Call auf Volkswagen: Marktteilnehmer greifen zu!
Volkswagen: Management überrascht mit Cashflow!
Die Trump-Volatilität kehrt auf das Frankfurter Parkett zurück. Die extreme Rhetorik des US-Präsidenten folgt einem bekannten Muster: Auf maximal formulierte Positionen folgen später moderatere Signale, wodurch anfängliche Verluste rasch ausgeglichen werden. Der sogenannte TACO-Trade (Trump Always Chickens Out – Trump zieht sich bei Gegenwind immer zurück) zeigt sich damit ähnlich aktiv wie vor etwa einem Jahr. Am gestrigen Donnerstag reagierten Anleger im Autosektor erleichtert auf die Zollwende von US-Präsident Donald Trump im Streit um Grönland. Zusätzlich unterstützte die positive Meldung des Volkswagen-Konzerns zum Free Cashflow die Marktstimmung. Dies sorgte bei den VW-Aktien für Kursgewinne von zuletzt mehr als sechs Prozent innerhalb des gestrigen Handelstages.
Zum Chart
Die Volkswagen-Aktie (VW) befand sich seit Mitte März 2021 in einem Abwärtstrend. In diesem Zeitraum hat das Papier rund 62 Prozent an Wert verloren. Das Tief von 78,86 Euro wurde am 29. November 2024 erreicht. Seitdem ist der Kurs jedoch wieder deutlich gestiegen und lag zum gestrigen Schlusskurs bei 105,30 Euro. Der seit Mitte April 2024 bestehende Abwärtstrend wurde durchbrochen und eine Bodenbildung eingeleitet. Die aus der Bodenbildung resultierende Seitwärtsrange ist vom Widerstand bei 104,50 Euro und der Unterstützung bei 87,72 Euro eingefasst. Aktuell wurde der Widerstand bei 104,50 Euro getestet. Ob dieser außergewöhnliche Tagesgewinn von über 6,51 Prozent auf 105,30 nachhaltig sein wird, entscheiden die folgenden Handelstage. Die Bullen sind momentan bei den deutschen Autotiteln am Ruder, nachdem die Politik unter anderem die Subventionen für Elektroautos verlängert hat und das Aus für Verbrenner im Jahr 2035 wahrscheinlich nach hinten verschoben wird. Die US-Zollpolitik und der Wettbewerb im deflationären China sollten aber auf den Umsätzen lasten. Aktuell hat es den Anschein, als ob sich VW an die härteren Rahmenbedingungen am Weltmarkt anpasst und Effizienzgewinne heben kann. Dies wird ebenfalls von den Marktteilnehmern mit Kursaufschlägen goutiert. Die schnelle Abschätzung über die Kennzahl PEG für das Jahr 2026 (KGV/Gewinnwachstum) ergibt den Wert 0,20, wobei jeder Wert kleiner als 1 eine Unterbewertung andeutet.
Volkswagen AG VZ. (Tageschart in Euro) |
Tendenz: |
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Wichtige Chartmarken |
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| Widerstände: | 104,50 // 112,85 Euro |
| Unterstützungen: | 97,84 // 87,72 Euro |
Fazit
Risikobereite Anleger, die von einer steigenden Aktie der Volkswagen AG bis auf 115,55 Euro ausgehen, könnten mit einem Call-Optionsschein (WKN MK9J0J) überproportional mit einem Omega von 4,02 profitieren. Bei angenommener konstant hoher impliziter Volatilität von 37 % und dem Ziel bei 115,55 Euro (2,29 Euro beim Optionsschein) ist bis zum 20.02.2026 eine Rendite von rund 42 % zu erzielen. Fällt der Kurs des Underlyings in dieser Periode auf 95,94 Euro, resultiert daraus ein Verlust von rund 32 % beim Optionsschein. Das Chance-Risiko-Verhältnis beträgt somit 1,31 zu 1, wenn bei 95,94 Euro (1,09 Euro beim Schein) eine Stop-Loss Order vorgesehen wird.
| Strategie für steigende Kurse | |
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| WKN: | MK9J0J | Typ: | Call-Optionsschein | |
| akt. Kurs: | 1,62 – 1,64 Euro | Emittent: | Morgan Stanley | |
| Basispreis: | 99,00 Euro | Basiswert: | Volkswagen AG Vz. | |
| akt. Kurs Basiswert: | 104,35 Euro | |||
| Laufzeit: | 18.06.2027 | Kursziel: | 2,29 Euro | |
| Omega: | 4,02 | Kurschance: | + 42 Prozent | |
| Quelle: Morgan Stanley | ||||
Optionsschein-Update 23.01.2026: Nordex SE
Die am 21. November 2025 vorgestellte Idee, mit einem Call-Optionsschein (WKN MM2CZB) mit dem Basispreis von 30,00 Euro auf die Nordex SE zu setzen, notiert zur Stunde zum Geldkurs von 8,43 Euro und liegt mit 87 Prozent im Plus. Wer den Gewinn nicht mitnehmen, sondern in Erwartung steigender Kurse hier investiert bleiben möchte, könnte den Stoppkurs im Derivat auf 7,46 Euro nachziehen. So kann diese Position weit über Break-even abgesichert werden.
Interessenkonflikt
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