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Börse Daily News & Analysen - Insight
In unserem täglich erscheinenden Newsletter "Insight" erhalten Sie morgens einen DAX Ausblick. Zudem werden zwei weitere, spannende Basiswerte analysiert. Am Nachmittag, vor US Börseneröffnung, gibt es ein Update auf den DAX plus eine US-Indexanalyse.
Vor dem Hintergrund weiter zurückgehender Erzeugerpreise im Euroraum und einer gestiegenen Geschäftsaktivität im deutschen Servicesektor im März konnte der Deutsche Aktienindex DAX seine Gewinne am Donnerstag weiter ausbauen und ein Stück weit die Verluste vom Dienstag eindämmen. Allerdings ist die Aufwärtsdynamik fast zum Erliegen gekommen, für den regelkonformen Abschluss der zu Wochenbeginn gestarteten Konsolidierung fehlen noch frische Wochentiefs.
Die kürzlich vorgestellte Long-Idee auf den Kreditvermittler für Immobilien Hypoport trägt zwar noch keine richtigen Früchte, allerdings lässt sich viel aus der gestrigen Kursreaktion auf dem Frankfurter Parkett herauslesen. Ein kurzzeitiger Kurseinbruch zu Beginn dieser Handelswoche wurde sogleich wieder am Mittwoch vollständig ausgeglichen und unterstreicht den Kaufdruck in der Aktie.
Die Ölpreise bewegten sich auch zur Wochenmitte weiter gen Norden und konnten hierbei wichtige Hürden meistern, wie am Beispiel des US-Öl-Futures WTI zu erkennen ist. Ein rasches Ende der Rallye ausgelöst durch die zahlreichen Konfliktherde rund um den Erdball ist nicht in Sicht, dennoch sollten charttechnische Aspekte hierbei nicht vernachlässigt werden.
Nach einem vergleichsweise schwachen Start in die verkürzte Handelswoche und eines Rücksetzers zurück auf den 50-Tage-Durchschnitt um 18.284 Punkten hat sich das heimische Leitbarometer DAX an diesem Punkt zur Wochenmitte stabilisieren können und sogar einen leichten Gewinn zur Schlussglocke eingefahren. Dennoch liefert der Abschlag vom Dienstag einen nicht unwichtigen Hinweis auf eine mögliche Ausweitung der Konsolidierung, die ebenfalls von den US-Indizes aus technischer Sicht bestätigt wird.
Der US-amerikanische Leitindex Dow Jones Industrial Average (DJIA) hat nach Ausbruch über seine Vorgängerhochs aus 2022 seine Gewinne um weitere acht Prozent auf knapp 40.000 Punkte ausbauen können. Zeitgleich ist der Index allerdings auch an seine obere Trendkanalbegrenzung und einem ersten großen mittelfristigen Ziel gelegen am 138,2 % Fibonacci-Retracement angekommen und hat zudem in diesem Bereich ein eindeutiges Doppelhoch etabliert. Diese Gemengelage könnte die seit zwei Tagen laufende Konsolidierung weiter ausbauen.
Die Ukraine greift in letzter Zeit vermehrt Raffinerien in der Russischen Föderation an, durch den Ausfall der Produktionsanlagen verknappen sich Treibstoffe wie Benzin und Diesel. Mittlerweile sind die Auswirkungen auch an der Börse angekommen, wie unschwer an der Kursentwicklung des US-amerikanischen Futures WTI zu erkennen ist. Im gestrigen Handel gelang es eine zweite große Zielmarke um 85,39 US-Dollar ins Trockene zu bringen.
Trotz eines frischen Rekordhochs bei 18.567 Punkten im frühen Dienstagshandel hat sich das heimische Leitbarometer vergleichsweise schnell von seinen Hochs distanziert und ist in eine Intraday-Konsolidierung übergegangen. Auch die US-Indizes spielten nicht im Sinne der Bullen mit und setzten ihre bereits am Montag eingeleitete Talfahrt weiter fort. Einen Hoffnungsschimmer für die deutsche Wirtschaft senden dagegen aktuelle Inflationsdaten aus.
Die Aussicht auf gleich drei Zinssenkungen durch die US-Notenbank Fed generiert auch hierzulande Zuversicht, dass die Europäische Zentralbank EZB mitzieht und damit die Finanzierungskosten für Immobilien fallen. Insbesondere der Kreditvermittler Hypoport dürfte hiervon wieder profitieren, technisch hat das Papier zuletzt sehr wichtige Hürden auf dem Weg gen Norden gemeistert.