5G-Kosten steigen

1&1 Drillisch: Was Anleger hier stört


1&1 Drillisch gehört zu den vier Konzernen, die um 5G-Frequenzen mitbieten. Die Kosten dafür übersteigen bereits die Schätzungen und könnten noch höher werden. Mit einem Open End Turbo Short auf eine fallende 1&1-Drillisch-Aktie könnte sich eine Trading-Chance von 75 Prozent ergeben.

1&1 Drillisch ist ein deutscher Telekommunikationsanbieter. Das Unternehmen gehört seit 2017 mehrheitlich zu United Internet (unter anderem GMX, web.de) und bietet Dienste in den Bereichen Mobilfunk, Festnetz und IPTV an. Im Zuge der Übernahme wurde dessen Sparte 1&1 in Drillisch eingebracht.

Drillisch bietet zwar Mobilfunkverträge an, betreibt aber keine eigenen Netze, sondern mietet das Netz von Telefonica Deutschland an. Zwar blickte das Unternehmen zuletzt zuversichtlich in die Zukunft, die Aussicht auf eine geringere Dividende ließ die Aktie aber schon einmal abstürzen.

Weniger Dividende wegen 5G?

Als Grund für die Kappung nannte 1&1 Drillisch die hohen Kosten für die neue Mobilfunkgeneration 5G, deren Frequenz-Auktion derzeit läuft. 1&1 Drillisch überschritt beim von sich begehrten Paket die Marke von einer Milliarde Euro. An der Auktion nehmen auch Telekom, Vodafone und Telefonica teil.

Seit Mitte März werden die ersten Frequenzen versteigert. Die Gesamtsumme liegt schon weit über den anfangs geschätzten drei bis fünf Milliarden Euro. Nach der 252. Runde der 5G-Auktion waren 5,57 Milliarden Euro erreicht. Das Problem: Keiner der Bieter scheint bislang nachgeben zu wollen.

1&1 Drillisch (Tageschart in Euro)

Tendenz:

Abwärtstrend, Widerstand

Deshalb sind die Anleger wegen der wohl deutlich höheren Kosten skeptisch geworden. Das schlägt sich in der Aktie von 1& 1 Drillisch nieder. Technisch erreichte sie im April den tiefsten Stand seit Anfang 2015. Der Abwärtstrend im Chart auf Wochenbasis besteht seit mehr als einem Jahr.

Das Unterschreiten der bisherigen Tiefs um 34 und um 35 Euro könnte neues Abwärtspotenzial ausgelöst haben, denn hier hatte sich die Aktie im Oktober und Februar eine Unterstützung erarbeitet. Seitdem fungiert der Bereich um 34,50 Euro als Widerstand. Zweimal scheiterte die Aktie im April.

Aufgrund dieser angeschlagenen Lage könnte die Aktie von 1&1 Drillisch in den nächsten Wochen weiter nachgeben. Ein Ziel nach unten könnte sich am Tief von Ende 2014 um 23 Euro befinden. Ein risikobegrenzender Stoppkurs könnte am genannten Widerstand um 34,50 Euro platziert werden.

1&1 Drillisch (Wochenchart in Euro)

Wichtige Chartmarken

Widerstände: 34,48 // 35,15 // 39,08
Unterstützungen: 32,41 // 30,86 // 23,16

Fazit

Mit einem Open End Turbo Short (WKN CQ949R) könnten sehr risikofreudige Anleger, die von einer fallenden 1&1-Drillisch-Aktie ausgehen, überproportional mit einem Hebel von 2,3 profitieren. Der Abstand zur Stopp-Loss-Barriere beträgt dabei 40,6 Prozent. Der Einstieg in diese spekulative Position bietet sich stets unter der Beachtung eines risikobegrenzenden Stoppkurses an.

Dieser könnte im Basiswert bei 35,50 Euro platziert werden. Im Open End Turbo Short ergibt sich daraus ein Stoppkurs bei 1,11 Euro. Unter 32 Euro könnte er bereits zur Absicherung auf Einstandsniveau nachgezogen werden. Ein Trading-Ziel nach unten könnte sich auf weitere Sicht um 23 Euro ergeben. Für diese spekulative Idee beträgt das Chance-Risiko-Verhältnis 4,2 zu 1.

Strategie für fallende Kurse
WKN: CQ949R Typ: Open End Turbo Short
akt. Kurs: 1,34 – 1,35 Euro Emittent: Citigroup
Basispreis: 46,2789 Euro Basiswert: 1&1 Drillisch
KO-Schwelle: 46,2789 Euro akt. Kurs Basiswert: 32,98 Euro
Laufzeit: Open end Kursziel: 2,36 Euro
Hebel: 2,3 Kurschance: + 75 Prozent
Quelle: Citigroup



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