Micron Long: Blase oder nicht?

Micron Technology Inc.: Fantastische Gewinnsteigerung eingepreist!


Micron zählt nach Nvidia und AMD zu den größten Nutznießern des KI-Booms. Fundamentale Analysen prognostizieren für den Speicherspezialisten in den kommenden Jahren ein erhebliches Gewinnwachstum, wodurch die erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnisse (KGV) wieder auf ihre üblichen, niedrigen Werte zurückkehren dürften. Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass es sich dabei um eine Gewinnblase handelt.

Das Management von Micron bemüht sich, längerfristig am Markt relevant zu bleiben, und hat angekündigt, ein Forschungslabor in Boise, Idaho, zu errichten. Hierfür plant der Chip-Hersteller, 10 Milliarden US-Dollar zu investieren. Die Anlage soll innerhalb des nächsten Jahrzehnts entstehen und sich auf Speichertechnologien, Rechensysteme sowie zukünftige Halbleiterfertigung konzentrieren. Die steigende Nachfrage im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) und langfristige Kundenverträge haben Microns zuvor zyklische Gewinne deutlich planbarer gemacht. Ein wichtiger Orientierungswert für Micron ist zudem Nvidias Offenlegung der Geschäftszahlen am 26. August, da die KI-Beschleuniger des Unternehmens große Mengen High-Bandwidth Memory (HBM) benötigen. Die Auftragstrends von Nvidia gelten daher als bedeutender Indikator für Microns Geschäftsentwicklung.

Zum Chart

Die Gewinnprognosen für die Geschäftsjahre 2026/27 und 2027/28 sind atemberaubend. So steigt der Gewinn in der Konsensschätzung von einem durchschnittlichen Betrag von 6,56 Euro je Aktie um 2.225 Prozent auf 152,51 Euro im Geschäftsjahr 2027/2028. Der Effekt dieser Gewinnzunahme führt zu einem entsprechenden erwarteten KGV von 5,31 im Geschäftsjahr 2027/28. Am Papier erscheint Micron damit fundamental ähnlich bewertet wie in den Jahren zuvor, obwohl der Aktienkurs gemessen vom Tief am 7. April 2025 (Stichwort Liberationday) noch bei 61,54 US-Dollar lag. Mittlerweile notiert das Papier bei 966,78 US-Dollar um rund 1.468 Prozent höher. Diese hohen Gewinne haben mittelfristig erweiterte Kapazitäten zur Folge, was längerfristig die Margen wieder nach unten drücken wird. Auch in einer sogenannten Gewinnblase erscheinen die KGVs relativ niedrig. Die Frage ist nicht, ob, sondern wann die Blase platzt. Die Marktteilnehmer wollen die Party nicht frühzeitig verlassen und halten Micron noch die Stange. Aus heutiger Sicht kommt am 26. August das nächste Mosaiksteinchen zum Gesamtbild dazu, wenn Nvidia seine Bücher öffnet. Sollten die Marktteilnehmer die Nvidia-Zahlen positiv einschätzen, könnte auch Micron einen nachhaltigen Ausbruch über 1.035 US-Dollar schaffen. Micron ist charttechnisch auch stark genug, um bei einem positiven Nvidia-Bericht sehr schnell über 1.050–1.100 US-Dollar zu springen.

Micron Technology, Inc. (Tageschart in US-Dollar)

Tendenz:

Wichtige Chartmarken

Widerstände: 1.255,00 // 1.380,00 US-Dollar
Unterstützungen: 816,21 // 640,78 US-Dollar

Fazit

Fundamentale Analysen prognostizieren für den Speicherspezialisten Micron in den kommenden Jahren ein erhebliches Gewinnwachstum.

Mit einem Open End Turbo Long (WKN MR1M0H) könnten risikobereite Anleger, die einen steigenden Kurs der Micron Technology Inc. in den nächsten Wochen erwarten, überproportional von einem Hebel in Höhe von 3,80 profitieren. Das Ziel sei bei 1.169,00 US-Dollar angenommen (39,23 Euro beim Derivat). Der Abstand zur Knock-Out-Barriere beträgt 26 Prozent. Der Einstieg in diese spekulative Position bietet sich dabei stets unter der Beachtung eines risikobegrenzenden Stoppkurses an.

Dieser könnte beim Basiswert bei 793,10 US-Dollar platziert werden. Im Open End Turbo Long ergibt sich daraus ein Stoppkurs von 7,06 Euro. Für diese spekulative Idee beträgt das Chance-Risiko-Verhältnis dann 1,2 zu 1.

Strategie für steigende Kurse
WKN: MR1M0H Typ: Open End Turbo Long
akt. Kurs: 21,75 – 21,80 Euro Emittent: Morgan Stanley
Basispreis: 716,12 US-Dollar Basiswert: Micron Technology, Inc.
KO-Schwelle: 716,12 US-Dollar akt. Kurs Basiswert: 966,78 US-Dollar
Laufzeit: Open End Kursziel: 39,23 Euro
Hebel: 3,80 Kurschance: + 80 Prozent
Risikohinweis:
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
Quelle: Morgan Stanley



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