Vonovia: Geht es noch tiefer?

Vonovia SE: Steigende Zinsen bedrohen den Kurs!


Der Aktienkurs von Vonovia liegt 68 Prozent unter dem bisherigen Allzeithoch. Dabei stellt sich die Frage, wie stark der Kurs angesichts der US-Schuldenproblematik noch weiter fallen kann. Für viele hat die Unsicherheit erst Fahrt aufgenommen, wodurch die Zinserwartungen kontinuierlich nach oben angepasst werden.

Steigende Zinsen an den Kapitalmärkten haben zu Beginn der Woche die Aktienkurse von Unternehmen belastet, die als sichere Anlagen gelten. Dazu zählen unter anderem Immobilienwerte, die Telekommunikationsbranche und der Gesundheitssektor. Aufgrund dieser höheren Renditen schichten Anleger teilweise von Aktien in Anleihen um. Besonders betroffen sind dabei sogenannte Bond-Proxies (aktienähnliche Anleihen). Im DAX betraf dies die Unternehmen Vonovia und Fresenius, deren Dividendenrenditen bei etwa 5 beziehungsweise 3,7 Prozent liegen. Die hohe Staatsverschuldung und die beträchtlichen Haushaltsdefizite der USA führen dazu, dass der Markt eine große Menge neuer US-Staatsanleihen aufnehmen muss. Investoren verlangen hierfür zunehmend höhere Renditen.

Zum Chart

Mit dem Verkauf von Eigentum wird Europas größter Vermieter ein Stück weit weniger von potenziell hohen Zinsen tangiert. Die vor mehr als drei Jahren einsetzenden Zinserhöhungen haben die Kursentwicklung deutlich belastet. Innerhalb von 15 Monaten verlor die Aktie nahezu den gesamten Kursgewinn seit dem Börsengang. Am 28. März 2023 erreichte der Aktienkurs mit 15,27 Euro ein Allzeittief. Die durch die Umkehr der Leitzinsen ausgelöste Kurserholung wurde ab Anfang Juni 2023 vom Markt vorweggenommen. Diese Aufwärtsbewegung hielt bis Ende Oktober 2024 an, bevor sie wieder gebrochen wurde. Die anschließende Abwärtsphase schien Ende April 2025 überwunden, nachdem die obere Begrenzung des Trendkanals durchbrochen wurde. Bislang folgten jedoch rückläufige Kurse entlang der Trendkanalbegrenzung. Im Februar 2026 stieg der Kurs noch einmal von 24,03 Euro auf 28,90 Euro, nur um danach in wenigen Wochen auf 19,095 Euro zu sinken. Aktuell sieht es in einer kurzfristigeren Betrachtung nach weiterem Verkaufsdruck aus. Zwar scheint die Enteignungsgeschichte vom Tisch, die Schuldenkrise in den USA nimmt möglicherweise erst ihren Anfang. Der Aktienkurs notiert derzeit rund 68 Prozent unterhalb des Allzeithochs vom 3. September 2020 bei 58,76 Euro. Ein Faktor, warum einige Analysten den Aktienkurs in einer Bodenbildung sehen. Verschlimmert sich die Schuldenkrise in den USA, könnte das Schadensausmaß für Vonovia deutlich ansteigen.

Vonovia SE (Tageschart in Euro)

Tendenz:

Wichtige Chartmarken

Widerstände: 19,53 // 22,60 Euro
Unterstützungen: 18,33 // 15,27 Euro

Fazit

Es stellt sich die Frage, wie stark der Aktienkurs von Vonovia angesichts der US-Schuldenproblematik noch weiter fallen kann.

Mit einem Open End Turbo Short (WKN JZ71S5) könnten risikofreudige Anleger, die einen fallenden Kurs der Vonovia SE in den nächsten Wochen erwarten, überproportional von einem Hebel in Höhe von 3,81 profitieren. Das Ziel sei bei 16,87 Euro angenommen (0,72 Euro beim Derivat). Der Abstand zur Knock-Out-Barriere beträgt 26 Prozent. Der Einstieg in diese spekulative Position bietet sich dabei stets unter der Beachtung eines risikobegrenzenden Stoppkurses an.

Dieser könnte beim Basiswert bei 20,39 Euro platziert werden. Im Open End Turbo Short ergibt sich daraus ein Stoppkurs von 0,37 Euro. Für diese spekulative Idee beträgt das Chance-Risiko-Verhältnis dann 1,5 zu 1.

Strategie für fallende Kurse
WKN: JZ71S5 Typ: Open End Turbo Short
akt. Kurs: 0,49 – 0,50 Euro Emittent: JP Morgan
Basispreis: 23,97 Euro Basiswert: Vonovia SE
KO-Schwelle: 23,97 Euro akt. Kurs Basiswert: 19,07 Euro
Laufzeit: Open End Kursziel: 0,72 Euro
Hebel: 3,83 Kurschance: + 41 Prozent
Risikohinweis:
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
Quelle J.P. Morgan



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