SAP Long: Boden gefunden?

SAP SE: Fundamental stark!


Langsam erkennen die Marktteilnehmer, dass SAP von der KI-Revolution profitieren könnte. Dabei sollte die Künstliche Intelligenz auf die ERP-Daten (Enterprise Resource Planning) der SAP-Welt zugreifen. Kurzfristig kann die Aktie trotz dieser fundamentalen Stärke jedoch schwanken, da die Marktteilnehmer jede Veränderung der KI-Erwartungen einpreisen.

Für die kommenden Wochen gibt die Aktie von SAP ein gemischtes Bild ab. Fundamental ist das Unternehmen stark aufgestellt. Die Walldorfer besitzt einen tiefen Burggraben, nachdem tausende Großunternehmen ihre Kernprozesse Finanzen, Einkauf, Produktion und Personal mit der SAP-Software abbilden. Diese Systeme lassen sich nicht einfach durch ein KI-Modell ersetzen. Ganz im Gegenteil integriert SAP KI-Assistenten und Automatisierung direkt in seine Cloud-Produkte. Für Unternehmen ist es attraktiver, wenn KI unmittelbar auf die ERP-Daten zugreifen kann. Viele Kunden migrieren noch auf S/4HANA und in die Cloud. Dieser Trend dürfte auch durch KI nicht gestoppt werden. Kurzfristig kann die Aktie dennoch schwanken, weil der Markt derzeit jede Verlangsamung des Cloud-Wachstums oder jede Veränderung der KI-Erwartungen stark einpreist.

Zum Chart

Die Aktie von SAP legte vom Tiefstand am 23. September 2022 bei 79,58 Euro bis zum Allzeithoch am 19. Februar 2025 bei 283,50 Euro deutlich zu. Diese Aufwärtsbewegung entspricht in der Spitze einer Rendite von 256 Prozent. Anschließend fiel der Kurs aufgrund eines breiten Verkaufs von Wertpapieren im Zusammenhang mit dem sogenannten Liberation-Day um 26 Prozent auf 210,20 Euro zurück. Seit dem Tief dieser Abwärtsbewegung am 7. April erholte sich der Kurs bis zum 6. Juni, bevor er aktuell wieder in Stufen in den Bereich von 135,14 Euro zurückgefallen ist. Dabei wurde die Unterstützung bei 151,22 Euro jedoch nachhaltig durchbrochen und der Kurs konnte sich erst knapp unter dem Level bei 137,54 Euro stabilisieren. Am Freitag letzter Woche konnte das Papier gegen den Markttrend an Terrain gewinnen. Aktuell liegt der Kurs mit 135,14 Euro wieder zwischen der Unterstützung bei 122,72 Euro und dem Widerstand bei 137,54 Euro. Kommt die KI-Angst zurück, könnte in diesem Fall die nächste Unterstützung bei 122,72 Euro angesteuert werden. In diesem Szenario könnte sich die Bodenbildung komplettieren und der Kurs wieder steigen. Auch könnte das bisherige Kursdesaster aufgrund von Panik unter den Aktionären zu weit gelaufen sein. Fundamental betrachtet ist die Aktie mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) für 2026 von 19,38 wieder etwas günstiger bewertet.

SAP SE (Tageschart in Euro)

Tendenz:

Wichtige Chartmarken

Widerstände: 137,54 // 151,22 Euro
Unterstützungen: 122,72 // 110,01 Euro

Fazit

Kurzfristig kann die Aktie trotz der fundamentalen Stärke jedoch schwanken, da die Marktteilnehmer jede Veränderung der KI-Erwartungen einpreisen.

Mit einem Open End Turbo Long (WKN MM95SH) könnten risikobereite Anleger, die einen steigenden Kurs der SAP SE in den nächsten Wochen erwarten, überproportional von einem Hebel in Höhe von 3,67 profitieren. Das Ziel sei bei 158,01 Euro angenommen (5,95 Euro beim Derivat). Der Abstand zur Knock-Out-Barriere beträgt 27 Prozent. Der Einstieg in diese spekulative Position bietet sich dabei stets unter der Beachtung eines risikobegrenzenden Stoppkurses an.

Dieser könnte beim Basiswert bei 118,01 Euro platziert werden. Im Open End Turbo Long ergibt sich daraus ein Stoppkurs von 1,95 Euro. Für diese spekulative Idee beträgt das Chance-Risiko-Verhältnis dann 1,3 zu 1.

Strategie für steigende Kurse
WKN: MM95SH Typ: Open End Turbo Long
akt. Kurs: 3,66 – 3,68 Euro Emittent: Morgan Stanley
Basispreis: 98,92 Euro Basiswert: SAP SE
KO-Schwelle: 98,92 Euro akt. Kurs Basiswert: 135,14 Euro
Laufzeit: Open End Kursziel: 5,95 Euro
Hebel: 3,67 Kurschance: + 62 Prozent
Risikohinweis:
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
Quelle: Morgan Stanley



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Wir weisen Sie darauf hin, dass die FSG Financial Services Group oder ein verbundenes Unternehmen aktuell oder in den letzten zwölf Monaten eine entgeltliche Werbungskooperation zu Morgan Stanley eingegangen ist.

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