SAP Short: Kurzfristige Risiken überwiegen!

SAP: Substitutionsangst der Marktteilnehmer lässt den Kurs fallen!


Der Aktienkurs von SAP ist nach dem Trendbruch Ende September nahezu in den freien Fall übergegangen. Die Marktteilnehmer sehen bei reinen Softwareunternehmen die Gefahr, dass deren Assets durch das Umgreifen der KI-Technik schnell an Wert verlieren. Dass das Management nicht tatenlos zuschaut, wie die Felle den Bach runtergehen, ist auch logisch.

Die Aktien von SAP sind am Freitag im volatileren Marktumfeld auf das niedrigste Niveau seit Anfang 2024 gefallen. Mit 151,22 Euro in der Spitze kosteten sie 6,21 Prozent weniger als tags zuvor. Der europäische Softwaresektor leidet im bisherigen Jahresverlauf erheblich unter Verdrängungsängsten durch Künstliche Intelligenz (KI). Analysten haben zuletzt wiederholt versucht, die Anleger zu beruhigen, eine Trendwende ist jedoch bisher ausgeblieben. Der CEO Christian Klein reagiert mit einer neuen Gebührenstruktur. Künftig wird nicht mehr die Anzahl der Nutzer, sondern der Umfang des KI-Einsatzes die Höhe der Zahlungen bestimmen. Die Technologie verringert den Personalbedarf der Unternehmen. Zudem kündigte SAP den Aufbau neuer Teams an, die Kunden bei der Entwicklung von KI-Agenten auf Basis der SAP-Programme unterstützen sollen.

Zum Chart

Die Aktie von SAP legte vom Tiefstand am 23. September 2022 bei 79,58 Euro bis zum Allzeithoch am 19. Februar 2025 bei 283,50 Euro deutlich zu. Diese Aufwärtsbewegung entspricht in der Spitze einer Rendite von 256 Prozent. Anschließend fiel der Kurs aufgrund eines breiten Verkaufs von Wertpapieren im Zusammenhang mit dem sogenannten Liberation-Day um 26 Prozent auf 210,20 Euro zurück. Seit dem Tief dieser Abwärtsbewegung am 7. April erholte sich der Kurs bis zum 6. Juni, bevor er aktuell wieder in Stufen in den Bereich von 151,22 Euro zurückgefallen ist. Sollte die Unterstützung bei 151,22 Euro jedoch nachhaltig durchbrochen werden, besteht weiteres Abwärtspotenzial, zumal in den Augen der Marktteilnehmer das Vermögen von SAP (proprietäre Software) durch die KI-Revolution an Wert verlieren könnte. In diesem Fall könnte die nächste Unterstützung bei 134,48 Euro angesteuert werden. Fundamental betrachtet ist die Aktie mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) für 2026 von 23,08 wieder etwas günstiger bewertet. Sind die Ängste der Marktteilnehmer bezüglich einer Entwertung der Software berechtigt, könnte der Aktienkurs und das KGV noch weiter fallen. Ob die Gegenmaßnahmen des Managements bei den verängstigten Aktionären greifen, werden die nächsten Wochen zeigen.

SAP SE (Tageschart in Euro)

Tendenz:

Wichtige Chartmarken

Widerstände: 163,00 // 184,56 Euro
Unterstützungen: 151,22 // 134,48 Euro

Fazit

Die Marktteilnehmer sehen bei reinen Softwareunternehmen die Gefahr, dass deren Assets durch das Umgreifen der KI-Technik schnell an Wert verlieren.

Mit einem Open End Turbo Short (WKN JZ34PQ) könnten risikofreudige Anleger, die einen fallenden Kurs der Aktie der SAP SE in den nächsten Wochen erwarten, überproportional von einem Hebel in Höhe von 3,54 profitieren. Das Ziel sei bei 132,48 Euro angenommen (6,53 Euro beim Derivat). Der Abstand zur Knock-Out-Barriere beträgt 28 Prozent. Der Einstieg in diese spekulative Position bietet sich dabei stets unter der Beachtung eines risikobegrenzenden Stoppkurses an.

Dieser könnte beim Basiswert bei 171,36 Euro platziert werden. Im Open End Turbo Short ergibt sich daraus ein Stoppkurs von 2,65 Euro. Für diese spekulative Idee beträgt das Chance-Risiko-Verhältnis dann 1,2 zu 1.

Strategie für fallende Kurse
WKN: JZ34PQ Typ: Open End Turbo Short
akt. Kurs: 4,40 – 4,41 Euro Emittent: JP Morgan
Basispreis: 196,08 Euro Basiswert: SAP SE
KO-Schwelle: 196,08 Euro akt. Kurs Basiswert: 153,82 Euro
Laufzeit: Open End Kursziel: 6,53 Euro
Hebel: 3,54 Kurschance: + 48 Prozent
Quelle J.P. Morgan



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