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Börse Daily News & Analysen - Insight
In unserem täglich erscheinenden Newsletter "Insight" erhalten Sie morgens einen DAX Ausblick. Zudem werden zwei weitere, spannende Basiswerte analysiert. Am Nachmittag, vor US Börseneröffnung, gibt es ein Update auf den DAX plus eine US-Indexanalyse.
Nachdem in der Apple-Aktie erfolgreich eine Trendwende in Form einer SKS-Formation in den letzten Tagen vollzogen wurde, fiel der Wert wie erwartet auf seinen 61,8 % Fibonacci-Retracement und damit die letztmögliche Trendwendemöglichkeit zurück. Erste Schnäppchenjäger ließen sich am Dienstag blicken, doch die Aktie könnte noch um einiges höher zulegen. Dies täuscht jedoch nicht über die möglichen Probleme in Bezug auf die US-Handelszölle hinweg und könnte mittel- bis langfristig für das Unternehmen belastend werden.
Der Flash-Crash der letzten Tage hat auch das deutsche Rüstungsunternehmen Hensoldt sichtlich in den Keller gedrückt, exakt am ehemaligen Aufwärtstrend lauerten jedoch Schnäppchenkäufer und holten das Papier seitdem wieder um knapp 38 Prozent zurück. Unterdessen bereitet sich die Aktie auf einen Ausbruch aus dem kurzfristigen Abwärtstrend bestehend seit den Rekordständen vor und könnte sogar neuerlichen Schub auf der Oberseite durch weitere Kapitalzuflüsse erfahren.
Fürs Erste scheint der Schock an den Börsen der letzten Tage etwas verdaut worden zu sein, der deutsche Leitindex DAX konnte im gestrigen Handelsverlauf auf über 20.300 Punkte zulegen und damit einen Großteil der Verluste der letzten Stunden wieder wettmachen. Dennoch schwebt über dem Barometer weiter das Damoklesschwert einer Eskalation im Zollstreit mit den USA. China macht es vor, die USA schlagen mit aller Härte zurück.
Wie auch zahlreiche anderen US-Aktien profitierte die US-Großbank JP Morgan Chase & Co. von der Gunst der Anleger und konnte mit Bravour alle gesteckten Kursziele in den letzten Monaten deutlich übertreffen und bewies dadurch relative Stärke. Doch nun hat die Party ein jähes Ende genommen und der Wert zudem eine Trendwendeformation abgeschlossen. Auf Sicht der nächsten Wochen verheißt das für Bullen nichts Gutes, die Vorteile dürften ab sofort bei den bärischen Marktteilnehmern liegen.
Zum Teil waren Verluste von über 20 Prozent in den letzten Tagen durch den Zollschock ausgelöst durch US-Präsident Donald Trump an den Handelsplätzen zu verzeichnen gewesen, Wertpapiere des deutschen Rückversicherers Hannover Rück konnten sich gekonnt dem Ereignis weitestgehend entziehen und halten immer noch einen seit Juli 2022 bestehenden Aufwärtstrend intakt. Bislang fehlt es sogar an einem konsistenten Trendwendesignal, das zu einem Aufwärtstrendbruch führen könnte.
Auch am Montag setzte sich die Talfahrt an den Börsenplätzen dieser Welt fort, der deutsche Leitindex DAX verlor zeitweise um 10 Prozent an Wert und setzte auf seinen seit September 2022 laufenden Aufwärtstrend sowie die Kursmarke von 18.489 Zählern zurück. Intraday wurde das Leitbarometer jedoch wieder hochgekauft und beendete den regulären Xetra-Handel mit einem Abschlag von lediglich 4,13 Prozent. Die Hoffnungen der Anleger ruhen derzeit auf einer Einigung im Zollstreit, wobei China die harte Variante gewählt hat und am Wochenende ebenfalls Einführzölle erhoben hat, die EU hält den Verhandlungsweg für richtig.
Das durch US-Präsident Donald Trump ausgelöste Beben an den Finanzmärkten rund um den Globus hat bei den US-Indizes in der abgelaufenen Handelswoche alle Dämme brechen lassen, der Dow Jones Index fiel wochenbereinigt um 7,86 Prozent auf den tiefsten Stand seit Mai 2024 zurück. Zwar stabilisierte sich das Barometer an seiner unteren Aufwärtstrendkanalbegrenzung zeitweilig, weitere Verluste müssen unter den gegebenen Umständen jedoch zwingend eingeplant werden.
Wertpapiere des US-Ölkonzerns Exxon Mobil haben es zwar geschafft, über die Verlaufshochs aus 2014 Ende 2022 zuzulegen, kommen seither an der Barriere von rund 120 USD aber nicht vorbei. Die Furcht vor einer weltweiten Rezession sowie Ausweitung der Ölfördermengen durch das Ölkartell OPEC+ und damit fallender Energiepreise könnten dem Konzern demnächst die Bilanz verhageln und das Wertpapier weiter auf Talfahrt schicken. Aus technischer Sicht wird dies durch eine beginnende zweite Verkaufswelle untermauert.