dass der Aktienkurs erstaunlich gut gelaufen ist und eine Konsolidierung nicht unwahrscheinlich ist. Sollten doch die Bullen überhand gewinnen, ist spätestens beim Widerstand bei 101,55 Euro mit größerem Verkaufsdruck zu rechnen. Diese Einschätzung stützt sich auf die Abhängigkeit von BMW, seine Produkte weltweit erfolgreich zu verkaufen, um sinkende Gewinne und Dividenden zu vermeiden. Das US-Zollregime sowie der Marktanteilsrückgang in China sprechen eher für ein Ansteigen der Volatilität. Dennoch sieht die Konsensschätzung für die Jahre 2026 und 2027 steigende Gewinne beim Autobauer. Aus heutiger Sicht könnten hierbei die strukturellen Einschnitte nicht ausreichend berücksichtigt worden sein.
Fazit
Der Aktienkurs von BMW ist auf eine wichtige Unterstützungslinie gefallen. Sollte diese unterschritten werden, könnte der Kurs um weitere zehn Prozent nachgeben.
Mit einem Open End Turbo Short (WKN JL2EKC) könnten risikofreudige Anleger, die einen fallenden Kurs der Aktie der BMW AG in den nächsten Wochen erwarten, überproportional von einem Hebel in Höhe von 3,83 profitieren. Das Ziel sei bei 81,34 Euro angenommen (3,43 Euro beim Derivat). Der Abstand zur Knock-Out-Barriere beträgt 26 Prozent. Der Einstieg in diese spekulative Position bietet sich dabei stets unter der Beachtung eines risikobegrenzenden Stoppkurses an.
Dieser könnte beim Basiswert bei 99,44 Euro platziert werden. Im Open End Turbo Short ergibt sich daraus ein Stoppkurs von 1,62 Euro. Für diese spekulative Idee beträgt das Chance-Risiko-Verhältnis dann 1,3 zu 1.
| Strategie für fallende Kurse | |
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|---|---|---|---|---|
| WKN: | JL2EKC | Typ: | Open End Turbo Short | |
| akt. Kurs: | 2,36 – 2,41 Euro | Emittent: | JP Morgan | |
| Basispreis: | 115,85 Euro | Basiswert: | BMW AG ST | |
| KO-Schwelle: | 115,85 Euro | akt. Kurs Basiswert: | 92,02 Euro | |
| Laufzeit: | Open End | Kursziel: | 3,43 Euro | |
| Hebel: | 3,83 | Kurschance: | + 42 Prozent | |
| Quelle J.P. Morgan | ||||
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