Call auf BASF: Ausbruch aus der Range?

BASF SE: Ergebnisprognose für 2026 nach oben revidiert!


Die aus Sicht der US-Republikaner verlorenen Midterm-Wahlen erhöhen die Wahrscheinlichkeit für Friedensverhandlungen im Mittleren Osten. Dies impliziert einen Rückgang der Rohölpreise, wovon der Chemiekonzern BASF profitieren könnte. Aus charttechnischer Perspektive zeigt sich dies in einem deutlichen Anstieg der BASF-Aktien und dem Durchbruch der seit vier Jahren bestehenden Seitwärtsrange.

Analysten erkennen bei BASF Anzeichen für eine wirtschaftliche Bodenbildung und eine Verbesserung der Ertragslage. Dabei sind drei Hauptargumente entscheidend: Erstens könnte die europäische Chemieindustrie durch die veränderte internationale Wettbewerbssituation wieder wettbewerbsfähiger werden. Zweitens wirken die Kostenprogramme von BASF bereits. Drittens wurde die Ergebnisprognose für das Jahr 2026 erneut angehoben. Gleichzeitig sind einige Risiken zu berücksichtigen. Die Chemieindustrie bleibt konjunkturell anfällig, da eine schwache Nachfrage aus China die Erholung möglicherweise erneut verlangsamen könnte. Analysen von Jefferies und JPMorgan gehen davon aus, dass die Erwartungen an das Schlussquartal eventuell zu optimistisch sind. Außerdem steht eine Übernahme von  Evonik zur Diskussion, die für BASF strategisch sinnvoll sein könnte. Dadurch würden jedoch auch finanzielle Risiken entstehen.

Zum Chart

Die Aktie von BASF hat am gestrigen Handelstag den gewichtigen Widerstand bei 55,06 Euro überwunden. Dieser Durchbruch aus der Seitwärtsrange ist beim 6. Versuch gelungen, nachdem die Range bis Ende Oktober 2022 zurückreicht. Die folgenden Tage werden es zeigen, ob dieser Durchbruch nachhaltig gewesen ist. Im übergeordneten Bild erreichte die Aktie von BASF ihr Allzeithoch am 19. Januar 2018 bei 98,80 Euro und überschritt dabei ihren Zenit. Anschließend sank der Kurs allmählich ab, bis sich ab November 2022 die Seitwärtsrange entwickelte. Die untere Begrenzung dieser Seitwärtsrange liegt bei 37,88 Euro, was dem Niveau während der Pandemie oder dem Stand Anfang 2010 entspricht. Die obere Begrenzung wird durch den Widerstand bei 55,06 Euro definiert. Innerhalb der Range reagiert der Kurs aktuell positiv. So ist auf kürzere Frist betrachtet eine Aufwärtssequenz von Mitte Dezember 2025 zum Kurs von 44,46 Euro bis zum gestrigen Handelstag bei 56,09 Euro zu beobachten. Unter dem Strich ist diese Phase für rund 27 Prozent an Kursgewinn verantwortlich. Dabei wurde auch die 200-Tage-Linie überschritten, was statistisch auf eine Fortsetzung der Aufwärtssequenz hindeutet. Aus dem fundamentalen Blickwinkel betrachtet liegt das erwartete KGV 2026 bei 9,14, was die niedrigste Ausprägung der letzten 10 Jahre darstellt. In den Jahren danach steigen die Konsensschätzungen auf Werte zwischen 24,62 und 16,75, was einem Rückgang der Bilanzgewinne entspricht.

BASF SE (Tageschart in Euro)

Tendenz:

Wichtige Chartmarken

Widerstände: 55,06 // 61,01 Euro
Unterstützungen: 49,63 // 45,02 Euro

Fazit

Risikofreudige Anleger, die von einer steigenden Aktie der BASF SE bis auf 63,01 Euro ausgehen, könnten mit einem Call-Optionsschein (WKN JZ9BRS) überproportional mit einem Omega von 3,56 profitieren. Bei angenommener konstant hoher impliziter Volatilität von 27 % und dem Ziel bei 63,01 Euro (1,26 Euro beim Optionsschein) ist bis zum 07.12.2026 eine Rendite von rund 56 % zu erzielen. Fällt der Kurs des Underlyings in dieser Periode auf 51,14 Euro, resultiert daraus ein Verlust von rund 43 % beim Optionsschein. Das Chance-Risiko-Verhältnis beträgt somit 1,29 zu 1, wenn bei 51,14 Euro (0,46 Euro beim Schein) eine Stop-Loss Order vorgesehen wird.

Strategie für steigende Kurse
WKN: JZ9BRS Typ: Call-Optionsschein
akt. Kurs: 0,84 – 0,85 Euro Emittent: JP Morgan
Basispreis: 52,00 Euro Basiswert: BASF SE
akt. Kurs Basiswert: 56,09 Euro
Laufzeit: 17.12.2027 Kursziel: 1,26 Euro
Omega: 3,56 Kurschance: + 43 Prozent
Risikohinweis:
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
Quelle J.P. Morgan


Optionsschein-Update 06.11.2026: ASML Holding NV.

Die am 30. Oktober 2026 vorgestellte Idee, mit einem Call-Optionsschein (WKN FG864J) mit dem Basispreis von 1.500,00 Euro auf die ASML Holding NV zu setzen, schloss gestern zum Geldkurs von 1.250,00 Euro und lag mit 68 Prozent im Plus. Wer den Gewinn nicht mitnehmen, sondern in Erwartung steigender Kurse hier investiert bleiben möchte, könnte den Stoppkurs im Derivat auf 32,65 Euro nachziehen. So kann diese Position weit über Break-even abgesichert werden.

ASML Holding NV (Tageschart in Euro)


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