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Börse Daily News & Analysen - Insight
In unserem täglich erscheinenden Newsletter "Insight" erhalten Sie morgens einen DAX Ausblick. Zudem werden zwei weitere, spannende Basiswerte analysiert. Am Nachmittag, vor US Börseneröffnung, gibt es ein Update auf den DAX plus eine US-Indexanalyse.
Zum Ende der abgelaufenen Handelswoche hat der deutsche Leitindex DAX einen erheblichen Schwächeanfall erlitten und ist unter die Marke von rund 24.000 Punkten abgerutscht. Das zuvor noch relativ bullische Chartbild hat sich damit weiter eingetrübt, womit zu Beginn dieser Woche mit weiteren Abschlägen zwingend gerechnet werden muss. Aber auch bei den US-Indizes läuft es derzeit nicht gerade rund, seit einigen Tagen setzen diese auch zurück und übertragen die Schwäche auf den europäischen Finanzplatz.
Der größte Onlinehändler der Welt, Amazon.com, hat gestern nachbörslich Quartalszahlen vorgelegt und dürfte am letzten Handelstag dieser Woche für die eine oder andere Überraschung sorgen. Technisch hat sich die Aktie seit Sommer dieses Jahres in einer groben Seitwärtsphase knapp oberhalb der Rekordstände aus Anfang 2025 eingekeilt. Nur eine Auflösung dieser Schiebephase dürfte die nächsten großen Signale hervorbringen und für eine Auflösung der bestehenden Pattsituation sorgen.
Bereits Mitte September vollzog das Wertpapier des deutschen Rückversicherers Hannover Rück einen Test eines mittelfristigen Aufwärtstrends, konnte aber in letzter Minute zur Oberseite abdrehen. An einem seit dem Rekordhoch bestehenden Abwärtstrend kam aber wieder erhöhter Verkaufsdruck auf, sodass der Trend erneut auf dem Prüfstand steht. Aus der gesamten Kursentwicklung seit Mitte August ergibt sich hierdurch nun eine potenzielle Verkaufsformation, die die Aktie auf Sicht der nächsten Wochen deutlich gen Süden schicken könnte.
Aus dem Treffen mit dem US-Präsidenten Trump und seinem chinesischen Konterfei Xi ist bisher kaum mehr hervorgegangen, als dass die beiden Seiten an einer weiteren Eskalation des Handelskonfliktes nicht interessiert sind. Trotz aller Differenzen einigte man sich auf den kleinsten gemeinsamen Nenner und ließ die Märkte ohne aussagekräftige Signale sich selbst überlassen. Das lässt sich sehr gut am Beispiel des DAX-Index ablesen, der sich den gesamten Donnerstag über praktisch wieder auf Richtungssuche befand und einen erneuten Test des 50-Tage-Durchschnitts intraday vollzog. Noch besitzt das Barometer die Chance auf eine positive Auflösung der Pattsituation.
Die deutsche Wirtschaft stagniert, inflationsbereinigt verliert sie sogar an Schwung, was sich bestens an den Indizes dieses Landes ablesen lässt. Besonders der Technologieindex TecDAX zeigt seit Wochen deutliche Bremsspuren und droht durch einen Fehlausbruch aus der letzten Woche über einen untergeordneten Abwärtstrend seit Sommer dieses Jahres sogar weiter abzurutschen. Angesichts der in dieser Woche angehäuften Verluste könnte dies ein gefundenes Fressen für bärische Marktteilnehmer bei weiteren Abschlägen werden.
Während das offensichtlichste Produkt von Tesla (Elektroautos) Absatzrückgänge verzeichnet, notiert die Aktie nicht weit entfernt von ihren bisherigen Rekordständen aus Ende 2024. Die seit einigen Wochen anhaltende Schiebephase könnte durch den vielversprechenden Wochenauftakt schon bald aufgelöst werden und neue Rekorde ermöglichen.
Während die größten US-Indizes mal wieder einen weiteren Rekordtag verbuchen konnten, bekamen Anleger hierzulande zur Wochenmitte offenbar kalte Füße und senkten den Daumen für den deutschen Leitindex DAX. Dieser fiel intraday bis ganz in die Nähe des 50-Tage-Durchschnitts und damit einer wichtigen Stütze der letzten Tage zurück. Noch kann die Hoffnung und letzter Strohhalm für eine inverse SKS-Formation resultierend aus dem Kursgeplänkel der letzten Tage aufrechterhalten werden. Übergeordnet mahnt der Fehlausbruch aus Anfang Oktober aber zunehmend zur Vorsicht.
Johnson & Johnson (JnJ) hat erfolgreich sein drittes Quartal abgeschlossen und konnte sowohl beim Wachstum im Geschäft mit Medikamenten als auch medizinischen Geräten profitieren. Dennoch befindet sich das Wertpapier zu Beginn dieser Woche in einer Korrekturphase, nachdem der Wert kurzzeitig über seinen Vorgänger hoch aus April 2022 zulegen konnte. Dies bietet jedoch angesichts der vorausgegangenen und sehr steilen Rallye die Möglichkeit, auf einem niedrigeren Kursniveau wieder aufzuspringen.