RTL in der Ecke

RTL Short: 32-Prozent-Chance


Der Blick auf die Fundamentaldaten der RTL-Gruppe weist eine günstig bewertete Aktie mit einer 2019er Dividendenrendite von über 9 % aus. Der Blick in die Zukunft verspricht Unsicherheit aufgrund des Paradigmenwechsels beim Konsum von Medieninhalten. Höhere Kosten durch Ausgaben für die Distribution von Inhalten im Netz wie dem Streaming stehen sinkenden Werbeeinnahmen im TV gegenüber. Der Markt antizipierte diese Entwicklung mit einem Jahre andauernden Abwärtstrend.

Das Geschäft der privaten TV-Sender erlebt einen schleichenden Niedergang, weil der Markt für TV-Werbung schrumpft. Die Ursache liegt darin, dass die Kunden ihr Werbebudget immer häufiger in Richtung Internet umschichten. Sie folgen nur konsequenter Weise ihrer Zielgruppe, die Serien und Filme im steigenden Maße im Netz konsumiert. Die RTL-Führung versucht gegenzusteuern, indem der Streaming-Dienst TV-Now aus der Taufe gehoben wurde. Nachdem der globale Konkurrenzkampf mit Netflix, Disney+ oder Amazon Prime Video aussichtslos ist, wird versucht, mit lokalen Inhalten zu punkten. TV-Now bringt es mit dieser Strategie auf 1,4 Millionen Abonnenten. Im Vergleich dazu hat der Marktführer Netflix 158 Millionen Mitglieder in 190 Ländern. So verwundert es nicht, dass die earnings per share sowohl in der jüngsten Vergangenheit als auch in den Prognosen zurückgehen, weil viel Geld für die weitere Digitalisierung ausgegeben werden muss.

Zum Chart

Der Langfrist-Chart zeigt, dass sämtliche Kursgewinne des Zeitraumes Mitte 2013 bis April 2015 in den Folgejahren bis hin zur letzten Notierung am vergangenen Freitag abgegeben wurden. Der Kurs der RTL-Group befindet sich seit April 2015 in einem Abwärtstrend und verzeichnet ein temporäres all time low bei der Marke von 40,14 Euro. Aktuell sieht es danach aus, dass die Marke bei 40,14 Euro in den nächsten Handelstagen erneut getestet wird. Das Management stemmt sich gegen den Abwärtstrend, indem die Dividende im Jahre 2019 von 3 Euro auf 3,97 Euro erhöht werden sollte. Für 2019 resultiert daraus eine erwartete Dividendenrendite von 9,62 Prozent. RTL ist immer noch eine günstig bewertete Cash-Cow. Die Marktakteure glauben aber zu Zeit nicht, dass der Paradigmenwechsel im Konsum von Medieninhalten spurlos an RTL vorüber gehen wird.

RTL Group (Tageschart in Euro)

Tendenz:

Wichtige Chartmarken

Widerstände: 41,81 // 44,63 Euro
Unterstützungen: 40,14 // 38,44 Euro

Fazit

Mit einem Open End Turbo Short (WKN HX9HNJ) könnten risikofreudige Anleger, die einen weiter fallenden Kurs der RTL Group erwarten, überproportional mit einem Hebel von 5,41 profitieren. Der Abstand zur Stopp-Loss-Barriere beträgt dabei 17,70 Prozent. Der Einstieg in diese spekulative Position bietet sich dabei stets unter der Beachtung eines risikobegrenzenden Stoppkurses an.

Dieser könnte beim Basiswert bei 43,00 Euro liegen. Im Open End Turbo Short ergibt sich daraus ein Stoppkurs bei 0,58 Euro. Für diese spekulative Idee beträgt das Chance-Risiko-Verhältnis dann 1,2 zu 1, nachdem das Kursziel bei 1,04 Euro liegt (38,40 Euro beim Basiswert).

Strategie für fallende Kurse
WKN: HX9HNJ Typ: Open End Turbo Short
akt. Kurs: 0,77 – 0,79 Euro Emittent: UniCredit
Basispreis: 48,39 Euro Basiswert: RTL Group
KO-Schwelle: 48,39 Euro akt. Kurs Basiswert: 41,25 Euro
Laufzeit: Open End Kursziel: 1,04 Euro
Hebel: 5,41 Kurschance: + 32 Prozent
Quelle: UniCredit

Interessenkonflikt

Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte nach § 34b Abs. 1 Nr. 2 WpHG:

Wir weisen Sie darauf hin, dass die FSG Financial Services Group oder ein verbundenes Unternehmen aktuell oder in den letzten zwölf Monaten eine entgeltliche Werbungskooperation zur UniCredit Bank AG eingegangen ist.

Wir weisen Sie darauf hin, dass die FSG Financial Services Group oder ein verbundenes Unternehmen aktuell oder in den letzten zwölf Monaten eine entgeltliche Werbungskooperation zur Citigroup Global Markets Deutschland AG eingegangen ist.

Der Autor erklärt, dass er bzw. sein Arbeitgeber oder eine mit ihm oder seinem Arbeitgeber verbundene Person im Besitz von Finanzinstrumenten ist, auf die sich die Analyse bezieht, bzw. in den letzten 12 Monaten an der Emission des analysierten Finanzinstruments beteiligt war. Hierdurch besteht die Möglichkeit eines Interessenskonfliktes.

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