Vonovia: Wichtige Unterstützung vor Durchbruch!
Vonovia: Dunkle Wolken am Horizont!
Die steigende Nachfrage nach Wohnungen in den deutschen Ballungszentren führte in den vergangenen Wochen zu seitwärts verlaufenden Kursen beim größten deutschen Wohnungseigentümer Vonovia. Allerdings trüben sich die Aussichten am Zinsmarkt zunehmend ein. Höhere Renditen erschweren eine günstige Refinanzierung für Vonovia. Zudem wirken sich steigende Anleiherenditen negativ auf die Marktpreise der zugrunde liegenden Immobilien aus, da sie die Kreditkosten für Immobilienkäufer erhöhen. Dies führt wiederum zu einer Abschwächung der Marktpreise, die in Vonovias Bilanz durch Wertberichtigungen des Immobilienbestands berücksichtigt werden müssen. Ein weiterer Faktor, der den Kurs von Vonovia belasten könnte, sind die Bestrebungen zur Enteignung der Tochtergesellschaft Deutsche Wohnen in Berlin.
Zum Chart
Aufgrund des Leverage-Effekts bei der Immobiliennachfrage reagieren auch die Aktien von Vonovia empfindlich auf Zinsänderungen. Die vor drei Jahren einsetzenden Zinserhöhungen haben die Kursentwicklung deutlich belastet. Innerhalb von 15 Monaten verlor die Aktie nahezu den gesamten Kursgewinn seit dem Börsengang. Am 28. März 2023 erreichte der Aktienkurs mit 15,27 Euro ein Allzeittief. Die durch die jüngste Umkehr der Leitzinsen ausgelöste Kurserholung wurde ab Anfang Juni 2023 vom Markt erwartet. Diese Aufwärtsbewegung hielt bis Ende Oktober 2024 an, bevor sie wieder gebrochen wurde. Die anschließende Abwärtssequenz scheint seit Ende April 2025 überwunden zu sein. Aktuell wurde die Bodenbildung, die durch die Unterstützung bei 26,67 Euro und den Widerstand bei 30,48 Euro begrenzt wird, jedoch nach unten durchbrochen. Sollte es zu einem erneuten Rückgang der Immobilienpreise kommen, könnte sich auch der Aktienkurs schwächer entwickeln. Ein nachhaltiges Unterschreiten der Marke von 26,00 Euro würde einen Kursrückgang bis zur nächsten Unterstützung bei 24,03 Euro ermöglichen. In diesem Fall würde der Kurs wieder unter die obere Begrenzung des Abwärtstrends fallen. Wird diese Marke gehalten, ist die Ausbildung einer Seitwärtsbewegung denkbar.
Fazit
Für Vonovia stellen steigende Renditen eine ungünstige Entwicklung dar. In diesem Marktumfeld ist mit einer Abwertung des Immobilienbestands zu rechnen.
Mit einem Open End Turbo Short (WKN JA5NTM) könnten risikofreudige Anleger, die einen fallenden Kurs der Aktie der Vonovia SE in den nächsten Wochen erwarten, überproportional von einem Hebel in Höhe von 3,93 profitieren. Das Ziel sei bei 24,03 Euro angenommen (0,89 Euro beim Derivat). Der Abstand zur Knock-Out-Barriere beträgt 25 Prozent. Der Einstieg in diese spekulative Position bietet sich dabei stets unter der Beachtung eines risikobegrenzenden Stoppkurses an.
Dieser könnte beim Basiswert bei 27,78 Euro platziert werden. Im Open End Turbo Long ergibt sich daraus ein Stoppkurs von 0,52 Euro. Für diese spekulative Idee beträgt das Chance-Risiko-Verhältnis dann 1,3 zu 1.
| Strategie für fallende Kurse | |
|||
|---|---|---|---|---|
| WKN: | JA5NTM | Typ: | Open End Turbo Short | |
| akt. Kurs: | 2,67 – 2,68 Euro | Emittent: | JP Morgan | |
| Basispreis: | 32,85 Euro | Basiswert: | Vonovia SE | |
| KO-Schwelle: | 32,85 Euro | akt. Kurs Basiswert: | 25,91 Euro | |
| Laufzeit: | Open End | Kursziel: | 0,89 Euro | |
| Hebel: | 3,93 | Kurschance: | + 31 Prozent | |
| Quelle J.P. Morgan | ||||
Interessenkonflikt
Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte nach § 34b Abs. 1 Nr. 2 WpHG:
Wir weisen Sie darauf hin, dass die FSG Financial Services Group oder ein verbundenes Unternehmen aktuell oder in den letzten zwölf Monaten eine entgeltliche Werbungskooperation zu JP Morgan eingegangen ist.
Der Autor erklärt, dass er bzw. sein Arbeitgeber oder eine mit ihm oder seinem Arbeitgeber verbundene Person im Besitz von Finanzinstrumenten ist, auf die sich die Analyse bezieht, bzw. in den letzten 12 Monaten an der Emission des analysierten Finanzinstruments beteiligt war. Hierdurch besteht die Möglichkeit eines Interessenskonfliktes.
Der Autor versichert weiterhin, dass Analysen unter Beachtung journalistischer Sorgfaltspflichten, insbesondere der Pflicht zur wahrheitsgemäßen Berichterstattung sowie der erforderlichen Sachkenntnis, Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit abgefasst werden.
Haftungsausschluss
Der Herausgeber übernimmt keine Gewähr für die Aktualität, Korrektheit, Vollständigkeit oder Qualität der bereitgestellten Informationen. Haftungsansprüche gegen den Herausgeber, welche sich auf Schäden materieller oder ideeller Art beziehen, die durch die Nutzung oder Nichtnutzung der dargebotenen Informationen bzw. durch die Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Informationen verursacht wurden, sind grundsätzlich ausgeschlossen. Alle enthaltenen Meinungen und Informationen sollen nicht als Aufforderung verstanden werden, ein Geschäft oder eine Transaktion einzugehen. Auch stellen die vorgestellten Strategien keinesfalls einen Aufruf zur Nachbildung, auch nicht stillschweigend, dar. Vor jedem Geschäft bzw. vor jeder Transaktion sollte geprüft werden, ob sie im Hinblick auf die persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse geeignet ist. Wir weisen ausdrücklich noch einmal darauf hin, dass der Handel mit Optionsscheinen oder Zertifikaten mit grundsätzlichen Risiken verbunden ist und der Totalverlust des eingesetzten Kapitals nicht ausgeschlossen werden kann. Alle Angebote sind freibleibend und unverbindlich. Der Nachdruck, die Verwendung der Texte, die Veröffentlichung / Vervielfältigung ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung der FSG Financial Services Group GbR gestattet.