Zu viel Druck!

Commerzbank: Abwärtsrisiken nehmen zu


Zinsen fallen wieder, die Aktienmärkte sind angeschlagen, der Handelsstreit wird neu entfacht. Genügend Gründe für vorerst fallende Kurse. Mit einem Open End Turbo Short auf eine fallende Commerzbank-Aktie könnte sich eine Trading-Chance von 65 Prozent ergeben.

Am deutschen Aktienmarkt trübte sich die Stimmung in den letzten Tagen deutlich ein. Und diese Gewitterwolken könnten sich in der neuen Woche voraussichtlich nicht wieder so schnell verziehen. Dass US-Präsident Donald Trump neue Strafzölle gegen China androhte, entfachte den Handelsstreit zwischen den USA und China neu und eskalierte ihn erneut.

Diese Ankündigung setzte weltweit die Märkte unter Druck. Besonders getroffen wurde der deutsche Aktienmarkt, der am Freitag deutlich nachgab. Dazu kommt, dass er sich derzeit ohnehin in der saisonal schwächsten Phase befindet. Der August und September bringen regelmäßig ein negatives Vorzeichen hervor, so dass fallende Kurse derzeit wahrscheinlicher sind.

Für Banken kommt erschwerend hinzu, dass die EZB bei ihrer letzten Sitzung die Möglichkeit noch einmal fallender Zinsen nicht ausschloss, sondern mehr oder minder den Weg dafür bereitete. So könnte EZB-Präsident Mario Draghi im September noch einmal die Geldschleusen öffnen, indem er die Einlagezinsen für Banken senkt. Für Banken wäre das keine gute Nachricht.

Commerzbank (Tageschart in Euro)

Tendenz:

Auch technisch zeigt sich die Commerzbank-Aktie in einem angeschlagenen Zustand. Eine fallende Tendenz lässt sich bereits seit Anfang 2018 darstellen, ein kurzes Aufbäumen seit Jahresbeginn endete im Bereich um 8 Euro am fallenden Widerstand, der dadurch bestätigt wurde. Auch zuletzt hinderte diese Hürde um 6,50 Euro die Notierungen am weiteren Ansteigen.

Durch das deutliche Minus am Freitag erreichte die Commerzbank-Aktie ihren tiefsten Stand seit Anfang Januar. Sie notierte unter dem bisherigen Support um 6 Euro, der die Seitwärtstendenz der letzten Wochen gehalten hatte. Setzt die Aktie im schwachen Marktumfeld ihre fallende Tendenz fort, könnten sich die nächsten Abwärtsziele um 5,50 Euro und 5 Euro befinden.

Commerzbank (Wochenchart in Euro)

Wichtige Chartmarken

Widerstände: 6,07 // 6,39 // 6,50 // 6,75
Unterstützungen: 5,89 // 5,50 // 5,32 // 5,16

Fazit

Mit einem Open End Turbo Short (WKN JP8520) könnten risikofreudige Anleger, die von einer fallenden Commerzbank-Aktie ausgehen, überproportional mit einem Hebel von 4,0 profitieren. Der Abstand zur Stopp-Loss-Barriere beträgt dabei 24,6 Prozent. Der Einstieg in diese spekulative Position bietet sich stets unter der Beachtung eines risikobegrenzenden Stoppkurses an.

Dieser könnte im Basiswert bei 6,30 Euro platziert werden. Im Open End Turbo Short ergibt sich ein Stoppkurs bei 1,21 Euro. Unter 5,80 Euro könnte dieser zur Absicherung bereits auf Einstandsniveau nachgezogen werden. Ein Trading-Ziel nach unten könnte sich um 5 Euro ergeben. Für diese spekulative Idee beträgt das Chance-Risiko-Verhältnis 3,2 zu 1.

Strategie für fallende Kurse
WKN: JP8520 Typ: Open End Turbo Short
akt. Kurs: 1,49 – 1,52 Euro Emittent: JP Morgan
Basispreis: 7,4937 Euro Basiswert: Commerzbank
KO-Schwelle: 7,4937 Euro akt. Kurs Basiswert: 6,02 Euro
Laufzeit: Open end Kursziel: 2,51 Euro
Hebel: 4,0 Kurschance: + 65 Prozent
Quelle: JP Morgan



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