Erholung

Vonovia: Warum die Anleger erleichtert sind


Der Berliner Mietendeckel fällt Immobilienkonzernen nach einem Kompromiss nicht so schwer auf die Füße wie befürchtet. Wenn sich die Erholung fortsetzt, könnte sich mit einem Open End Turbo Long auf die Vonovia-Aktie eine Trading-Chance von 80 Prozent ergeben.

Immobilienaktien behaupteten Kursgewinne vor dem Wochenende, da die geplante Mietdeckelung in Berlin nicht so hart ausfallen werde wie zunächst vorgesehen. Das hatte der Tagesspiegel berichtet. Am Mittag bestätigte sich dies, als die Berliner Stadtentwicklungssenatorin die Ergebnisse vorstellte. Der Berliner Senat spricht nun von einem atmenden Mietdeckel.

Denn die Mieten sollen nicht mehr strikt für fünf Jahre eingefroren werden und auch moderate Anhebungen sollen möglich sein. Der Maßstab für den Spielraum der Vermieter soll die jährliche Inflationsrate sein. Der Entwurf sieht auch noch weitere Ausnahmen von eingefrorenen Mieten vor. Die Nachricht sorgte für eine Erleichtungsrally bei den Immobilienwerten.

Obwohl sich die Anleger von den Nachrichten um eine Mietdeckelung in Berlin beunruhigen ließen, behielt die Mehrzahl der Analysten durchgehend ihre positiven Einschätzungen zur Aktie bei und stellte in den letzten Wochen bei überwiegend Kaufempfehlungen Ziele bis 60 Euro in Aussicht, wobei sich das Konsenskursziel der letzten drei Monate um 52 Euro bewegt.

Vonovia (Tageschart in Euro)

Tendenz:

An der Börse haussierten die Immobilienaktien am Freitag. Die Vonovia-Aktie legte um 5,4 Prozent zu und stand im DAX an erster Stelle. Nach einem Tief von Ende Juni bei 41,59 Euro bewegten sich die Notierungen in den letzten Wochen zwischen 42 und 46 Euro, doch könnte der Anstieg in den oberen Bereich dieser Spanne ein positives Signal für wiederum steigende Kurse gewesen sein.

Erstes Ziel einer Erholung wäre das Jahreshoch von Mai bei 48,93 Euro. Darüber hinaus bewegt sich die Vonovia-Aktie auf lange Sicht und trotz des vorherigen Rückgangs im langfristigen, seit über fünf Jahren laufenden Aufwärtstrendkanal, der zwischen 41,60 Euro und 50,50 Euro beschrieben werden kann. Jedoch sollte die Aktie den Bereich um 42 Euro nicht mehr unterschreiten.

Vonovia (Wochenchart in Euro)

Wichtige Chartmarken

Widerstände: 45,58 // 46,17 // 48,93 // 50,50
Unterstützungen: 44,50 // 42,16 // 41,59 // 41,60

Fazit

Mit einem Open End Turbo Long (WKN JP16HA) könnten risikofreudige Anleger, die eine steigenden Vonovia-Aktie erwarten, überproportional mit einem Hebel von 3,8 profitieren. Der Abstand zur Stopp-Loss-Barriere beträgt dabei 25,7 Prozent. Der Einstieg in diese spekulative Position bietet sich dabei stets unter der Beachtung eines risikobegrenzenden Stoppkurses an.

Dieser könnte im Basiswert bei 41,90 Euro platziert werden. Im Open End Turbo Long ergibt sich daraus ein Stoppkurs bei 8,45 Euro. Über 46,60 Euro könnte dieser bereits zur Absicherung auf Einstandsniveau nachgezogen werden. Ein Trading-Ziel nach unten könnte sich um 55 Euro befinden. Für die spekulative Idee beträgt das Chance-Risiko-Verhältnis dann 2,7 zu 1.

Strategie für steigende Kurse
WKN: JP16HA Typ: Open End Turbo Long
akt. Kurs: 11,69 – 11,99 Euro Emittent: JP Morgan
Basispreis: 33,5575 Euro Basiswert: Vonovia
KO-Schwelle: 33,5575 Euro akt. Kurs Basiswert: 45,14 Euro
Laufzeit: Open end Kursziel: 21,55 Euro
Hebel: 3,8 Kurschance: + 80 Prozent
Quelle: JP Morgan



Interessenkonflikt

Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte nach § 34b Abs. 1 Nr. 2 WpHG:

Wir weisen Sie darauf hin, dass die FSG Financial Services Group oder ein verbundenes Unternehmen aktuell oder in den letzten zwölf Monaten eine entgeltliche Werbungskooperation zu JP Morgan eingegangen ist.

Der Autor erklärt, dass er bzw. sein Arbeitgeber oder eine mit ihm oder seinem Arbeitgeber verbundene Person im Besitz von Finanzinstrumenten ist, auf die sich die Analyse bezieht, bzw. in den letzten 12 Monaten an der Emission des analysierten Finanzinstruments beteiligt war. Hierdurch besteht die Möglichkeit eines Interessenskonfliktes.

Der Autor versichert weiterhin, dass Analysen unter Beachtung journalistischer Sorgfaltspflichten, insbesondere der Pflicht zur wahrheitsgemäßen Berichterstattung sowie der erforderlichen Sachkenntnis, Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit abgefasst werden.

Haftungsausschluss

Der Herausgeber übernimmt keine Gewähr für die Aktualität, Korrektheit, Vollständigkeit oder Qualität der bereitgestellten Informationen. Haftungsansprüche gegen den Herausgeber, welche sich auf Schäden materieller oder ideeller Art beziehen, die durch die Nutzung oder Nichtnutzung der dargebotenen Informationen bzw. durch die Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Informationen verursacht wurden, sind grundsätzlich ausgeschlossen. Alle enthaltenen Meinungen und Informationen sollen nicht als Aufforderung verstanden werden, ein Geschäft oder eine Transaktion einzugehen. Auch stellen die vorgestellten Strategien keinesfalls einen Aufruf zur Nachbildung, auch nicht stillschweigend, dar. Vor jedem Geschäft bzw. vor jeder Transaktion sollte geprüft werden, ob sie im Hinblick auf die persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse geeignet ist. Wir weisen ausdrücklich noch einmal darauf hin, dass der Handel mit Optionsscheinen oder Zertifikaten mit grundsätzlichen Risiken verbunden ist und der Totalverlust des eingesetzten Kapitals nicht ausgeschlossen werden kann. Alle Angebote sind freibleibend und unverbindlich. Der Nachdruck, die Verwendung der Texte, die Veröffentlichung / Vervielfältigung ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung der FSG Financial Services Group GbR gestattet.

Zurück