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Börse Daily News & Analysen - Insight
In unserem täglich erscheinenden Newsletter "Insight" erhalten Sie morgens einen DAX Ausblick. Zudem werden zwei weitere, spannende Basiswerte analysiert. Am Nachmittag, vor US Börseneröffnung, gibt es ein Update auf den DAX plus eine US-Indexanalyse.
Seit Wochen kommt der einstige Börsenstar Microsoft nicht vom Fleck und tendiert in einer groben Seitwärtsphase auf einem vergleichsweise hohen Niveau. Dennoch mahnen die letzten zwei Kursspitzen zu erhöhter Vorsicht, weil sich hieraus ein besonders aussagekräftiges Topping-Muster entwickeln und das Papier in eine Zwangspause schicken könnte. Noch wurde kein nachhaltiges Signal aktiviert, die Nervosität der Anleger ist durch ein mögliches Platzen der KI-Blase jedoch sichtlich angestiegen.
Obwohl der Industriegasehersteller Linde das dritte Quartal leicht über den Analystenschätzungen beim Gewinn abschließen konnte, enttäuschten etwas die Daten beim Umsatz. Dennoch sieht sich das Unternehmen für das laufende Quartal weiterhin auf Kurs, charttechnisch droht der Aktie aber eine längere Pause nach Auflösung der andauernden Schiebephase auf der Unterseite.
Wegen des weiter anhaltenden Shutdowns der US-Regierung wurden zahlreiche wichtige Wirtschaftsdaten nicht veröffentlicht. Am Wochenende hat sich jedoch die Aussicht auf ein Ende des längsten Regierungsstillstandes in der US-Geschichte abgezeichnet, zumindest herrscht Zustimmung zu einem Übergangsbudget. Die hierdurch ausgelöste Euphorie verflog intraday ein Stück weit, der Deutsche Aktienindex DAX scheiterte mit einem nachhaltigen Ausbruch auf Tagesbasis über das markante Niveau von rund 24.000 Punkten und den knapp darüber verlaufenden 50-Tage-Durchschnitt.
Wertpapiere des Maschinenbauers für die Chipindustrie Aixtron haben sich in der abgelaufenen Handelswoche entgegen dem Markttrend entwickelt und sogar versucht, ein größeres Kaufsignal aufzustellen. Aus der technischen Analyse könnte für die nächsten Wochen und Monate ein Kaufsignal hervorgehen, sollten Bullen jetzt nicht schwächeln. Kurzzeitig steht das Kaufsignal nämlich noch auf der Kippe.
Besonders in der abgelaufenen Woche stand der deutsche Technologieindex TecDAX unter Druck und hat sogleich einen sehr wichtigen mittelfristigen Support auf Wochenschlusskursbasis aufgegeben. Diese eklatante Schwäche birgt keine guten Vorzeichen für die nächsten Tage, tendenziell dürfte das Barometer weiter unter Druck stehen und bietet von nun an hervorragende Handelsansätze mit einer soliden technischen Grundlage.
Der Abschluss der letzten Woche birgt für den deutschen Leitindex DAX kein gutes Omen für die kommenden Tage, ein potenzieller Doppelboden ging durch die Verluste am Freitag zu Bruch, was innerhalb des übergeordneten Abwärtstrends nun weitere Rückfallrisiken eröffnet. Kurzzeitig dürften die Börsen weiter unter Druck bleiben, bis nicht wieder positive Impulse für die Weltwirtschaft auftauchen.
Zu Hochzeiten der Corona-Pandemie war der US-Impfstoffhersteller Moderna stark gefragt, seit dem Rekordhoch aus August 2021 hat der Wert insgesamt um über 95 Prozent an Wert verloren und befindet sich auf dem niedrigsten Stand seit März 2020. Die anhaltende Impfflaute USA setzt im Unternehmen weiter zu und hat zu einem schwächer als erwarteten Verkauf des Corona-Impfstoffs geführt und sich unmittelbar negativ auf die Geschäftszahlen ausgewirkt.
Der wachsende Bedarf an Spezialprozessoren für Künstliche Intelligenz (KI) hat ARM ZWAR ein Quartalsergebnis über Markterwartungen beschert, ein nachhaltiger Ausbruch über einen temporären Abwärtstrend, bestehend seit Sommer letzten Jahres, und die Nackenlinie einer inversen SKS-Formation ist nach der jüngsten Kursentwicklung aber vorläufig gescheitert. Immer mehr Investoren nehmen Geld vom Tisch und realisieren insbesondere bei Technologiewerten derzeit Gewinne.