Thyssenkruppkurs vor Konsolidierung

Thyssenkrupp short: 55 Prozent Chance!


Der Aktienkurs von ThyssenKrupp konnte sich vom Tief, mitverursacht durch die Pandemiemaßnahmen, gut erholen und legte vom Tief Mitte März über 100 % zu. Die letzten zwei Monate erscheint aber der Widerstand bei 7,42 Euro als zu stark und die Wahrscheinlichkeit einer Gegenreaktion nach unten steigt an.

Die Thyssenkrupp AG hat nach dem Verkauf der Aufzugssparte um kolportierte 17,2 Milliarden Euro Zeit gewonnen, um das verbleibende Geschäft profitabel zu gestalten. Der Mittelzufluss wird spätestens zum Ende des laufenden Geschäftsjahres erwartet. Die Zeit drängt, nachdem die Stahlsparte, angefeuert durch die Coronakrise, Milliarden Euro verbrennt. Der Vorstand geht davon aus, dass sich der Output signifikant unter dem Vorkrisenniveau verfestigen wird und eine strukturelle Veränderung notwendig macht. Sogar der Verkauf der Stahlsparte ist nicht mehr tabu. Thyssenkrupp wird mit Sicherheit kleiner, als vor der Krise, offen bleibt jedoch, ob der verbleibende Rumpf auch wettbewerbsfähig betrieben werden kann.
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Die ThyssenKrupp Aktie mit einem Beta von 2 neigt dazu, auf eine Indexbewegung von 1% mit einer Kursschwankung von 2% zu reagieren. In der Vergangenheit galt das Papier insbesondere bei Indexrückgängen als äußerst verlustanfällig. In den vergangenen 12 Monaten musste der Wert 40 % an Kursverlust einstecken, wohingegen der Dax in dieser Periode ein leichtes Plus erreichen konnte. Im Corona Sell Off ab dem 18. Februar 2020 gab der Kurs bis Mitte März knappe 70 % nach. Aktuell bildet der Widerstand bei 7,42 Euro eine Barriere, die der Aktienkurs seit Anfang Juni nicht signifikant überwinden konnte. Wenn eine 2. Corona-Welle auf den Märkten zu lasten beginnt, sollte der Kurs von Thyssenkrupp gemäß dem Beta überproportional regieren. Die nächsten Wochen und Monate werden vom Spannungsfeld zwischen der 2. Corona-Welle und dem Fortschritt in der medizinischen Forschung bei deren Zurückdrängung geprägt sein. Wenn der Widerstand bei 7,42 Euro in weiterer Folge nicht überwunden werden kann, ist eine Gegenreaktion auf die Unterstützung bei 5,97 Euro denkbar.

Thyssenkrupp (Tageschart in Euro)

Tendenz:
(Quelle: www.tradesignalonline.com)

Wichtige Chartmarken

Widerstände: 7,42 // 9,39 Euro
Unterstützungen: 6,51 // 5,97 Euro

Fazit

Der Aktienkurs von ThyssenKrupp hat die Pandemiemaßnahmen gut überstanden und konnte vom Tief Mitte März über 100 % zulegen. Die letzten zwei Monate erscheint aber der Widerstand bei 7,42 Euro als zu stark und die Wahrscheinlichkeit einer Gegenreaktion nach unten steigt an.
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Mit einem Open End Turbo Short (WKN JM7FSM) könnten risikofreudige Anleger, die einen fallenden Kurs der Thyssenkrupp-Aktie in den nächsten 4-6 Wochen erwarten, überproportional von einem Hebel von 3,11 profitieren und das Ziel bei 5,81 Euro ins Auge fassen (3,54 Euro beim Turbo-Zertifikat). Der Abstand zur Stop-Loss-Barriere beträgt dabei 29,4 Prozent. Der Einstieg in diese spekulative Position bietet sich dabei stets unter der Beachtung eines risikobegrenzenden Stoppkurses an.
Dieser könnte beim Basiswert bei 7,95 Euro platziert werden. Im Open End Turbo Short ergibt sich daraus ein Stoppkurs bei 3,54 Euro. Für diese spekulative Idee beträgt das Chance-Risiko-Verhältnis dann 1,4 zu 1.

Strategie für fallende Kurse
WKN: JM7FSM Typ: Open End Turbo Short
akt. Kurs: 2,21-2,28 Euro Emittent: JP Morgan
Basispreis: 9,24 Euro Basiswert: Thyssenkrupp
KO-Schwelle: 9,24 Euro akt. Kurs Basiswert: 7,14 Euro
Laufzeit: Open End Kursziel: 3,54 Euro
Hebel: 3,11 Kurschance: + 55 Prozent
Quelle: JP Morgan

Interessenkonflikt

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Wir weisen Sie darauf hin, dass die FSG Financial Services Group oder ein verbundenes Unternehmen aktuell oder in den letzten zwölf Monaten eine entgeltliche Werbungskooperation zur UniCredit Bank AG eingegangen ist.

Wir weisen Sie darauf hin, dass die FSG Financial Services Group oder ein verbundenes Unternehmen aktuell oder in den letzten zwölf Monaten eine entgeltliche Werbungskooperation zu JP Morgan eingegangen ist.

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