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Börse Daily News & Analysen - Insight
In unserem täglich erscheinenden Newsletter "Insight" erhalten Sie morgens einen DAX Ausblick. Zudem werden zwei weitere, spannende Basiswerte analysiert. Am Nachmittag, vor US Börseneröffnung, gibt es ein Update auf den DAX plus eine US-Indexanalyse.
Eine schwache Weltwirtschaft und zum Teil enttäuschende Ergebnisse nach dem Treffen von US-Präsident Donald Trump sowie seinem chinesischen Amtskollegen Xi lasten trotz einer starken US-Wirtschaft zunehmend auf den Kursen der US-Indizes, allen voran auf dem marktbreiten S&P 500 Index. Zwar hat die US-Notenbank Fed den Leitzins in der abgelaufenen Woche gesenkt, allerdings hat sich der Fed-Chef Jerome Powell sehr zurückhaltend zu einer weiteren Zinssenkung im Dezember geäußert.
Die Kursentwicklung der Linde-Aktie ist auf längerfristige Sicht kontinuierlich gen Norden gerichtet, dies belegen eindrucksvoll die letzten Jahre. Das Unternehmen präsentierte sich stets sehr resilient gegen größere Schwankungen und kann auf eine langfristige und äußerst positive Wertentwicklung zurückblicken. Doch seit Anfang 2024 kommt die Aktie nicht mehr voran und bildet im Bereich eines mittelfristigen Kursziels nun ein potenzielles Topping-Muster aus.
Zum Ende der abgelaufenen Handelswoche hat der deutsche Leitindex DAX einen erheblichen Schwächeanfall erlitten und ist unter die Marke von rund 24.000 Punkten abgerutscht. Das zuvor noch relativ bullische Chartbild hat sich damit weiter eingetrübt, womit zu Beginn dieser Woche mit weiteren Abschlägen zwingend gerechnet werden muss. Aber auch bei den US-Indizes läuft es derzeit nicht gerade rund, seit einigen Tagen setzen diese auch zurück und übertragen die Schwäche auf den europäischen Finanzplatz.
Der größte Onlinehändler der Welt, Amazon.com, hat gestern nachbörslich Quartalszahlen vorgelegt und dürfte am letzten Handelstag dieser Woche für die eine oder andere Überraschung sorgen. Technisch hat sich die Aktie seit Sommer dieses Jahres in einer groben Seitwärtsphase knapp oberhalb der Rekordstände aus Anfang 2025 eingekeilt. Nur eine Auflösung dieser Schiebephase dürfte die nächsten großen Signale hervorbringen und für eine Auflösung der bestehenden Pattsituation sorgen.
Bereits Mitte September vollzog das Wertpapier des deutschen Rückversicherers Hannover Rück einen Test eines mittelfristigen Aufwärtstrends, konnte aber in letzter Minute zur Oberseite abdrehen. An einem seit dem Rekordhoch bestehenden Abwärtstrend kam aber wieder erhöhter Verkaufsdruck auf, sodass der Trend erneut auf dem Prüfstand steht. Aus der gesamten Kursentwicklung seit Mitte August ergibt sich hierdurch nun eine potenzielle Verkaufsformation, die die Aktie auf Sicht der nächsten Wochen deutlich gen Süden schicken könnte.
Aus dem Treffen mit dem US-Präsidenten Trump und seinem chinesischen Konterfei Xi ist bisher kaum mehr hervorgegangen, als dass die beiden Seiten an einer weiteren Eskalation des Handelskonfliktes nicht interessiert sind. Trotz aller Differenzen einigte man sich auf den kleinsten gemeinsamen Nenner und ließ die Märkte ohne aussagekräftige Signale sich selbst überlassen. Das lässt sich sehr gut am Beispiel des DAX-Index ablesen, der sich den gesamten Donnerstag über praktisch wieder auf Richtungssuche befand und einen erneuten Test des 50-Tage-Durchschnitts intraday vollzog. Noch besitzt das Barometer die Chance auf eine positive Auflösung der Pattsituation.
Die deutsche Wirtschaft stagniert, inflationsbereinigt verliert sie sogar an Schwung, was sich bestens an den Indizes dieses Landes ablesen lässt. Besonders der Technologieindex TecDAX zeigt seit Wochen deutliche Bremsspuren und droht durch einen Fehlausbruch aus der letzten Woche über einen untergeordneten Abwärtstrend seit Sommer dieses Jahres sogar weiter abzurutschen. Angesichts der in dieser Woche angehäuften Verluste könnte dies ein gefundenes Fressen für bärische Marktteilnehmer bei weiteren Abschlägen werden.
Während das offensichtlichste Produkt von Tesla (Elektroautos) Absatzrückgänge verzeichnet, notiert die Aktie nicht weit entfernt von ihren bisherigen Rekordständen aus Ende 2024. Die seit einigen Wochen anhaltende Schiebephase könnte durch den vielversprechenden Wochenauftakt schon bald aufgelöst werden und neue Rekorde ermöglichen.