Micron: Wann endet der Zyklus?

Micron Technology Inc.: Extreme Gewinnprognosen sorgen für sehr niedrige KGVs!


Micron Technology gehört im gegenwärtigen KI-Goldrausch zu den wenigen Produzenten, die Gewinne erzielen. Um bei der Goldrausch-Metapher zu bleiben: Der Speicherchip-Hersteller erzielt derzeit durch den Verkauf von „Schaufeln“ beträchtliche Überschüsse.

Der prognostizierte Gewinnanstieg von Micron ist wirtschaftlich gut begründbar. Es handelt sich nicht nur um eine KI-Fantasie. Die Kombination aus realer Nachfrage, knappen Produktionskapazitäten, steigenden Speicherpreisen und einem höherwertigen Produktmix kann die Ertragskraft massiv erhöhen. Die größte Chance ist, dass KI-Speicher länger knapp und profitabel bleibt als in früheren Speicherzyklen. Das größte Risiko ist, dass der Markt bereits eine außergewöhnlich lange Hochpreisphase eingepreist hat. Deshalb kann Micron nicht allein anhand des prognostizierten Gewinnwachstums bewertet werden. Entscheidend ist, ob die Gewinne auch dann noch hoch bleiben, wenn sich das Wachstum der Speicherpreise verlangsamt. Man darf nicht außer Acht lassen, dass Samsung und SK Hynix ebenfalls um das Geschäft mit KI-Speicher konkurrieren.

Zum Chart

Die Gewinnprognosen für die Geschäftsjahre 2026/27 und 2027/28 sind atemberaubend. So steigt der Gewinn in der Konsensschätzung von einem durchschnittlichen Betrag von 6,80 Euro je Aktie (2024/25) um 2.565 Prozent auf 181,22 Euro im Geschäftsjahr 2027/28. Der Effekt dieser Gewinnzunahme führt zu einem entsprechenden erwarteten KGV von 4,38 im Geschäftsjahr 2027/28. Am Papier erscheint Micron damit fundamental ähnlich bewertet wie in den Jahren zuvor, obwohl der Aktienkurs gemessen vom Tief am 7. April 2025 (Stichwort Liberationday) noch bei 61,54 US-Dollar lag. Mittlerweile notiert das Papier bei 861,10 US-Dollar um rund 1.299 Prozent höher. Diese hohen Gewinne haben mittelfristig erweiterte Kapazitäten zur Folge, was dann auch die Margen wieder nach unten drücken wird. Auch in einer sogenannten Gewinnblase erscheinen die KGVs relativ niedrig. Die Frage ist nicht, ob, sondern wann die Blase heiße Luft verliert. Die Marktteilnehmer wollen die Party nicht frühzeitig verlassen und halten Micron noch die Stange. Seit Ende Juni 2026 hat der Aktienkurs eine Seitwärtskonsolidierung ausgebildet. Die Marktteilnehmer haben dabei die niedrigen erwarteten KGVs eingepreist und erwarten für die Zeit danach wieder sinkende Bilanzgewinne. Doch die Zweifel der Marktteilnehmer könnten sich nach vorn verschieben, womit die hohen, aber geschätzten Gewinne aus dem Jahr 2027/28 nach unten korrigiert werden müssten.

Micron Technology Inc.: (Tageschart in US-Dollar)

Tendenz:

Wichtige Chartmarken

Widerstände: 1.102,19 // 1.255,00 US-Dollar
Unterstützungen: 816,21 // 640,78 US-Dollar

Fazit

Micron Technology gehört im gegenwärtigen KI-Boom zu den wenigen Firmen, die Gewinne erzielen.

Mit einem Open End Turbo Short (WKN JG18T9) könnten risikofreudige Anleger, die einen fallenden Kurs der Micron Technology Inc. in den nächsten Wochen erwarten, überproportional von einem Hebel in Höhe von 3,40 profitieren. Das Ziel sei bei 685,02 US-Dollar angenommen (37,22 Euro beim Derivat). Der Abstand zur Knock-Out-Barriere beträgt 30 Prozent. Der Einstieg in diese spekulative Position bietet sich dabei stets unter der Beachtung eines risikobegrenzenden Stoppkurses an.

Dieser könnte beim Basiswert bei 979,41 US-Dollar platziert werden. Im Open End Turbo Short ergibt sich daraus ein Stoppkurs von 10,92 Euro. Für diese spekulative Idee beträgt das Chance-Risiko-Verhältnis dann 1,2 zu 1.

Strategie für fallende Kurse
WKN: JG18T9 Typ: Open End Turbo Short
akt. Kurs: 22,51 – 22,52 Euro Emittent: JP Morgan
Basispreis: 1 102,19 US-Dollar Basiswert: Micron Technology, Inc.
KO-Schwelle: 1 102,19 US-Dollar akt. Kurs Basiswert: 852,48 Euro
Laufzeit: Open End Kursziel: 37,22 Euro
Hebel: 3,40 Kurschance: + 64 Prozent
Risikohinweis:
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
Quelle J.P. Morgan


Spotlight Update: Bayer

Die am 14. Oktober 2026 vorgestellte Long-Idee, mit der WKN JZ06WF auf eine steigende Aktie von Bayer zu setzen, befindet sich sehr schön im Plus. Der Open End Turbo Long notiert am 3. November 2026 zum Geldkurs von 1,97 Euro und lag mit 78 Prozent über dem Einstiegskurs. Wer den Gewinn nicht mitnehmen, sondern in dieser Position investiert bleiben möchte, kann den Stoppkurs beim Derivat auf 1,71 Euro nachziehen.

Bayer AG (Tageschart in Euro)


Interessenkonflikt

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