An der letzten Charthürde abgeprallt

MTU Aero Engines: Short-Chance von 88 Prozent


Die Aktie des im DAX gelisteten Triebwerkherstellers MTU Aero Engines ist am vergangenen Freitag an die letzte charttechnische Hürde herangelaufen und dort nach unten abgewiesen worden. Eine auf diesem Kursniveau sehr ambitionierte Bewertung der Aktie komplettiert das Bild einer interessanten Konstellation für einen spekulativen Trade auf der Short-Seite, für den wir Ihnen hier einen Open End Turbo Put-Optionsschein vorstellen.

Die Gewinnentwicklung von MTU Aero Engines weist seit 2014 stetig nach oben. Und das wird, auch, wenn die Ergebnisse des vierten Quartals noch ausstehen, 2019 ebenso der Fall gewesen sein. Auch für 2020 erwarten die Experten einen Gewinnanstieg, ein wenig langsamer zwar als in den Jahren zuvor, aber dennoch soll es weiter vorangehen. Und die randvollen Auftragsbücher dürften das vorerst auch sicherstellen. Aber es geht bei diesem Trade auch nicht darum, auf eine nachhaltige Trendwende nach unten zu setzen, sondern ausschließlich auf eine Korrektur. Und die ist zum einen überfällig und würde zum anderen lukratives Potenzial auf der Unterseite bieten.

Grundlage einer solchen Korrektur wäre auf der einen Seite eine recht ambitionierte Bewertung der Aktie auf Basis des Kurs/Gewinn-Verhältnisses (KGV). Auf Basis der bereits recht gut eingrenzbaren 2019er-Gewinne läge das KGV momentan bei 27. Das ist sehr deutlich über dem Schnitt der vergangenen sechs Jahre, in denen sich dieses KGV im Bereich zwischen 18 und 22 bewegte. Und auch, wenn man die bislang nur als Prognose vorhandenen Gewinne des Jahres 2020 ansetzen würde, bei denen die Analysten derzeit einen Zuwachs zwischen zehn und zwölf Prozent annehmen, bliebe das KGV mit etwa 24 deutlich über dem langjährigen Schnitt. Das ist für ein Unternehmen, das als Zulieferer für konjunktursensible Unternehmen fungiert, eine hohe Risikoprämie. Das sehen auch die hinsichtlich der Gewinne optimistischen Analysten ähnlich: Deren Kursziel liegt im Schnitt derzeit bei 230 Euro und damit deutlich unterhalb des aktuellen Niveaus.

Zu teuer, markttechnisch überkauft und an der letzten Hürde abgeprallt

Da ist nicht viel Raum für Irritationen. Und die sehen wir derzeit in Form der Ausbreitung des Corona-Virus. Airlines geraten unter Abgabedruck, weil man sich sorgt, dass die Passagierzahlen deutlich sinken könnten. Und auch, wenn das kaum dazu führen wird, dass nennenswert Neuaufträge bei Flugzeugen ausbleiben und damit auch MTU Aero Engines weniger neue Triebwerk-Orders erhält, so können solche Irritationen ausreichen, um die Marktteilnehmer an problematische Aspekte zu erinnern, die man gerne beiseiteschiebt, solange Aufwärtstrends noch stark sind. Konkret: Das Wachstum weltweit ist nicht so stark, dass man die vollen Auftragsbücher bei MTU einfach in die Zukunft fortschreiben könnte und das untypisch hohe KGV damit geheilt würde.

Dass die Investoren genauer hinsehen und nicht einfach blind weiter kaufen, unterstreicht das Chartbild der Aktie. Genau auf Höhe der letzten charttechnischen Hürde in Form der oberen Begrenzung des Anfang 2019 etablierten, mittelfristigen Aufwärtstrendkanals wurde der Kurs am Freitag abgewiesen. Am Montag folgten Anschlusskäufe, am Dienstag gelang nur ein behaupteter Schlusskurs, während der Gesamtmarkt zulegte. Dieses Bild wird durch überkaufte markttechnische Indikatoren, im Chart eingeblendet der Stochastik-Oszillator, abgerundet und weist die Chance aus, dass MTU Aero Engines in den kommenden Wochen die massive, mittelfristige Unterstützungszone im Bereich 232 Euro/245 Euro, bestehend aus der 200-Tage-Linie und der Januar 2019-Aufwärtstrendlnie, ansteuern könnte.

Fazit

Risikofreudige Anleger könnten die Erwartung einer Korrektur mit Kursziel 200-Tage-Linie mit einem Open End Turbo Put-Optionsschein (WKN UD2CWD) umsetzen, mit dem sie durch dessen Hebel von derzeit 5,47 überproportional von einer Abwärtsbewegung der MTU Aero Engines-Aktie profitieren würden. Würde die Aktie die aktuell um 232 Euro verlaufende 200-Tage-Linie touchieren, würde der Turbo Put-Optionsschein einen Kurs um 9,50 Euro erreichen, was einem Kursgewinn von 88 Prozent (gerechnet vom Stand des Scheins am 28. Januar 2020 um 17:30 Uhr) entsprechen würde. Zur Absicherung der Position wäre ein Stoppkurs um 295 Euro in der Aktie zu überlegen. Dieses Niveau würde etwa einem Kurs von ca. 3,18 Euro im Turbo Put-Optionsschein entsprechen, woraus sich derzeit ein Chance/Risiko-Verhältnis von ca. 2,4:1 ergibt.

MTU Aero Engines Aktie (in Euro)

Tendenz:
Chart Aktien Merck

Wichtige Chartmarken

Widerstände: 289,30 Euro // 289,60 Euro
Unterstützungen: 234,30 Euro // 232,17 Euro (200-Tage-Linie) // 227,80 Euro
Aufwärtstrend: 244,95 Euro

Open End Turbo Put Optionsschein auf MTU Aero Engines (Stand 28.01.2020 18:30 Uhr)

Strategie für fallende Kurse
WKN: UD2CWD Typ: Open End Turbo Short
akt. Kurs: 4,99 / 5,03 Euro Emittent: UBS
Basispreis: 327,350523 Euro Basiswert: MTU Aero Engines Aktie (in Euro)
KO-Schwelle: 327,350523 Euro akt. Kurs Basiswert: 277,90 Euro
Laufzeit: endlos Kursziel: 9,50 Euro
Hebel: 5,47 Kurschance: + 88 Prozent
Quelle: UBS

Interessenkonflikt

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Wir weisen Sie darauf hin, dass die FSG Financial Services Group oder ein verbundenes Unternehmen aktuell oder in den letzten zwölf Monaten eine entgeltliche Werbungskooperation zur Société Générale S.A. eingegangen ist.

Wir weisen Sie darauf hin, dass die FSG Financial Services Group oder ein verbundenes Unternehmen aktuell oder in den letzten zwölf Monaten eine entgeltliche Werbungskooperation zur UBS Deutschland AG eingegangen ist.

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