Die Bären behalten die Oberhand

Evotec: Short-Chance von 48 Prozent


Die Bilanz des zweiten Quartals des Biotechunternehmens Evotec war gut. Als diese Bilanz Anfang August auf den Tisch kam, wurde folgerichtig erst einmal gekauft. Doch dann drehte die Aktie plötzlich, es kam zu einem heftigen, zweitägigen Selloff. Gestern stand die Bilanz des dritten Quartals an. Die Akteure warteten mit Spannung darauf, ob sich dieses bärische Szenario aus dem August wiederholen würde. Und genau das passierte. Für risikofreudige Anleger entsteht daraus eine hochspekulative Trading-Chance auf der Short-Seite, für die wir Ihnen heute einen Endlos Turbo Short-Optionsschein vorstellen.

Das Ergebnis des dritten Quartals, welches das im MDAX ebenso wie im TecDAX notierte deutsche Wirkstoff-Forschungsunternehmen Evotec am Dienstagmorgen vorlegte, übertraf die durchschnittliche Analystenprognose. Der Umsatz stieg in den ersten neun Monaten 2019 um 16 Prozent, der bereinigte Gewinn, gerechnet vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) kletterte von Januar bis September um 36 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Auf Basis dieser Ergebnisse hob Evotec zugleich die bisherige Prognose des Gewinnwachstums auf Basis des EBITDA von bislang "mehr als zehn Prozent" auf jetzt +15 Prozent an.

Diese Zahlen und der Blick in die detaillierten Informationen des Unternehmens machen deutlich, dass sich Evotec weiter geschickt vergrößert und effektive, gewinnträchtige Kooperationen verfolgt. Dunkle Wolken am Horizont finden sich da derzeit nicht. Und es erschließt sich nicht, wenn als Argument für den erneuten Abwärtsschwenk der Aktie nach einer Bilanz angeführt wird, dass Evotec die eigenen Aufwendungen für Forschung und Entwicklung ausbaut, denn da wird letztlich in eine noch profitablere Zukunft investiert. Aber gerade weil dieser Abwärts-Schwenk des Kurses am Dienstag auf ein Zahlenwerk hin auftrat, das einen solchen Turnaround nicht hätte erwarten lassen, ist die kurzfristige Perspektive der Aktie bärisch. Grund:

„Selling on Good News“ bietet den Bären einen Matchball

Wenn gute Unternehmensergebnisse und eine ungebrochen positive Perspektive nicht ausreichen, eine Aktie, die unterhalb wichtiger charttechnischer Widerstände von den Bären in Schach gehalten wird, aus diesem Bann herauszulösen und anfängliche Käufe ohne Gegenwehr in einen Intraday-Turnaround verwandelt werden können, macht das deutlich, dass das bärische Lager nicht nur weiterhin imstande ist, Käufer in Schach zu halten. Es besteht die Chance, dass man seitens der Bären, d.h. der Leerverkäufer, auch zeitnah den Versuch wagen könnte, Evotec aus der Seitwärtsspanne, die das Geschehen seit dem Selloff des Augusts beherrscht, nach unten heraus zu drücken.

Das wäre dann gelungen, wenn die Aktie unter dem August-Verlaufstief von 18,19 Euro schließen würde. Das wäre eine Distanz, die kleiner ist als die Distanz vom Tageshoch des Dienstags bei 20,30 Euro bis zum Schlusskurs von 19,20 Euro, der nahe am Tagestief lag. Und würde diese Handelsspanne nach unten verlassen, kann das leicht zur Folge haben, dass Anleger, die aufgrund der ja eigentlich positiven fundamentalen Perspektiven eisern auf der Long-Seite ausharren, das Handtuch werfen, so dass die nächste darunter liegende Unterstützungslinie, die Wendemarke vom Jahresende 2018 bei 16,22 Euro, dann ein realistisches Kursziel wäre.

Fazit

Risikofreudige Anleger könnten von diesem Szenario durch einen Endlos Turbo Short-Optionsschein (WKN SR3TXN) mit einem Hebel von 3,07 profitieren. Würde Evotec das potenzielle Kursziel vom Dezember 2018 bei 16,22 Euro touchieren, würde dieser Endlos Turbo Short-Optionsschein einen Kurs um 0,92 Euro erreichen, was einem Kursgewinn von 48 Prozent entsprechen würde. Wer einen solchen Trade etwas mittelfristiger angehen wollte, könnte eine solche Short-Position knapp über der aktuell bei 22,02 Euro verlaufenden 200-Tage-Linie absichern. Wer aggressiver agieren möchte, würde einen Stop Loss erwägen, der um 20,70 Euro knapp über der Juli-Abwärtstrendlinie und dem gestrigen Tageshoch liegt. Dieses Niveau von 20,70 Euro würde etwa einem Kurs von 0,45 Euro im Turbo Short-Optionsschein entsprechen, woraus sich ein Chance/Risiko-Verhältnis von ca. 2:1 ergibt.

Evotec (in Euro)

Tendenz:
Chart Aktien Merck

Wichtige Chartmarken

Widerstände: 20,78 Euro // 21,50 Euro // 22,02 Euro (200-Tage-Linie)
Unterstützungen: 18,19 Euro // 16,22 Euro
Abwärtstrend: 20,60 Euro

Turbo Open End Short Optionsschein auf Evotec (Stand 12.11.2019 17:30 Uhr) Strategie für abwärts gerichtete Kurse

Strategie für fallende Kurse
WKN: SR3TXN Typ: Open End Turbo Short
akt. Kurs: 0,61/0,62 Euro Emittent: Société Générale
Basispreis: 25,309 Euro Basiswert: Evotec
KO-Schwelle: 25,309 Euro akt. Kurs Basiswert: 19,20 Euro
Laufzeit: endlos Kursziel: 0,92 Euro
Hebel: 3,07 Kurschance: + 48 Prozent
Quelle: Société Générale



Interessenkonflikt

Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte nach § 34b Abs. 1 Nr. 2 WpHG:

Wir weisen Sie darauf hin, dass die FSG Financial Services Group oder ein verbundenes Unternehmen aktuell oder in den letzten zwölf Monaten eine entgeltliche Werbungskooperation zur Société Générale S.A. eingegangen ist.

Wir weisen Sie darauf hin, dass die FSG Financial Services Group oder ein verbundenes Unternehmen aktuell oder in den letzten zwölf Monaten eine entgeltliche Werbungskooperation zu Morgan Stanley eingegangen ist.

Der Autor erklärt, dass er bzw. sein Arbeitgeber oder eine mit ihm oder seinem Arbeitgeber verbundene Person im Besitz von Finanzinstrumenten ist, auf die sich die Analyse bezieht, bzw. in den letzten 12 Monaten an der Emission des analysierten Finanzinstruments beteiligt war. Hierdurch besteht die Möglichkeit eines Interessenskonfliktes.

Der Autor versichert weiterhin, dass Analysen unter Beachtung journalistischer Sorgfaltspflichten, insbesondere der Pflicht zur wahrheitsgemäßen Berichterstattung sowie der erforderlichen Sachkenntnis, Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit abgefasst werden.

Haftungsausschluss

Der Herausgeber übernimmt keine Gewähr für die Aktualität, Korrektheit, Vollständigkeit oder Qualität der bereitgestellten Informationen. Haftungsansprüche gegen den Herausgeber, welche sich auf Schäden materieller oder ideeller Art beziehen, die durch die Nutzung oder Nichtnutzung der dargebotenen Informationen bzw. durch die Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Informationen verursacht wurden, sind grundsätzlich ausgeschlossen. Alle enthaltenen Meinungen und Informationen sollen nicht als Aufforderung verstanden werden, ein Geschäft oder eine Transaktion einzugehen. Auch stellen die vorgestellten Strategien keinesfalls einen Aufruf zur Nachbildung, auch nicht stillschweigend, dar. Vor jedem Geschäft bzw. vor jeder Transaktion sollte geprüft werden, ob sie im Hinblick auf die persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse geeignet ist. Wir weisen ausdrücklich noch einmal darauf hin, dass der Handel mit Optionsscheinen oder Zertifikaten mit grundsätzlichen Risiken verbunden ist und der Totalverlust des eingesetzten Kapitals nicht ausgeschlossen werden kann. Alle Angebote sind freibleibend und unverbindlich. Der Nachdruck, die Verwendung der Texte, die Veröffentlichung / Vervielfältigung ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung der FSG Financial Services Group GbR gestattet.

Zurück