Call auf MTU: Aktie stark!

MTU AG: Aktie reagiert positiv auf Waffenruhe!


Der Kursverlauf der MTU-Aktie hat sich derzeit von einem partiellen Tief erholt. Zuvor führte die Abhängigkeit von der zivilen Luftfahrt, die etwa 90 Prozent des Umsatzes ausmacht, zu einem Kurseinbruch. Dieser Einbruch erfolgte unmittelbar nach dem Erreichen des Allzeithochs von 404,80 Euro und war dem Irankrieg geschuldet.

Der Münchner Triebwerkshersteller MTU Aero Engines steigt mit der Übernahme eines Kölner Start-ups in den Markt für Drohnenantriebe ein. MTU übernimmt die AeroDesignWorks GmbH (ADW), die Turbotriebwerke für kleinere unbemannte Flugzeuge und Lenkflugkörper entwickelt. Nach Angaben von MTU-CEO Johannes Bussmann soll dieser Schritt helfen, das militärische Geschäft zügiger auszubauen. Militärische Triebwerke und deren Instandhaltung machen derzeit rund zehn Prozent des MTU-Umsatzes aus. ADW erzielt einen Umsatz von rund zehn Millionen Euro, wobei das Potenzial für erhebliches Wachstum besteht. Zu den Kunden des Start-ups zählen bereits MBDA, Airbus und Boeing. Die Priorität von ADW liegt darin, die Produktion für größere Stückzahlen zu adaptieren und Drohnentriebwerke mit höherem Schub zu entwickeln.

Zum Chart

Charttechnisch wurde die seit Ende September 2023 bestehende Aufwärtssequenz im Februar 2025 durchbrochen. Der sogenannte Liberation-Day führte Anfang April 2025 zu einem Kurseinbruch. Anschließend übernahmen die Bullen das Ruder und sorgten für eine Erholung des Aktienkurses. Im Zuge dieser Erholung wurde das alte Allzeithoch von vor der Pandemie bei 289,30 Euro überwunden. Am 28. Februar 2026 wurde ein neues Allzeithoch bei 404,80 Euro markiert. Dieses Allzeithoch wurde innerhalb einer Seitwärtsrange erreicht, wobei das Niveau bei 404,80 Euro zuvor vier Mal getestet wurde. Nach dem Erreichen des Allzeithochs brach der Kurs ein, durchbrach den 200-Tage-EMA (exponentieller gleitender Durchschnitt) und fiel bis zur Unterstützung bei 292,20 Euro. Aktuell hat sich das Papier auf 330,60 Euro erholt. Dabei führte die unstete Politik des US-Präsidenten im Zusammenhang mit der Bombardierung des Irans zu erhöhter Volatilität. Die Vereinbarung über eine zweiwöchige Waffenruhe bewirkte einen stark ansteigenden Kurs, wobei der Widerstand bei 327,20 Euro überwunden wurde. Da der Triebwerksbauer MTU überwiegend in der zivilen Luftfahrt tätig ist, erlitt die Aktie zuvor einen Verlust von 28 Prozent vom Allzeithoch. Aktuell hat der Kurs jedoch rund 13 Prozent wiedergewonnen. Sollte der Konflikt im Mittleren Osten mit einem Friedensvertrag enden, könnte der Kurs weiter in Richtung des Allzeithochs zulegen.

MTU Aero Engines AG (Tageschart in Euro)

Tendenz:

Wichtige Chartmarken

Widerstände: 358,60 // 404,80 Euro
Unterstützungen: 327,20 // 292,20 Euro

Fazit

Risikobereite Anleger, die von einer steigenden Aktie der MTU Aero Engines AG bis auf 369,60 Euro ausgehen, könnten durch einen Call-Optionsschein (WKN FD55QV) überproportional mit einem Omega von 3,84 profitieren. Bei angenommener konstant hoher impliziter Volatilität von 36 % und dem Ziel bei 369,60 Euro (7,21 Euro beim Optionsschein) ist bis zum 11.05.2026 eine Rendite von rund 46 % zu erzielen. Fällt der Kurs des Underlyings in dieser Periode auf 301,60 Euro, resultiert daraus ein Verlust von rund 33 % beim Optionsschein. Das Chance-Risiko-Verhältnis beträgt somit 1,39 zu 1, wenn bei 301,60 Euro (3,32 Euro beim Schein) eine Stop-Loss-Order vorgesehen wird.

Strategie für steigende Kurse
WKN: FD55QV Typ: Call-Optionsschein
akt. Kurs: 4,93 – 4,97 Euro Emittent: Société Générale
Basispreis: 340,00 Euro Basiswert: MTU Aero Engines AG
akt. Kurs Basiswert: 330,60 Euro
Laufzeit: 18.06.2027 Kursziel: 7,21 Euro
Omega: 3,84 Kurschance: + 46 Prozent
Quelle: Société Générale



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