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Börse Daily News & Analysen - Insight
In unserem täglich erscheinenden Newsletter "Insight" erhalten Sie morgens einen DAX Ausblick. Zudem werden zwei weitere, spannende Basiswerte analysiert. Am Nachmittag, vor US Börseneröffnung, gibt es ein Update auf den DAX plus eine US-Indexanalyse.
Nach der vergleichsweise erfolgreichen Vorwoche hat der deutsche Leitindex DAX zu Beginn des neuen Handelsmonats kurzzeitig den Rückwärtsgang eingelegt und sich intraday auf seine zweite markante Unterstützung abwärts begeben. Zum Schluss konnte ein Teil der Verluste wieder aufgeholt werden, sodass am Ende des Xetra-Handels ein Abschlag von einem Prozent bzw. 240 Punkten in den Büchern stehen blieb. Diese Entwicklung könnte nun aber den Grundstein für eine sehr viel aussagekräftigere Trendwendeformation gelegt haben.
Der chinesische Onlinehändler Alibaba hat den Zahlen nach die Umsatzerwartungen der Analysten im abgelaufenen Quartal deutlich schlagen können und engagiert sich ähnlich wie Amazon.com sehr stark in der Cloud-Sparte. In Zukunft will der Konzern stärker auf Investitionen in Künstliche Intelligenz setzen, die als der Wachstumstreiber der nächsten Jahre gilt. Aus technischer Sicht würde dies dem Wertpapier erlauben, eine kurzfristige Konsolidierung der letzten Wochen erfolgreich zu beenden und neuerliches Aufwärtspotenzial freizusetzen.
Ein unerwartet starker Schlussspurt Ende November hat den europäischen Leitindex EuroStoxx 50 in der Vorwoche direkt in die Nähe eines Triggerniveaus für ein potenzielles Kaufsignal aufwärts getrieben, aber noch immer notiert das Barometer gut 2,6 Prozent von seinen Rekordständen entfernt. Sollte sich die positive Tendenz im Dezember fortsetzen, könnte immer noch das ausstehende Kursziel, resultierend aus der inversen SKS-Formation aus der ersten Jahreshälfte erreicht werden und sich für ein kurzzeitiges Engagement auf der Käuferseite anbieten.
Trotz technischer Probleme an der weltweit größten Terminbörse CME am Freitag, haben die Aktienmärkte wie zuvor erwartet in der saisonal trendstarken Thanksgivig-Woche weiter zugelegt. Der Deutsche Aktienindex DAX versuche intraday einen Sprung über den 50-Tage-Durchschnitt zu vollziehen, musste sich aber wegen dünner Handelsumsätze und einigen kleinerer Turbulenzen an dieser Linie geschlagen geben.
Ende Oktober hat die Aktie des US-Konsumgüterherstellers Johnson & Johnson nach einem erfolgreichen Ausbruch über das Vorgängerhoch kurzfristig den Rückwärtsgang eingelegt und war prädestiniert für ein mittelfristiges Kauf-Engagement. Seinerzeit wurde für den Wert nämlich ein sehr viel höheres Kursziel ausgerufen, was in dieser Woche abgearbeitet worden ist. Die Aktie schaute aber nicht für einen kurzen Augenblick zurück, sondern befindet sich auf dem Weg zu neuen Höhen.
Aktien des IT-Dienstleisters Bechtle haben am Donnerstag durch einen satten Kursgewinn von 8,2 Prozent auf sich aufmerksam gemacht und konnten sich sogleich auf ein frisches Jahreshoch begeben. Nach diesem Ereignis könnte ein langfristiger Abwärtstrend endlich zu Ende gehen und das seit Sommer dieses Jahres erwartete Kaufsignal auf mittelfristiger Basis endlich aktivieren. Kurstreiber ist der Zuschlag für zwei bundesweite Rahmenverträge im IT-Sektor.
Langsam, aber sicher treten wir in die sogenannte Tax-Loss-Phase ein, in der schwache bzw. verlustreiche Aktien aus den Depots großer Marktakteure geworfen werden und damit demnächst gewisser Verkaufsdruck aufkommen könnte. Zwar verzeichnete der DAX auch am Donnerstag weitere Zugewinne, dies allerdings unter dünnen Handelsumsätzen, welche lediglich von privaten Investoren und nicht von institutionellen Anlegern getragen wurden. Dies sind fundamental keine guten Aussichten für die erhoffte Jahresendrallye.
Namhafte Technologie- und Internetkonzerne haben zuletzt ordentlich auf die Haube bekommen, darunter fällt auch das Wertpapier des Facebook-Betreibers Meter Platforms. Sieht man sich den Tagesstart genauer an, beginnen sich die beiden gleitenden Durchschnitte EMA 50/200 bärisch zu kreuzen und könnten in den kommenden Tagen eine weitere Verkaufswelle auslösen, die entsprechend auf der Verkäuferseite gehandelt werden könnte. Die aktuell laufende Erholung birgt die Möglichkeit, die Aktie auf einem höheren Niveau leerzuverkaufen.