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Börse Daily News & Analysen - Insight
In unserem täglich erscheinenden Newsletter "Insight" erhalten Sie morgens einen DAX Ausblick. Zudem werden zwei weitere, spannende Basiswerte analysiert. Am Nachmittag, vor US Börseneröffnung, gibt es ein Update auf den DAX plus eine US-Indexanalyse.
Ein schwacher chinesischer Absatzmarkt und Ungewissheit bei Elektroautos haben in den letzten Monaten den größten deutschen Autobauern heftig zugesetzt, darunter auch den Bayerischen Motorenwerken BMW. Nach einem Kursabschlag von rund 33 Prozent seit den aktuellen Jahreshochs sucht die Aktie nach einem Aufwärtstrendbruch vergeblich nach einem Boden, die Kursmuster lassen in der aktuellen Form auf weitere Verluste schließen.
Im gestrigen Handel konnte das Wertpapier des Kreditvermittlers Hypoport um knapp fünf Prozent auf der Oberseite anspringen und hat intraday versucht einen temporären Abwärtstrend sowie den EMA 200 zu knacken. Zwar blieb am Ende des Tages nur eine lange Lunte auf der Tageskerze stehen, allerdings ist die Bereitschaft, dem Unternehmen weiteres Kapital zukommen zu lassen, unübersehbar.
Gespannt warten Investoren auf US-Inflationsdaten am Mittwoch und erhoffen sich aus der anschließenden Pressekonferenz neue Hinweise für eine mögliche Zinssenkung im September. Ein anderes viel diskutiertes Thema ist bei Börsianern der Nahost-Konflikt, wo eine Ausweitung der feindlichen Angriffe erwartet wird. Unterdessen ist der deutsche Leitindex DAX mit einem nachhaltigen Ausbruch über den EMA 50 trotz eines temporären Anstiegs darüber gescheitert.
Offenbar konnte der letzte Rücksetzer zurück auf die markante Horizontalunterstützung bestehend aus den Junitiefs geschickt für eine Kehrtwende und einen potenziellen Doppelboden genutzt werden, seit gut drei Tagen befindet sich Rohöl der US-Sorte WTI wieder im merklichen Aufwind und könnte aus technischer Sicht seine Gewinne weiter bis zum laufenden Abwärtstrend ausbauen.
Trotz eines charttechnisch massiven Widerstandes im Bereich einer ehemaligen Nackenlinie einer vorausgegangenen SKS-Formation hat sich die Netflix-Aktie erfolgreich zurück an das 38,2 % Fibonacci-Retracement zurückgekämpft und versucht sogar den laufenden Abwärtstrend zu beenden. Noch könnte das Wertpapier kehrt machen, die Lagebeurteilung spricht jedoch für einen weiteren Vorstoß seitens der Käufer.
Zum Ende der abgelaufenen Handelswoche konnte der Deutsche Aktienindex DAX seine Gewinne wie erwartet weiter ausbauen und erreichte im späten Handel sogar den 50-Tage-Durchschnitt. Für die nächste Aufwärtsetappe bedarf es jedoch eines Kurssprungs darüber, mit jedem weiteren Zugewinn steigen nämlich auch die Rückfallrisiken, die sogar ab sofort einsetzen könnten.
Aktien des US-Zahlungsabwicklers Visa tendieren fortwährend in einem seit Mitte März bestehenden Abwärtstrend und suchen im Bereich der Verlaufshochs aus 2021 nach einem tragfähigen Boden. Dieser Fall geht mit hoher Volatilität und einer vorläufig unklaren Signalanlage einher.
Papiere des US-Streamingdienstleisters Netflix beschreiben nach dem Bruch des EMA 200 und anschließenden Ausverkaufs seit Beginn dieser Handelswoche eine Erholungsbewegung und haben sich hierbei an die Nackenlinie einer ehemaligen SKS-Formation hochgeschaukelt. Genau dieser Bereich dürfte nun die Weichen für einen weiteren Durchmarsch oder neuerlichen Abverkauf stellen.