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Börse Daily News & Analysen - Insight
In unserem täglich erscheinenden Newsletter "Insight" erhalten Sie morgens einen DAX Ausblick. Zudem werden zwei weitere, spannende Basiswerte analysiert. Am Nachmittag, vor US Börseneröffnung, gibt es ein Update auf den DAX plus eine US-Indexanalyse.
Nahezu alle im Bereich der KI-Branche angesiedelten Chiphersteller profitieren vom Boom in diesem Bereich, Massenhersteller wie Intel gingen zuletzt dagegen fast leer aus. Trotzdem wird diesen Unternehmen trotzdem eine große Bedeutung angesichts der Spannungen rund um Taiwan und China beigemessen, das Wertpapier versucht sich derzeit auf dem Niveau aus Anfang 2023 an einer Stabilisierung.
Nach der dünnen Datenlage zu Beginn dieser Handelswoche folgen erst noch die risikoreichen Nachrichten, wie beispielshalber Zahlen zu den privaten Konsumausgaben in den USA und allen voran Inflationsdaten aus Deutschland und der Eurozone. Volkswirte rechnen mit gestiegenen Verbraucherpreisen, was offenbar die Stimmung am Dienstag auf dem Frankfurter Parkett bestimmte und der DAX im Minus abschloss.
Seit den aktuellen Jahreshochs hat das Wertpapier von BMW etwas mehr als 20 Prozent an Wert verloren und zeitgleich seine dreistellige Kursmarke aufgegeben. Allerdings versucht sich die Aktie derzeit an einer Horizontalunterstützung bestehend seit Januar 2023 zu stabilisieren und damit einen längerfristigen Aufwärtstrend zu verteidigen. Zwar geht aus dem Kursgeplänkel der letzten Tage noch keine eindeutige Signallage hervor, ein Boden könnte aber durchaus gelingen.
Papiere der deutschen Softwareschmiede SAP haben sich in der abgelaufenen Handelswoche sehr nahe an die bisherigen Rekordstände herangetastet, wurden jedoch von der kurzfristigen Nervosität an den Märkten in der Vorwoche ungeplant ausgebremst. Doch der Beginn dieser Woche präsentiert sich wieder freundlich, am Montag gelang es SAP um 0,2 Prozent unter Ausschluss der US-Börsen zuzulegen.
Auch ohne den US-Handel am Montag konnte das deutsche Leitbarometer DAX zu Wochenbeginn einen erfolgreichen Start für sich verbuchen und am Ende des regulären Xetra-Handels einen Gewinn von 0,44 Prozent an der Frankfurter Börse ausweisen. Die gute Laune auf dem Parkett sorgte für Gewinne und signalisiert eine mögliche Talsohle des Wirtschaftsabschwungs. Weitere Daten müssen zur Bestätigung allerdings erst noch abgewartet werden.
Trotz der kurzzeitigen Turbulenzen an den wichtigsten Aktienmärkten dieser Welt zeigen sich Käufer bei dem Wertpapier von Hypoport unbeirrt und trieben die Notierungen im Freitagshandel direkt an das erste große mittelfristige Kursziel bei 324,40 Euro voran. Dabei hat die Rallye seit Ausbruch über einen engeren Trendkanal Anfang Mai sogar noch an Geschwindigkeit dazugewonnen, ein direkter Durchmarsch scheint möglich, birgt aber auch unwägbare Rückfallrisiken durch den nahenden Widerstandsbereich aus dem Frühjahr 2022.
Nach einem Kursverlust von über 16 Prozent seit Anfang April hat das Wertpapier von Mercedes-Benz einen seit Oktober letzten Jahres bestehenden Aufwärtstrend erreicht und ist an der unteren Trendbegrenzung zur Oberseite angesprungen. Noch lässt sich hieraus keine greifbare Erholungsbewegung ableiten, die Chance hierauf durch einen Sprung über den EMA 50 würde allerdings merklich zunehmen und damit eine spekulative Long-Chance eröffnen.
Einige Mitglieder des Offenmarktausschusses haben wegen der anhaltend hohen Inflation und vor allem Kerninflation in den USA sogar Leitzinserhöhungen nicht ausgeschlossen und für einen kurzzeitigen Crash an den Aktienmärkten zum Ende der abgelaufenen Handelswoche gesorgt. Schnell aber fingern sich die Börsen hierzulande und in den USA, der deutsche Leitindex konnte unter sehr hoher Volatilität den EMA 50 als Unterstützung letztendlich noch verteidigen. Damit dürfte sich die Schaukelbörse der letzten zwei Wochen auch in dieser Woche unvermindert fortsetzen.